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Mo, 14:24 Uhr
16.04.2012

"Gute Tat am Pfandautomat"

hilft auch in Sondershausen. Sondershäuser Tafel erhielt heute eine 6.533 Euro Lidl-Pfandspende. Was sich dahinter verbirgt, erfahren Sie hier...

Die Lidl-Kundinnen und -Kunden aus ganz Deutschland machen in diesen Tagen wieder konkrete Hilfe für eine der rund 880 Tafeln möglich. Sie haben in einer der über 3.300 Lidl-Filialen am Pfandautomaten den Spendenknopf zugunsten des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V. gedrückt und damit den Pfandwert ihrer Pfandflaschen für die Arbeit der gemeinnützigen Tafeln gespendet.

Ein Teil dieser Spendengelder kommt nun auch der Sondershäuser Tafel zugute. Stephan Becker, Personalleiter und Tafelbeauftragter der Lidl-Regionalgesellschaft Kassel und Marcel Wright, Verkaufsleiter der Lidl Regionalgesellschaft Kassel übergaben der Sondershäuser Tafel heute einen Scheck in Höhe von 6.533 Euro.

"Wir bedanken uns sehr herzlich bei den Kundinnen und Kunden von Lidl. Mit ihren Spendengeldern konnten wir nun unsere Dachreparatur vorantreiben. Das hatten wir schon lange vor. Bisher fehlten uns dazu leider die Mittel", freut sich Lothar Hildesheim, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Förderungsgesellschaft Arbeit und Umwelt mbH (FAU) als Trägerin der Sondershäuser Tafel.

"Gute Tat am Pfandautomat" (Foto: Karl-Heinz Herrmann) "Gute Tat am Pfandautomat" (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Lothar Hildesheim, Sandy Busse (Leiterin der Tafel), Stephan Becker und Marcel Wright stellten sich der Kamera von kn. Im Anschluss informierte man sich bei einem Rundgang.

Bauliche Mängel führten in Vergangenheit in Lager- und Ausgaberäumen immer wieder zu Durchfeuchtungen und Mängelanzeigen durch die Lebensmittelkontrolleure. Mit den Spendengeldern wurde es möglich, die notwendige und umfangreiche Dachreparatur durchzuführen, um diesen Missstand zu beseitigen. "Wir freuen uns sehr, dass unsere Kunden mit ihren Pfandspenden das Engagement der Tafeln für bedürftige Mitbürgerinnen und Mitbürger bundesweit unterstützen. Sie machen es möglich, dass die lokalen Tafeln ihre wichtige Arbeit mit ganz konkreten Projekten auf- und ausbauen können oder in Nothilfesituationen schnelle unbürokratische Hilfe vom Bundesverband bekommen können", sagt Stephan Becker von der Lidl-Regionalgesellschaft Kassel.

Aber nicht nur über den Pfandautomaten gehen Spenden an die Tafeln. Auch georderte Ware die nicht mehr den hohen Qualitätsanforderungen von Lidl entspricht, aber immer noch zulässig für den Verkauf wäre, wird an die Tafeln weitergereicht. Aus logistischen Gründen sind allerdings Waren nicht dabei, die einer durchgängigen Kühlkette bedürften, so Stephan Becker im Gespräch mit kn.

Hintergrund der Pfandspende

Seit Mai 2009 verfügen mehr als 5.000 Pfandrückgabeautomaten in den Lidl-Filialen über einen Pfandspendenknopf zugunsten des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V. Bei der Rückgabe ihres Leergutes können Kunden entscheiden, ob sie einen Teilbetrag oder den gesamten Pfandbetrag durch Knopfdruck an den Bundesverband Deutsche Tafel e.V. spenden möchten. Mit den Spendenbeträgen fördert der Verband Tafel-Projekte in den Bereichen:
Kinder/Jugendliche, Senioren/kranke/behinderte Personen und Kühlsysteme für Lebensmittel.

"Gute Tat am Pfandautomat" (Foto: Lidl) "Gute Tat am Pfandautomat" (Foto: Lidl)

Das Pfandspendenprojekt wurde im Januar 2012 als Ort im "Land der Ideen" ausgezeichnet.

Wie funktioniert die Pfandspende genau?
Wenn der Kunde seine Einwegpfandflasche zurückgeben will, kann er sich entscheiden, ob er - wie gewohnt - den blauen Pfandknopf oder für die Tafeln den orangefarbenen Spendenknopf mit Tafel-Logo drücken will. Der Automat "fragt" sicherheitshalber noch einmal nach, ob der Kunde wirklich spenden möchte. Bestätigt der Kunde das mit einem zweiten Knopfdruck, wird die Spende registriert und ein Spenden-Bon ausgegeben, der den Wert der Spende anzeigt, also z.B. 25 Cent. Anstatt einen Pfandbon auszugeben, wird dann der Pfandbetrag im Automaten gutgeschrieben. Teilspenden sind unproblematisch möglich. Der Kunde kann ganz bewusst entscheiden, ob und wie viele Flaschen er spenden möchte.

Von wem stammt die Idee der Pfandspende?
Der Bundesverband hat die Idee Ende 2007 an Lidl herangetragen, nachdem er ähnliche Projekte in Berlin kennen gelernt hatte. Bei diesen Projekten können Kunden ihren ausgedruckten Pfandbon zugunsten einer bestimmten Organisation in eine Spendenbox im Supermarkt werten. Ihren Ursprung hat die Pfandspende aber in Skandinavien: Die Dänen, Schweden und Norweger spenden seit vielen Jahren ihr Flaschenpfand gemeinnützigen Organisationen.

Wie lange hat es von der Idee bis zur Umsetzung gedauert?
Im Februar 2008 hat Lidl in einer Testphase 20 Pfandautomaten im Raum Hannover mit dem zusätzlichen Spendenknopf ausgerüstet. Weil die Kundinnen und Kunden von dieser unkomplizierten Form der Spenden Gebrauch machten, wurden nach und nach deutschlandweit alle Pfandrückgabeautomaten mit dem Spendenknopf ausgerüstet. Seit Mai 2009 ist die elektronische Pfandspende nun an über 5.500 Automaten in mehr als 3.300 Lidl-Filialen möglich.

Was macht die Lidl-Pfandspende zu etwas Besonderem?
Drei Dinge: Zum einen ist die Pfandspende nicht nur in einigen wenigen Supermärkten eines Lebensmittelhandelsunternehmens möglich, sondern seit Mai 2009 in mittlerweile über 3.300 Lidl-Filialen. Und zum anderen erfolgt die Spende elektronisch. Der Knopfdruck löst bereits die Spende aus - und zwar elektronisch und unmittelbar. Es müssen keine Pfandbons erfasst und an den Kassen der Supermärkte eingelöst werden. Und nicht zuletzt versetzen die Spenden der Lidl-Kunden den Bundesverband Deutsche Tafel e.V. erstmals in die Lage, seine Mitglieder bedarfsgerecht und projektbezogen mit Geldmitteln bei ihrer lokalen Arbeit zu unterstützen.

Wer entscheidet darüber, welche Projekte gefördert werden?
Drei vom Vorstand des Bundesverbandes unabhängige Tafel-Kommissionen (Projektkommission, Vergabekommission; Rechnungslegungs- und Prüfungskommission) begleiten das Projekt. Diese ehrenamtlichen Vertreter von Tafeln aus allen Bundesländern prüfen nach objektiven Kriterien und in einem rollierenden Verfahren, welche Projekte mit den Spenden der Lidl-Kunden unterstützt werden. Sie prüfen im Anschluss auch die Mittelverwendung, damit der Einsatz der Spendengelder für alle Beteiligten nachvollziehbar und transparent ist.

Welche Summe haben die Lidl-Kunden bisher am Pfandautomat gespendet?
Zwischen März 2008 und Februar 2012 haben die Lidl-Kundinnen und -Kunden in ganz Deutschland rund 4,2 Millionen Euro zugunsten der Tafeln an den Bundesverband Deutsche Tafel e.V. gespendet. Davon wurden bereits 4.232.156,18 Euro für die Projekte der Tafeln bewilligt bzw. ausgezahlt. Diese Summe verteilt sich wie folgt auf die vier Förderbereiche:

Projektbereich / Summe

Kinder- und Jugendprojekte - 807.062,71 Euro
Seniorenprojekte - 147.930,71 Euro
Kühlprojekte - 3.225.662,56 Euro
Nothilfefonds - 51.500 Euro

Gesamt: 4.232.156,18 Euro
"Gute Tat am Pfandautomat" (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
"Gute Tat am Pfandautomat" (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
"Gute Tat am Pfandautomat" (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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