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Fr, 10:45 Uhr
25.05.2012

Neues aus Berlin (76)

Im Rahmen unserer Reihe Berichte der Bundestagmitglieder unserer Region äußert sich das Mitglied des Bundestags, Kersten Steinke (Die Linke) zum Thema: Ausbildung und fordert, Missbrauch von Praktikanten stoppen...

Sechs Jahre ist es inzwischen her, dass sich über 110.000 Bürgerinnen und Bürger an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages gewandt haben. Angeprangert wurde die rechtlose Stellung der Praktikantinnen und Praktikanten in unserer Gesellschaft. In den Medien machte das Schlagwort „Generation Praktikum“ die Runde. Der Petitionsausschuss hatte fraktionsübergreifend sein höchstes Votum ausgesprochen und die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert.

Doch weder die damalige schwarz-rote Regierung noch die aktuelle Koalition aus CDU/CSU und FDP ist diesem Handlungsauftrag nachgekommen. Letztere hat lediglich einen ‚Leitfaden‘ zum Umgang mit Praktikanten herausgebracht.

Nach wie vor macht jeder fünfte junge Erwachsene nach seiner Ausbildung durchschnittlich zwei Praktika, die mehrheitlich zusammen länger als ein halbes Jahr dauern und nicht vergütet werden. Oft werden die Praktikantinnen und Praktikanten fest in den Betriebsablauf eingeplant und ersetzen reguläre Arbeitsverhältnisse.

„Es ist ein Skandal, dass sich an der Situation der Praktikantinnen und Praktikanten noch nichts verändert hat“, sagt Kersten Steinke, linke Abgeordnete aus Bad Frankenhausen.

DIE LINKE hat heute erneut im Bundestag beantragt, die Praktika aus der rechtlichen Grauzone zu bringen. Vor allem sollen sie zeitlich begrenzt, arbeitsrechtlich anerkannt und angemessen vergütet werden. Insbesondere soll ein Missbrauch verhindert werden, um reguläre Arbeitsverhältnisse nicht zu verdrängen.

Wahlkreisbüro Kersten Steinke
Autor: khh

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