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Mi, 11:01 Uhr
25.04.2012

Angst vor der CDU

Plötzlich ist sie wieder da - die Einigkeit zwischen der LINKE und der SPD in Thüringen. Jetzt rufen die beiden Landesverbände auf, sich gegenseitig bei den Stichwahlen zu unterstützen...


Dass die Matschie-SPD um jeden Posten giert und selbst der Partei die Hand reicht, die sie noch drei Jahre wieder Teufel das Weihwasser gescheut hat, als es um das Regieren in Thüringen ging, verwundert mich nicht. Den Sozis im Freistaat ist so ziemlich alles zuzutrauen, wenn es um Posten und Macht geht.

Die LINKE in diesem Freistaat ist jedoch keinen Deut besser, sie gibt sich genauso bürgerlich wie die SPD. Sie biedert sich an. Auch bei der LINKE geht es um Posten und Macht und einen gut bezahlten Job. Es geht nicht um Politik und schon gar nicht um den Wähler. Und da klingen die Wort des LINKE-Kreisvorsitzenden Alexander Scharff, dass es keine Wahlempfehlung für die OB-Stichwahl in Nordhausen geben wird, wie Schall und Rauch. Im Kyffhäuserkreis war man da schon weiter.

Leser der nnz und kn sollten sich selbst ein Bild von politischer Verlogenheit machen, deshalb veröffentlichen wir die gemeinsame Erklärung der beiden Landesvorstände von LINKE und SPD:

In den Kommunen erfahren die Bürgerinnen und Bürger direkter und konkreter die Auswirkungen von Politik als auf allen anderen Ebenen. Hier sind die Lebensorte, in denen sich durch freie, demokratische und gerechte Verhältnisse eine solidarische Gesellschaft entfalten kann und muss.

Qualifizierte Bildung und Ausbildung, gute Arbeit, gerechte Löhne, familienfreundliche Infrastruktur, Wohlstand für alle, gesellschaftliche Teilhabe, die Energiewende und der Kampf gegen den Rechtsextremismus - all das sind Aufgaben, die in den Städten, Gemeinden und Landkreisen realisiert werden müssen. Mit der erfolgreichen Lösung dieser Aufgaben kann auch der demografischen Herausforderung insgesamt erfolgreich begegnet und zugleich erreicht werden, dass junge Menschen in Thüringen bleiben.

Unsere kommunalen Kandidaten stehen für
  • eine Reform des Kommunalen Finanzausgleichs, der die Landkreise, Städte und Gemeinden handlungsfähig macht und am tatsächlichen Bedarf orientiert ist.
  • ein modernes kommunales Wirtschaftsrecht, das einer wirtschaftlichen Betätigung der Kommunen keine Steine in den Weg legt.
  • den Ausbau des Kindergartenangebotes statt Betreuungsgeld sowie den Ausbau des längeren gemeinsamen Lernens und der Thüringer Gemeinschaftsschulen.
  • die Sicherung unserer sozialen, kulturellen und sportlichen Einrichtungen.
  • eine aktive Qualifizierungs- und Beschäftigungspolitik in den Kommunen.
  • die Einführung eines flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohnes.
  • eine stärkere energiewirtschaftliche Tätigkeit der Kommunen durch Änderungen im Planungs- und Kommunalrecht und die Stärkung der kommunalen Strukturen, z. B. von Energiegenossenschaften, durch bürgernahe, umweltfreundliche und günstige Energieversorgung.
  • kommunale Tourismus-Netzwerke und die Förderung qualitativ hochwertiger touristischer Angebote.
  • die Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung, die es den Kommunen ermöglicht selbst zu entscheiden, wie sie ihre Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge realisieren.
  • den aktiven Einsatz gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus.
Bei den Stichwahlen am 6. Mai wird in vielen Thüringer Kommunen auch darüber entschieden, ob den oben skizzierten Schwerpunkten auf kommunaler Ebene Nachdruck verliehen wird. Wir wissen, dass eine Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene neben inhaltlichen Gemeinsamkeiten, auch von der politischen Kultur vor Ort, von den handelnden Personen und nicht zuletzt von den Kandidatinnen und Kandidaten abhängt. Dort wo sich regionale Gliederungen unserer Parteien zu einer Zusammenarbeit für die in der Stichwahl stehende Kandidatin oder den Kandidaten entscheiden, unterstützen wir diese Zusammenarbeit.

Wir fordern die Gebietsverbände unserer Parteien auf, entsprechende Gespräche aufzunehmen.


Bleibt die Frage, warum sich die Matschie-SPD nach den jüngsten Landtagswahlen mit der CDU und nicht mit der LINKE verbündet hat?
Autor: nnz

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Kommentare
Nörgler
25.04.2012, 11:40 Uhr
Herr Scharff...
... und Frau Schencke: Da ist doch jetzt Parteidisziplin gefragt, oder bleiben sie bei der Meinung vom Montag?
Roland82
25.04.2012, 11:50 Uhr
spannende Frage
Ja, jetzt wird sich zeigen, wie glaubwürdig die Linke in Nordhausen ist. Vor gut einem Jahr hielten sie Jendricke für nicht geeignet zum Bürgermeisster. Da können sie ihn doch jetzt nicht als Oberbürgermeister empfehlen!!!!!!! Bin sehr gespannt, wie glaubwürdig die Damen und Herren der Linken sind!!
H.Buntfuß
25.04.2012, 12:46 Uhr
Moralischer Sumpf
dieses beispiel zeigt uns wieder einmal sehr deutlich das unsere parteien tief im moralischen sumpf stecken. ich kenne so einige politiker, von daher weiß ich, dass man in erster linie an die eigene person denkt.

manche brauchen den job um sich ein alterswohnsitz in griechenland aufzubauen, oder nutzen ihre position dazu ihre kinder verwandte oder bekannte in gute stellungen zu bringen.

wieder andere nutzen die gelegenheit um sich zum geschäftsführer, oder mehr, von einem eigennützigen verein der vom staat finanziert wird machen zu lassen.

ja so sind sie die politiker, das eigene hemd ist ihnen näher als die allgemeinheit. so sagt doch ein sprichwort. wenn es um die eigene person geht, dann steigt man mit jedem ins bett. (symbolisch gesehen)
Suse
25.04.2012, 12:46 Uhr
Der Wille des Wählers muss akzeptiert werden@Roland82
Wenn ich als Wähler "Rot" wähle, dann will ich auch rot, egal ob Linke oder SPD. Ich hoffe,dass dem Willen des Wählers jetzt mehr Wert beigemessen wird und ewige Parteienstreit endlich aufhört.

Aus Fehlern muss man doch lernen. Wenn es jetzt schon wieder los geht, das die roten mit den roten nicht können, dann muss man wohl gleich bei der Stichwahl schwarz wählen. Ich appelliere an die Spitzen von SPD und Linken: Tut endlich das, was der Wähler will! Das Wahlergebnis sagt eindeutig, SPD und Linke! Also folgt dem Willen des Wählers und rauft Euch zusammen!!!
H.Buntfuß
25.04.2012, 12:57 Uhr
@ Suse
ich bin Ihrer meinung, die politiker sollen den wählerwillen umsetzen. Bishehr ist es nun aber mal so, das die beiden schwarzen kandidaten prozentmäßig vor den roten liegen, alles was recht ist.

Bisher lautet der wählerwille also schwarz.
Retupmoc
25.04.2012, 13:07 Uhr
Lachnummer
Sorry - ich kenne ja nicht den Verfasser des Artikels. Aber ich stehe bei Lustigem eher auf die Anstalt oder die Wochenshow.

Die CDU steht da drin steht mit ihren Kandidaten für einen gesetzlichen Mindestlohn. Das ist der Brüller ! Die CDU steht ( allerdings in Thüringen zusammen mit der SPD ) für Billiglohn, Förderung von Leiharbeit usw. Das ist ein Hohn gegen jeden einzelnen Niedriglohnampfänger in diesem Land, der nicht genug zum Leben hat und trotz 40Stunden/Woche noch mit H4 aufstockt. Das soll christlich sein? Mist ist es. Dafür steht die CDU.
Retupmoc
25.04.2012, 14:14 Uhr
Bisher
Sie sagen es @ Harald : Bisher ! Suse meinte natürlich eine Koalition, die es nicht gibt. Ich hoffe allerdings darauf, das die Nordhäuser mitdenken. Naja die Nordhäuser haben es ja schon. Leider scheint man in einigen Dörfern noch hinter dem Mond zu leben. Da sind 2000 Euro für ne Dorffeuerwehr aus Lottomittel natürlich ein schlagkräftiges Argument. Das war wie 1989 mit den Bananen. Bananen mussten es um jeden Preis sein, auch wenn 50 % erstmal arbeitslos wurden. Aber Bananen gab es zu kaufen.
Akademiker
25.04.2012, 20:38 Uhr
Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?
Nach dem Wahlkampf der lezten Wochen ist doch im Prinzip keine Aussage mehr glaubwürdig.
Im Landkreis geht es nur noch darum das „kleinere Übel“ zu wählen - der SPD-Wähler, der am 6. Mai nochmal los muss, hat also eigentlich keine Alternative. Wirkliche Perspektiven können jedoch, nebenbei bemerkt, beide Kandidaten nicht bieten.
Und was die OB-Wahlen betrifft, sollte der Ausgang inzwischen mal klar sein, wobei Herr Jendricke sicher nicht auf die Unterstützung einer Partei setzt, die 2010 auf Gedeih und Verderb versucht hat, ihn aus dem Amt zu hebeln…
Bleibt die Gretchefrage – warum bloß will niemand wirklich mit den LINKEn zusammenarbeiten? Die Antwort liegt manchmal näher als man denkt.
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