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Mi, 00:12 Uhr
23.05.2012

Fahrt ins Unstruttal

Unstrut-Schrecke-Express Nr. 2 fuhr ins Unstruttal. Was es mit dieser Fahrt auf sich hatte, erfahren Sie aus dieser Meldung der IG Unstrutbahn e.V...


Am Himmelfahrtstag fuhr der zweite Unstrut-Schrecke-Express von Erfurt aus, über Sömmerda und Artern nach Roßleben. Dabei wurde erneut der nördliche thüringische Teil der Unstrutbahn auf etwa 15 Kilometern befahren. In Kooperation mit der Erfurter Bahn befuhr ein fast nagelneuer Triebwagen vom Typ "Regioshuttle" den erst seit kurzem wieder befahrbaren Abschnitt der Unstrutbahn.

Zahlreiche Fotografen und winkende Zuschauer begrüßten den Zug. Der Zuspruch zeigt, dass das Konzept der IG Unstrutbahn, ein touristisches Gesamtpaket mit Zugfahrt, Imbiss und örtlichen Attraktionen anzubieten, bei den Fahrgästen ankam. Einige waren auch von der Fahrt am 1. Mai so angetan, dass sie erneut mitfuhren.
Nach dem Ausstieg in Roßleben wurden die Reisenden mit Kleinbussen zum Kloster Memleben gebracht. Anschließend stand im Speisesaal eine Klostersuppe bereit, bevor es, für die meisten stilecht in Mönchskutte, zur Führung durch die schönen Anlagen des Klosters ging.

Fahrt ins Unstruttal (Foto: IG Unstrutbahn e. V. ) Fahrt ins Unstruttal (Foto: IG Unstrutbahn e. V. )

Frau Hühndorf erläuterte ausführlich die gartenbaulichen, historischen und architektonischen Besonderheiten eines Ortes, der zur Zeit der Ottonen im 10. Jahrhundert zu den wichtigsten Pfalzen des Deutschen Reiches gehörte. Danach konnten die umfassenden und modern gestalteten Ausstellungen sowie baulichen Relikte individuell besichtigt werden. Nach Kaffee und Kuchen entschieden sich die meisten Gäste, an einer Wanderung zum Wendelstein teilzunehmen, der sich in etwa vier Kilometer Entfernung befindet. Die im 14. Jahrhundert erstmals erwähnte Befestigungsanlage, wurde im 17. Jahrhundert teilweise zum Schloss umgebaut. Heute bietet die frei zugängliche Burgruine einen wunderbaren Blick auf die Unstrutschleuse und den Ort Memleben. Mit dem Kleinbus ging es zurück zum Bahnhof Roßleben, wo der Zug für die Rückfahrt bereitstand. Auf den bequemen Sitzen des VT 305 der Erfurter Bahn ging es, entlang von Hoher Schrecke und Unstrut, pünktlich zurück nach Sömmerda bzw. Erfurt.

Fahrt ins Unstruttal (Foto: IG Unstrutbahn e. V. ) Fahrt ins Unstruttal (Foto: IG Unstrutbahn e. V. )

Der Zuspruch zu den ersten beiden Fahrten des Unstrut-Schrecke-Express' zeigt, dass es touristisches Interesse daran gibt, die thüringisch-sachsen-anhaltinische Unstrut-Region mit der Bahn zu erschließen. Damit lassen sich, unter Einbeziehung regionaler Akteure, zahlreiche attraktive Angebote gestalten. Viele Fahrgäste bekundeten, dass ihnen Fahrt und Gesamtprojekt gefallen haben und dass sie dies gern weitergeben wollen. Dies bestärkt die IG Unstrutbahn darin, auch im nächsten Jahr Sonderzugleistungen zu bestellen und in Kombination mit Angeboten vor Ort anzubieten. Vereinzelte Schwächen und Verbesserungsmöglichkeiten bei der Organisation und Durchführung lassen sich bei einem solch komplexen Projekt, angesichts der geleisteten nebenberuflichen und ehrenamtlichen Arbeit in einem kleinen Verein am Anfang nicht ganz vermeiden.

Die dritte und letzte Fahrt in diesem Jahr findet übrigens am Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober, statt. Ziele sind dann das Kloster Donndorf und die herbstlichen Buchenwälder der Hohen Schrecke.

Allen ehrenamtlichen Helfern der IG Unstrutbahn und den Kooperationspartnern vielen Dank für das Gelingen der Fahrt.
Christian Kirchner
Autor: khh

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