So, 19:50 Uhr
25.03.2012
Was im Kreis besser werden soll
Das Bürgerinteresse im Freizeitzentrum Artern am 22.03.2012 war enttäuschend gering. Gemeint war die Diskussionsrunden der Landratskandidaten. Dazu erreichte kn eine Stellungnahme vom Landesgeschäftsführer des Volksinteressenbundes Thüringen (VIBT)...
Der heutige Politiker wird weniger bewundert als beobachtet. Den großen Worten horcht man noch immer hinterher, auch in der Absicht herauszufinden, ob sie hohl klingen. Das geringe Interesse zeigt einmal wieder, wie Enttäuscht eine große Anzahl von Bürgern unseres Kreises und Landes von der jetzigen Politik sind.
Die Zeit der großen demokratischen Leidenschaft in unseren Kreis scheint vorbei zu sein. Die Demokratie unserer Zeit wird weniger von politischen Ideen definiert als von Interessen.
Die Demokratie hat es auch in unseren Kreis nicht leicht. Sie soll Wohlstand schaffen, Sicherheit garantieren und Sinn stiften. Sie soll mehr sein, als wir sind, obwohl sie nur aus uns besteht. Nicht wenige haben der Demokratie in den vergangenen Jahren den Rücken gekehrt, weil diese nicht die Ergebnisse lieferte, die von ihr erwartet wurden.
Die Enttäuschten gehen leise, sie verlassen unseren Kreis, sie verlassen unser Land. Sie geben keine Erklärungen ab, sie toben und wüten nicht. Und eines Tages, das ist meine Befürchtung, werden sie mit tonloser Stimme sagen: Es war nicht schade um sie. Sie war zum Schluss nicht mehr die alte.
Das Gegenwärtige weist in die Zukunft, heißt es oft.
Klang es bisher so, als hätten sich nur die Wähler verändert, muss der Eindruck nun erweitert werden. Die zweite, vielleicht sogar dramatischere Veränderung fand im Kreise der Politiker statt. Die Parteien, die sie hervorbringen, sind in die Jahre gekommen. Sie wirken ermattet.
Die anstehenden Wahlen ist ein guter Anlass, den Politikern eine Botschaft zu übermitteln. Dafür sind Wahlen da.
Einige Politiker reden viel von Zukunft, eher aus alter Gewohnheit, als dass es ihnen ein Bedürfnis ist. Die Zukunft gestalten tun einige Politiker schon lange nicht mehr. Schon mit der Gegenwart haben sie ihre liebe Not.
Bessere Bildung wird versprochen, aber nicht immer so geliefert wie sie sein soll. Die Überforderung der Sozialsysteme wird eingeräumt, aber nicht beseitigt. Die Schrumpfung der Gesellschaft wird beklagt, aber keine Hand rührte sich in den vergangenen Jahren intensiv, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen.
Die Politik und deren Politiker müssen sich das Vertrauen der Bürger wieder erkämpfen.
Denn von Sonne und Regen hängt die Wahlbeteiligung heutzutage in weit höherem Maße ab als vom Kandidaten und seinem Programm.
Die Bürger in unserem Land verlangen mehr Mut, mehr Gerechtigkeit, mehr Mitsprache von der Politik.
Andreas Links
Landesgeschäftsführer des Volksinteressenbundes Thüringen (VIBT)
Autor: khhDer heutige Politiker wird weniger bewundert als beobachtet. Den großen Worten horcht man noch immer hinterher, auch in der Absicht herauszufinden, ob sie hohl klingen. Das geringe Interesse zeigt einmal wieder, wie Enttäuscht eine große Anzahl von Bürgern unseres Kreises und Landes von der jetzigen Politik sind.
Die Zeit der großen demokratischen Leidenschaft in unseren Kreis scheint vorbei zu sein. Die Demokratie unserer Zeit wird weniger von politischen Ideen definiert als von Interessen.
Die Demokratie hat es auch in unseren Kreis nicht leicht. Sie soll Wohlstand schaffen, Sicherheit garantieren und Sinn stiften. Sie soll mehr sein, als wir sind, obwohl sie nur aus uns besteht. Nicht wenige haben der Demokratie in den vergangenen Jahren den Rücken gekehrt, weil diese nicht die Ergebnisse lieferte, die von ihr erwartet wurden.
Die Enttäuschten gehen leise, sie verlassen unseren Kreis, sie verlassen unser Land. Sie geben keine Erklärungen ab, sie toben und wüten nicht. Und eines Tages, das ist meine Befürchtung, werden sie mit tonloser Stimme sagen: Es war nicht schade um sie. Sie war zum Schluss nicht mehr die alte.
Das Gegenwärtige weist in die Zukunft, heißt es oft.
Klang es bisher so, als hätten sich nur die Wähler verändert, muss der Eindruck nun erweitert werden. Die zweite, vielleicht sogar dramatischere Veränderung fand im Kreise der Politiker statt. Die Parteien, die sie hervorbringen, sind in die Jahre gekommen. Sie wirken ermattet.
Die anstehenden Wahlen ist ein guter Anlass, den Politikern eine Botschaft zu übermitteln. Dafür sind Wahlen da.
Einige Politiker reden viel von Zukunft, eher aus alter Gewohnheit, als dass es ihnen ein Bedürfnis ist. Die Zukunft gestalten tun einige Politiker schon lange nicht mehr. Schon mit der Gegenwart haben sie ihre liebe Not.
Bessere Bildung wird versprochen, aber nicht immer so geliefert wie sie sein soll. Die Überforderung der Sozialsysteme wird eingeräumt, aber nicht beseitigt. Die Schrumpfung der Gesellschaft wird beklagt, aber keine Hand rührte sich in den vergangenen Jahren intensiv, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen.
Die Politik und deren Politiker müssen sich das Vertrauen der Bürger wieder erkämpfen.
Denn von Sonne und Regen hängt die Wahlbeteiligung heutzutage in weit höherem Maße ab als vom Kandidaten und seinem Programm.
Die Bürger in unserem Land verlangen mehr Mut, mehr Gerechtigkeit, mehr Mitsprache von der Politik.
Andreas Links
Landesgeschäftsführer des Volksinteressenbundes Thüringen (VIBT)
