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Do, 07:12 Uhr
15.03.2012

Ihr Geld und Ihre Rechte

Zum Weltverbrauchertag am 15. März informiert test.de über Neuerungen, die bares Geld wert sind. Unter dem Motto „Unser Geld, unsere Rechte“ geht es um strengere Regeln für Finanzvermittler, kurze Überweisungsfristen und Zuschüsse für Rußfilter.


Ab 1. April 2012 sind freie Finanzvermittler und Vermögensverwalter dazu verpflichtet, ihren Kunden für jedes Angebot kurze und verständliche Informationsblätter auszuhändigen. Außerdem müssen sie künftig ihre Provisionen offenlegen, die sie bei einem Verkaufsabschluss erhalten. Mit dem Gesetz soll der graue Kapitalmarkt besser überwacht werden.

Typische Angebote auf dem grauen Markt sind geschlossene Windkraft-, Solar- oder Immobilienfonds, bei denen Anleger nicht nur am Gewinn, sondern auch am Verlust ihrer Anlagegesellschaft beteiligt werden. Mehr Schutz vor schwarzen Schafen: Um die Verbraucher zu schützen, sollen die Vermittler künftig in einer Prüfung ihre Eignung unter Beweis stellen. Die Kontrolle der 80 000 Vermittler werden die Gewerbeaufsichtsämter übernehmen.

Tipp: Fragen Sie ihren Berater, ob er eine Berufshaftpflichtversicherung besitzt, die Schäden aus Fehlberatungen ersetzen kann. Lesen Sie dazu auch das Interview zum Thema Grauer Kapitalmarkt.

Schneller Geld ins Ausland überweisen

Seit Anfang des Jahres darf eine Überweisung von einer Bank zur anderen nur noch einen Bankarbeitstag dauern – wenn der Kunde den Auftrag online erteilt hat. Wird die Überweisung per Formular abgegeben, muss sich der Kunde höchstens zwei Tage gedulden. Die neuen Fristen gelten nicht nur für Euro-Überweisungen in Deutschland, sondern in der gesamten Europäischen Union.

Tipp: Überprüfen Sie in der Überweisung sorgfältig, ob die Angabe des Empfängers und seiner Kontonummer übereinstimmen. Die Bank kümmert sich nicht darum, ob die Informationen zusammenpassen. Ist die Überweisung bei einer anderen Bank eingegangen, kann sie nicht mehr widerrufen werden. Wann und wie Bankkunden eine falsche Überweisung doch noch zurückholen können, erfahren Sie im Interview mit Volker Knauer vom Bundesverband deutscher Banken.

Gleiche Versicherungstarife für Männer und Frauen

Ab 21. Dezember 2012 dürfen Versicherungsgesellschaften Frauen und Männern neue Verträge nur noch zu gleichen Preisen anbieten – das Stichwort lautet Unisextarife. Bisher sind die Beiträge oft unterschiedlich. Eine Risikolebensversicherung ist im Moment beispielsweise für Frauen noch günstiger, weil ihre Lebenserwartung höher ist und die Versicherer seltener zahlen müssen.

Tipp: Schließen Sie nicht vorschnell einen Vertag ab, nur weil Sie auf Preisvorteile hoffen. Überlegen Sie sich, ob Sie die Versicherung überhaupt benötigen.

Neue Förderung für Rußfilter

Wer sein Dieselfahrzeug mit einem Partikelfilter nachrüsten will, erhält beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) jetzt wieder einen Zuschuss in Höhe von 330 Euro. Berücksichtigt wird der Antrag aber nur, wenn der Einbau des Filters zwischen dem 01. Januar 2012 und dem 31. Dezember 2012 erfolgt. Förderanträge müssen spätestens bis zum 15. Februar 2013 beim Bafa eingereicht werden. Nähere Informationen zu den Voraussetzungen und zum Förderprogramm finden Sie auf der Seite www.bafa.de sowie unter der Hotline 0 61 96–90 84 71.

Tipp: Fragen Sie in Ihrer Werkstatt, welchen Wirkungsgrad der neue Filter haben muss, damit ihr Dieselauto eine grüne Abgasplakette erhält. Dann haben Sie in den Umweltzonen vieler Städte freie Fahrt.

Mehr Hilfe bei Streit zwischen Kunden und Anbietern

In vielen Branchen gibt es mittlerweile Schlichtungsstellen, die kostenlos bei Streitigkeiten zwischen Kunden und Anbietern vermitteln. Ein so genannter Ombudsmann erfüllt dabei die Aufgabe eines unparteiischen Schiedsrichters. Seine Empfehlungen sind nicht immer bindend, können aber zu einer außergerichtlichen Lösung beitragen. Verbraucher, die mit dem Einigungsvorschlag nicht einverstanden sind, können anschließend meist immer noch vor Gericht klagen. Zusätzlich gibt es Schlichtungsstellen, die eher regional aufgegliedert sind, so zum Beispiel für das Kfz-Gewerbe, den Textilhandel oder für Reinigungen. test.de hat Ihnen zum Weltverbrauchertag eine Liste mit Schlichtungsstellen, die bundesweit arbeiten, zusammengestellt.

Die Geschichte des Weltverbrauchertages

Den Weltverbrauchertag gibt es seit 1983. Er findet immer am 15. März statt. Er geht zurück auf den ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy, der am 15. März 1962 in einer Rede vor dem amerikanischen Kongress erstmalig grundlegende Rechte für Verbraucher formulierte. Seitdem nutzen die Verbraucherverbände weltweit diesen Tag, um mit zahlreichen Aktionen auf die Rechte von Verbrauchern aufmerksam zu machen. Der internationale Dachverband der Verbraucherorganisationen, Consumers International, hat den Weltverbrauchertag 2012 unter das Motto „Our Money, our rights“, gestellt. Übersetzt heißt das etwa „Unser Geld, unsere Rechte“.
Autor: nnz

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