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Mi, 18:55 Uhr
21.03.2012

Energie und Kosten bei den Bebraspatzen

Im Rahmen des von der Bundesregierung aufgelegten Konjunkturpaketes II konnten in Sondershausen im vergangenen Jahr erhebliche Mittel auch in den Ausbau der Kindertagesstätten fließen. Beispiele teilte jetzt die Stadt Sondershausen mit...

Als ein Nutznießer der Förderung konnte die Kindertagesstätte Bebra von den Mitteln profitieren. Vor etwas mehr als einem Jahr machte sich die Erneuerung der Heizungsanlage bei den Bebraspatzen erforderlich, wobei der Träger der Einrichtung, die Starthilfe Sondershausen e.V., im Zusammenwirken mit den Stadtwerken Sondershausen neue Wege beschritt.

In einem Modellprojekt wurde der Kindergarten mit einer Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage ausgestattet, die nunmehr nach einjähriger Feldversuchsphase erste Daten zur Auswertung bereitstellt. Zähleinrichtungen an den Geräten zur Wärme- und Stromerzeugung dokumentierten über ein Jahr lang den Energieverbrauch und die Energieerzeugung an der Anlage.

Die sogenannte Mikro-KWK-Anlage stellt die Heizungswärme des Kindergartens zur Verfügung und produziert gleichzeitig Strom, der entweder selbst im Haus genutzt oder ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Im Ergebnis liefen die Stromkosten für die Bebraspatzen nach Gegenüberstellung des Einkaufspreises zu den Einspeisevergütungen und dem Verbrauch gegen null.
Neu installiert wurden auch zwei Effizienzpumpen und ein Brennwertgerät, was den Wirkungsgrad der Anlage erheblich verbessert. Energie wird in Bebra also nicht mehr nur verbraucht, sondern gleichzeitig hergestellt.

Dies liegt im Trend dezentraler Energieerzeugung. Eingebaut und betreut wird die Mikro-KWK-Anlage von der Firma Sanitär und Heizung Schröter aus Bebra, die derzeit in Sondershausen der einzige für diese modernen KWK-Anlagen zertifizierte Betrieb ist. Das Modellprojekt von Starthilfe und Stadtwerke soll nach seiner erfolgreichen Versuchsphase in Bebra sicher nicht auf der Stelle treten. Vielmehr soll das Modell auch als Impuls und Anregung an Hauseigentümer und Handwerk dienen, diese neuartigen Mikro-KWK-Anlagen an geeigneten Standorten einzubauen. Zudem soll das Interesse der Bevölkerung an dezentraler Energieerzeugung auf ökologischer wie wirtschaftlicher Basis geweckt werden.

Anreize dafür bietet für Hauseigentümer auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das ab 1. April 2012 diese Systeme wieder staatlich unterstützt. Gefördert wird der in neuen oder modernisierten KWK-Anlagen erzeugte Strom sowie der Neu- und Ausbau von Wärmenetzen, in denen überwiegend Wärme aus KWK-Anlagen durchgeleitet wird.

Das BAFA-Programm fördert den Einbau von Mini-Kraft-Wärme-Kopplungen mit einer Leistung von höchstens 20 Kilowatt in bereits existierende Ein- und Zweifamilienhäuser mit einem einmaligen Investitionszuschuss zwischen 1500 und 3450 Euro - je nach Größe der Anlage. Wer also mit dem Gedanken spielt, sein Haus mit einer neuen Heizung auszustatten, der sollte sich vorher über die Vorteile einer KWK-Anlage und deren Förderung informieren. Beim Träger der Kindereinrichtung Bebraspatzen in Sondershausen ist man bisher sehr zufrieden.
Autor: khh

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