eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 00:20 Uhr
04.04.2012

Inklusion beginnt in den Herzen und Köpfen

Stiftung Finneck, die auch Werkstätten und Einrichtungen im Kyffhäusekreis betreibt, war Gastgeber für Fachtag zum Thema „Inklusion“. Dazu erreichte kn folgender Information...

Inklusion, also die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung an der Gesellschaft, ist ein elementares Menschenrecht. Um diesen Aspekt stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken sowie das Verständnis füreinander und den Umgang miteinander zu fördern, sei es wichtig, soziale Netzwerke zu bilden und mit allen gesellschaftlichen Schichten ins Gespräch zu kommen. Darüber waren sich die Teilnehmer des Fachtages zum Thema „Inklusion – das Ende der Behindertenhilfe!?“ am 22. März einig. Auf Einladung der Stiftung Finneck tauschten in der Kreuzkapelle der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Sömmerda Mitarbeiter der Behindertenhilfe des Diakonischen Werkes Mitteldeutschland, Kostenträger, Menschen mit Behinderung und Stiftungsmitarbeiter ihre Sicht auf dieses Thema aus.

Impulse dafür bekamen sie von der Expertin für Behinderung und Inklusion Prof. Dr. Gudrun Wansing von der Universität Kassel in ihrem praxisorientierten Einführungsreferat. Bezogen auf das Thema des Fachtages antworte sie mit einem eindeutigen „Jein“.

In fünf Workshops beleuchteten die Teilnehmer detailliert einzelne Bereiche des Themas. Die Palette reichte von der Gemeindeorientiertung, über die Ambulantisierung um jeden Preis, die Vielfalt der Wohnmöglichkeiten und die „Persönliche Zukunftsplanung“ für Menschen mit Behinderung bis zum derzeitigen und künftigen Berufsbild der Mitarbeiter in der Behindertenhilfe. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse wurden im Plenum allen Teilnehmern zugänglich gemacht.

Einige der dabei aufgeworfenen Fragen und Themenstellungen bestimmten auch die abschließende Podiumsdiskussion. Dabei entwickelte sich zwischen den Teilnehmern und den Gesprächspartnern, zu denen neben Prof. Dr. Gudrun Wansing auch Dr. Paul Brockhausen, Thüringer Behindertenbeauftragter, Astrid Farber vom Bundesverband der evangelischen Behindertenhilfe, Thomas Pohl, Amtsleiter Soziales im Landratsamt Sömmerda, Joachim Stopp, Vorstand der Stiftung Finneck und Frank Zirzow, Ambulant Betreuter in der Stiftung Finneck, gehörten, ein reger Dialog.
Inklusion (Foto: Stiftung Finneck)
Inklusion (Foto: Stiftung Finneck)
Inklusion (Foto: Stiftung Finneck)

Einigkeit herrschte, dass die Vernetzung im Sozialraum der Gesellschaft und die Zusammenarbeit der Träger der Behindertenhilfe sowie der Wohlfahrtsverbände wichtige Aspekte der Inklusion sind. Diese gelte es, gegen strukturelle Widerstände durchzusetzen. Inklusion fange eigentlich im Herzen und im Kopf an. Doch werde dieses Thema in der Gesellschaft bisher sehr kopflastig behandelt, betonte Joachim Stopp. Hier sollten die Träger der Behindertenhilfe Motoren werden und im Gespräch die Herzen möglichst vieler Menschen für die Inklusion von Menschen mit Behinderung öffnen. Die Stiftung Finneck werde sich dieses Themas künftig verstärkt annehmen, um diesen Prozess auf regionaler Ebene voranzubringen, kündigte der Stiftungsvorstand an.
Autor: khh

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)