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09.03.2012

WAGO aktuell

WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG spürt nach neuem Umsatzrekord Ende 2011 Anzeichen für konjunkturelle Unsicherheit
• High-Tech-Unternehmen steigert Umsatz auf 565 Mio. Euro
• Über 12 Mio. Euro am Standort Sondershausen investiert
• Deutliche Auftragsrückgänge in der zweiten Jahreshälfte
• Verhalten optimistische Prognose für das Jahr 2012

In einem guten, aber auch durchwachsenen Geschäftsjahr 2011 hat die WAGO-Gruppe ihren Umsatz weiter gesteigert. Das in dritter Generation inhabergeführte, unabhängig am Markt agierende High-Tech-Unternehmen erhöhte seinen Vorjahresumsatz von 503 Millionen Euro um 12,3 Prozent auf 565 Millionen Euro. Mit einem Anteil von knapp 40 Prozent erwirtschaftete der global agierende Anbieter von Komponenten der elektrischen Verbindungstechnik und Automatisierungslösungen nach wie vor den größten Teil seines Umsatzes in Deutschland und der Schweiz. Es folgten das sonstige Europa mit 33 und die restlichen Länder mit 27 Prozent. Demnach bleibt Europa weiterhin mit einem Umsatzanteil von insgesamt 73 Prozent der wichtigste Markt.

Zum Stichtag 31. Dezember 2011 verzeichnete die WAGO-Gruppe weltweit ca. 5.600 Mitarbeiter, das bedeutet im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 400. Mehr als die Hälfte aller Mitarbeiter ist in Deutschland tätig: In Sondershausen beschäftigt WAGO rund 1.000 und am Stammsitz im ostwestfälischen Minden ca. 1800 Menschen. Darunter sind 67 in Sondershausen und 124 Auszubildende in Minden. Das sind 15 Auszubildende mehr als im Vorjahr.

WAGO aktuell (Foto: Wago) WAGO aktuell (Foto: Wago)

Standort Sondershausen der WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG aus der Luft.

Unternehmen spürt die Auswirkungen der Euro-Krise

Trotz der insgesamt positiven Geschäftsentwicklung war 2011 nach Angaben der Unternehmensleitung „kein einfaches Jahr“. Wie der geschäftsführende Gesellschafter Sven Hohorst sowie die Geschäftsführer Axel Börner und Ulrich Bohling in Minden erklärten, hatte WAGO seine Produktionsstandorte durch den Abbau der Auftragsüberhänge aus dem Vorjahr sowie den Aufbau des Lagerbestands in den ersten Monaten des Jahres gut auslasten können. „Allerdings mussten wir in der zweiten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Auftragsrückgänge hinnehmen.“ Zum einen ließen die aus dem Krisenjahr 2009 resultierenden
Nachholeffekte deutlich nach; zum anderen wirkte sich zusätzlich die allgemeine Investitionszurückhaltung infolge der Euro-Krise in Europa aus.

WAGO selbst hat ungeachtet der zunehmenden konjunkturellen Unsicherheit im abgelaufenen Jahr so viel in das Unternehmen investiert wie nie zuvor. Die Investitionen betrugen über 90 Millionen Euro – über 40 Millionen Euro mehr als im Jahr 2010. „Das große Volumen war aufgrund der Umsatzentwicklung erforderlich geworden und ist in einem Nachholeffekt begründet“, sagte Geschäftsführer Sven Hohorst. In Deutschland betrugen die Investitionen über 50 Millionen Euro. Hiervon flossen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit über 12 Millionen Euro in Maschinen und Anlagen am Standort Sondershausen. „Obgleich Asien für uns als Markt und Produktionsstandort an Bedeutung gewinnt, stärken wir massiv unsere Standorte in Deutschland, Polen und der Schweiz“, unterstrichen die Geschäftsführer.

WAGO produziert seit 1951 am Stammsitz Minden, seit 1977 in Domdidier (Schweiz), seit 1979 in Milwaukee (USA) sowie seit 1990 im thüringischen Sondershausen, seit 1995 in Delhi (Indien) und seit 1997 sowohl in Tianjin (Volksrepublik China) als auch in Wroclaw (Polen).

WAGO aktuell (Foto: Wago) WAGO aktuell (Foto: Wago)

Im Bild werden gezeigt (von links) der geschäftsführende Gesellschafter Sven Hohorst sowie die Geschäftsführer Axel Börner (kaufmännische Leitung) und Ulrich Bohling (Produktion).

Weitere Vertriebstochter wird in Korea gegründet

WAGO will seine Wachstumsstrategie fortsetzen und weiterhin langfristig in die Entwicklung neuer Produkte für Zukunftsmärkte investieren, um in der Verbindungstechnik ebenso wie in der Automation weitere Marktanteile im Weltmarkt erobern zu können. „Wir wollen weiter wachsen und investieren. Angesichts der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation werden wir jedoch unser Tempo ein wenig drosseln“, so Hohorst. WAGO hat seit 1995 insgesamt 22 Tochtergesellschaften gegründet und verfügt derzeit über ein eigenes Vertriebsnetz in rund 30 Ländern. Hinzu kommen Landesvertretungen in weiteren 42 Ländern. Noch in der ersten Hälfte des Jahres 2012 gesellt sich eine weitere Vertriebstochtergesellschaft in
Südkorea hinzu.

„In Europa gefertigte Produkte erfahren eine hohe Akzeptanz bei koreanischen Kunden – dies wollen wir nutzen“, unterstrich
Hohorst. In den vergangenen 20 Jahren hatte das Unternehmen seine Produkte in Südkorea ausschließlich über einen Distributionspartner vertrieben.

Standort in Indien ist jetzt eine 100-prozentige Tochter

Auch in Indien sind die ostwestfälischen Spezialisten für Verbindungstechnik und Automatisierung inzwischen mit einer 100-
prozentigen Tochtergesellschaft präsent. Im Rahmen eines Joint Ventures mit einem dortigen Partner wurden bereits seit 15 Jahren Produkte mit dem WAGO-Schriftzug auf dem indischen Subkontinent hergestellt. Im vorigen November übernahm WAGO die Anteile des Partners.

Sven Hohorst: „Somit ist die vollständige Konsolidierung in der WAGO-Gruppe erreicht. Das erhöht unsere Schlagkraft. Auch vor dem Hintergrund, dass Indien neben China als Teil der so genannten BRIC-Staaten weiterhin zu den Wachstumsmotoren gehört, ist dieser Schritt der richtige.“

„VDI nachrichten“ und TÜV Rheinland:
„Ausgezeichneter Arbeitgeber für Ingenieure“


Um auch in Zukunft als Wegbereiter innovativer Technologien mit höchster Produktqualität international Maßstäbe setzen zu können, investiert das Unternehmen in hochqualifiziertes Personal. Dies zeigt sich unter anderem in den zahlreichen in den vergangenen Jahren verliehenen Gütesiegeln wie etwa „Top Arbeitgeber für Ingenieure“ oder „TOP JOB“. Im vorigen Monat
folgte eine weitere Auszeichnung, die angesichts des Fachkräftemangels im „Kampf um die besten Talente“ Wettbewerbsvorteile verspricht: Die vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) herausgegebene Wochenzeitung „VDI nachrichten“ und der Technische Überwachungsverein (TÜV) Rheinland haben WAGO als „Ausgezeichneter Arbeitgeber für Ingenieure“ zertifiziert.

Bundesweit haben bislang erst sieben Firmen dieses für drei Jahre gültige Prüfsiegel erhalten. In der Kategorie „Firmen mit mehr als 150 Ingenieure“ gibt es außer WAGO bislang nur drei andere Unternehmen in Deutschland, denen mit dieser „TÜV-Plakette“ eine hohe Arbeitgeber-Attraktivität bescheinigt worden ist.

Im intelligenten Stromnetz „Smart Grid“ fließen regenerative Energiequellen in „virtuelle Kraftwerke“

Sven Hohorst: „Innovative Produkte sind und bleiben der Schlüssel unseres Erfolgs. Aktuell untermauert WAGO seine Innovationskraft vom 15. bis 20. April auf der Messe „Light + Building“ in Frankfurt am Main sowie vom 23. bis 27. April auf der Hannover Messe. Im Fokus sind Lösungen, die der Energieversorgung der Zukunft und dem Gebot nach mehr Energie-Effizienz Rechnung tragen. Durch den Ausstieg aus der Atomkraft und knapper werdenden Ressourcen an Öl, Gas, Kohle und Uran wird die Stromversorgung in der Bundesrepublik künftig stärker auf regenerativen Energiequellen basieren.

Das Problem: Diese Energiequellen stehen nicht kontinuierlich zur Verfügung. Die Lösung: So genannte virtuelle Kraftwerke
bündeln und speichern den Strom aus kleinen, dezentralen Erzeugern wie etwa Photovoltaik-Anlagen, Kleinwasserkraftwerken, Biogas- oder Windenergie-Anlagen in Wärmeerzeugern. Auf diese Weise werden Versorgungsschwankungen ausgeglichen – das intelligente Stromnetz „Smart Grid“ entsteht. WAGO begleitet die führenden Energieversorger in Deutschland mit seinem technischen Know-how bei dieser Trendwende und hat bereits die Steuerungstechnik von virtuellen Kraftwerken im rheinlandpfälzischen Bingen (Projekt der Fachhochschule Bingen) und in Berlin (Betreiber Vattenfall) verantwortet. Allein in der Bundeshauptstadt werden durch den Aufbau des virtuellen Kraftwerks durch Vattenfall bereits über 100.000 Wohneinheiten versorgt.

Mit flexROOM® beginnt effiziente Gebäudeautomationbei WAGO schon mit der Installation

Aber nicht nur in der intelligenten Erzeugung, sondern auch in der intelligenten Nutzung von Energie sieht das Unternehmen ein großes Potenzial. „Effizienz bezieht sich bei uns nicht allein auf den Aspekt Energieverbrauch, sondern beginnt bei uns schon beim Produkt selbst“, unterstrich Sven Hohorst mit Blick auf flexROOM®. Diese hoch energieeffiziente Raumautomation aus dem Hause WAGO zur optimalen Regelung, unter anderem von Beleuchtung, Sonnenschutz und Heizungen in Gebäuden, sorgt schon vor der Inbetriebnahme für ein Maximum an Wirtschaftlichkeit – weil einerseits die Technik durch vorkonfektionierte
Steuerungseinheiten einfach installiert und montiert werden kann.

Im Zusammenspiel mit dem WINSTA®-System lassen sich zum Beispiel in Großraumbüros alle erforderlichen elektrischen Komponenten, etwa für die Beleuchtung, unkompliziert zusammenstecken und andererseits wird durch die auf dem Controller vorinstallierte Softwareapplikation flexROOM® die Inbetriebnahmezeit optimiert. Effizienz in Montage, Inbetriebnahme und Betrieb unterstützen den Weg zum zertifizierten Gebäude auf ganzer Linie.


Elektromobilität gewinnt zunehmend an Bedeutung – auch im firmeneigenen Fuhrpark

Auch auf dem Gebiet der Elektro-Mobilität hat sich WAGO mit seinem Know-how einen Namen gemacht. WAGO entwickelt und produziert Ladetechnik für Stromtankstellen – von der Verbindungstechnik in den Säulen bis hin zu der Steuerung für die Schnellladung der Batterien. Kunden sind führende Energieversorger, internationale Hersteller von Lade-Infrastruktur und neue Start-up-Unternehmen. „Wir erwarten in diesem Segment in den nächsten Jahren kontinuierlich steigende Umsätze“, sagte
Geschäftsführer Sven Hohorst. Im Bereich E-Mobility nehmen nach seinen Worten innerhalb Europas Deutschland und Frankreich Vorreiterrollen ein, aber auch in den Benelux-Ländern sowie in Norwegen und den USA ist ein steigendes Interesse an dieser Technologie zu spüren.

Bei WAGO in Minden gibt es derzeit Überlegungen für den Bau eines Solar-Carports, in dem die zunehmende Zahl der im Werksverkehr eingesetzten Elektrofahrzeuge umweltfreundlicher aufgetankt werden kann. Darüber hinaus wird erwogen, für Mitarbeiter Lademöglichkeiten für elektrisch betriebene Roller und Fahrräder zu schaffen. In den nächsten Wochen nimmt zudem der erste Elektro-Pkw, ein Opel Ampera, im Firmenwagen- Fuhrpark seinen Dienst auf. Sven Hohorst: „Nach unserem Kenntnisstand wird es das erste im Kreis Minden-Lübbecke angemeldete Auto dieses Typs sein. Wir möchten damit nicht nur ein zur Nachahmung empfohlenes Zeichen setzen, sondern auch unsere Komponenten im tagtäglichen Einsatz testen.“

Speedway 767 – ein neuer Standard in der schaltschranklosen Automation

Mit Speedway 767, dem feldbusunabhängigen I/O-System für die schaltschranklose Automatisierung, setzt WAGO ebenfalls Maßstäbe. Produktmerkmale dieser Steuerungstechnik sind unter anderem hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit, einfache Einstell- und Programmierbarkeit, modulares Design, robuste Bauweise und Diagnosefähigkeit. Diese Technologie aus dem Hause WAGO ermöglicht es, überall auf der Welt Anlagen und Maschinen, zum Beispiel Verpackungsautomaten, Förderanlagen und Maschinenzentren, servicefreundlich und platzsparend zu betreiben.

Hoffnungen ruhen auf dem Wachstum in Indien, China, Japan, Brasilien, Russland und den USA In den ersten beiden Monaten des neuen Jahres hat WAGO einen leicht unter dem Vorjahreslevel liegenden Auftragseingang verzeichnet. „Somit ist eines der Szenarien eingetreten, mit dem wir gerechnet haben. Unter der Maßgabe, dass wir dieses Niveau im Jahresdurchschnitt halten können, ist nach unserer verhalten optimistischen Prognose 2012 eine kleine Umsatzsteigerung erreichbar“, erläuterten die WAGO-Geschäftsführer.

International ruhen die Hoffnungen der Mindener auf dem anhaltenden Wachstum in Indien, China, Japan, Brasilien, Russland und den USA. Die Firmenleitung glaubt, dass die Konjunkturprogramme von Präsident Barack Obama Wirkung zeigen und die amerikanische Konjunktur beleben werden. Mit Zuwächsen innerhalb Europas wird in der Firmenzentrale, wenn überhaupt, nur in Deutschland gerechnet. „Trotzdem gibt es noch Unwägbarkeiten.“ Angesichts dieser Situation sei es eine der „dringlichen
Herausforderungen“, Strukturen zu schaffen, die ein schnelleres Reagieren auf konjunkturelle Schwankungen ermöglichen, um so das Unternehmen und die Arbeitsplätze krisenfester zu machen.

Bilder: WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG



















Autor: khh

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