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Fr, 14:05 Uhr
20.04.2012

Thema Radfahren bei Wahlkandidaten

Schwarz, Gelb und parteilos haben Interesse an der Radverkehrsförderung, so die Feststellung des ADFC Kyffhäuserkreis in Auswertung der Stellungnahmen, welche zum Thema Radverkehrsförderung beim ADFC einliefen...

Der ADFC-Kreisverband im Kyffhäuserkreis hatte mit einem öffentlichen Aufruf alle Kandidatinnen und Kandidaten zur Bürgermeister- und Landratswahl gebeten, sich zu dem Thema Radverkehrsförderung zu äußern. In der Wahlkampfzeit geht viel unter, jeder der Kandidaten wirbt auf allen Ebenen um die Gunst der Wählerinnen und Wähler. Trotzdem haben sich einige, wenn aber auch nur wenige unserer vielleicht künftigen Verwaltungsspitzen, zu Wort gemeldet. Ich glaube, das sollte auch belohnt werden und ist eine kurze öffentliche Auswertung wert.

Ich möchte mit dem Posten des Landrats oder der Landrätin beginnen. Als einzige Kandidatin habe ich eine ausführliche Stellungnahme von Frau Antje Ruppe (FDP) erhalten. Sie sieht vor allem große Potentiale im Fahrradtourismus, der bekanntlich ein großer Wirtschaftfaktor in Deutschland und somit auch im Kyffhäuserkreis ist (jährlich rd. 9,8 Mdr. €). Auf die für heutige Verhältnisse unzureichende Versorgung mit Radwegen und begleitender Infrastruktur (Abstellanlagen) ist sie auch eingegangen, ich würde mal behaupten wollen, Problem erkannt, und auch der Wille zur Verbesserung ist erkennbar.

Gleich zwei positive Meldungen erreichten mich aus unserer Kreisstadt Sondershausen. Der amtierende Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU), der eine Wiederwahl anstrebt, nutzte im Rahmen eines Ortstermins mit dem ADFC in Sondershausen die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch, um seine Position zu verdeutlichen. Für Herrn Kreyer spielt das Thema Radverkehrsförderung eine besondere Rolle. In Sondershausen gibt es sehr viel zu tun. Schon seit über einem Jahr hat er seine Verwaltung zu einer Kooperation mit dem ADFC angewiesen, was aus meiner Sicht auch hervorragend funktioniert. Noch befinden wir uns gemeinsam in vielen Bereichen in der Planung, in der Erfassung der Problemstellen und auf der Suche nach Lösungsmöglichkeiten. Das sind lobenswerte Schritte. Positiv zu erwähnen ist hier, dass Herr Bürgermeister Kreyer selbst Mitglied im ADFC ist. Einen weiteren Beitrag gab es von Steffen Kübitz (FDP), der ebenfalls für das Amt des Bürgermeisters kandidiert. Auch aus seinen Äußerungen kann ich erkennen, dass die Radfahrer künftig nicht zu kurz kommen würden. Herr Kübitz hat zahlreiche grundsätzliche Probleme erkannt und wäre im Falle eines Wahlsieges zur Verbesserung der Situation bereit.

Aus Greußen bekam ich einen sehr erfreulichen Anruf von Peter Georgi (kandidiert für keine Partei). Herr Georgi ist selbst ein begeisterter Radfahrer und kennt die schlechte Situation in und um Greußen. Er sieht auf allen Ebenen enormen Handlungsbedarf, sei es Radwegebeschilderung, Radwegebau, Veränderung der Verkehrsführung und vieles mehr. Zu Herrn Georgi sei auch gesagt, dass er ebenfalls Mitglied im ADFC ist und sich schon allein durch seine Mitgliedschaft für die Radverkehrsförderung einsetzt. Im Falle eines Wahlsieges aus meiner Sicht ein zuverlässiger Partner.

Es gibt auch Gemeinden, bei denen sich nur ein Kandidat um das Amt des Bürgermeisters im Rennen befindet. Man möge glauben, diese Kandidaten hätten es nicht nötig, sich zu diesem Thema zu äußern. Und doch erhielt ich einen Anruf von Herrn Jörg Steinmetz (CDU), dem Kandidaten aus der Gemeinde Helbedündorf. Er sieht im gesamten Gemeindegebiet zunächst Bedarf an der Schaffung von Radrouten zwischen den einzelnen Gemeinden und die Anbindung des Helbetals für Freizeit und Erholung. Aus meiner Sicht ebenfalls lobenswerte Ansätze.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich mich gefreut habe, von einigen Kandidaten und einer Kandidatin auf meinen Aufruf hin, positive Signale für die Zukunft erhalten zu haben. Persönlich sei noch angemerkt, dass ich es mir nicht vorstellen kann, dass trotz der zahlreichen Wahlhelfer, die täglich aufmerksam die Medien verfolgen, weder die Sozialdemokraten, die Linken oder auch die große Umweltpartei absolut nichts von meinem Aufruf mitbekommen haben. Den kleineren Wählergemeinschaften sei es vergeben.

Ich wünsche all denen, die sich künftig für eine bessere Förderung des Radverkehrs einsetzen wollen alles Gute für den 22.04.2012 und rufe hiermit alle Bürgerinnen und Bürger, vor allem die jüngere Generation auf, gehen Sie wählen, bestimmen Sie mit.

Steffen Gröbel
Vorsitzender ADFC-Kreisverband Kyffhäuserkreis


Kontaktinformationen unter www.adfc-kyffhaeuser.de oder
E-Mail: adfc-kyf@adfc-thueringen.de
Autor: khh

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