Mo, 12:02 Uhr
04.06.2012
kn-Kommentar: Kungelei?
Die Problematik Ausschreibung der Stelle 1. Beigeordnete/r der Stadt Sondershausen war ja auch nochmals Thema in der letzten Stadtratssitzung. Hier einige Gedanken dazu...
Stadtrat Gerhard Axt (Nubi) sagte in der Stadtratssitzung etwas von fragwürdiger Ausschreibung und Kungelei in der Stadtverwaltung. Auch ein Leserbrief bei kn sprach von versteckter Ausschreibung.
Versteckte Ausschreibung, Kungelei? So etwas setzt Absicht voraus. Gibt es eigentlich da etwas zu verstecken? Man muss das Ganze einfach auch aus einer anderen Perspektive sehen. 1.Beigeordnete/r wird man nicht durch Zufall und es fliegen nicht gebratene Tauben durch die Luft die da heißen, willste nicht mal 1.Beigeordnete/r werden?
Jeder Bürger der sich ernsthaft Gedanken macht, ich möchte mal 1.Beigeordnete/r werden der sollte doch so viel drauf haben, dass er weiß, es waren Bürgermeisterwahlen also wird es bei entsprechender Stadtgröße auch wieder nötig sein, eine/n 1.Beigeordnete/n zu wählen. Und das dies durch Ausschreibung erfolgt, liegt ja wohl auf der Hand, so viel sollte man bei einem ambitionierten Bewerber voraussetzen.
Das man bei einer Ausschreibung bestimmte Bedingungen erfüllen muss, wird ja wohl auch keinen Bürger überraschen. Wenn also jemand Ambitionen auf so einen Posten als 1.Beigeordnete/r hat, dann macht man sich schon mal lange vorher "schlau", welche Bedingungen man für so einen Posten mitbringen muss. Und das regelmäßig nach einer Bürgermeisterwahl auch ein 1.Beigeordnete/r gesucht wird, ist dann ja wirklich keine Überraschung. Nun, das heißt auch, wenn nichts außergewöhnliches passiert, wird es z.B. auch im Jahre 2018 in Sondershausen wieder zu einer Wahl einer/s 1.Beigeordneten kommen, für den es natürlich auch eine Ausschreibung geben wird.
Also kann man sich jetzt schon langfristig darauf vorbereiten, dass man sich entsprechend qualifiziert hat oder schnell noch ein Studium startet, um je nach Stadt die Mindestanforderungen einhalten zu können. Denn je nach Wahlperiode unterscheiden sich für eine spezielle Stadt die Anforderungen nicht so gravierend. Wer aber untätig bis zur Ausschreibung wartet und dann feststellt, upps ich erfülle ja nicht mal die Mindestanforderungen, der sollte die Schuld nur bei sich suchen und nur bei sich, nicht bei der bösen Stadtverwaltung, dem bösen Bürgermeister oder den bösen Stadträten!
Wenn also der Wahltermin für die Bürgermeisterwahl bekannt gegeben wird, kann sich jeder an seinen fünf Fingern abzählen, dass dann nach der Wahl wieder die Prozedur der Ausschreibung einer/s 1.Beigeordneten auf dem Programm steht. Das sollte, nein das muss einem Bewerber für so einen Posten eigentlich klar sein, sonst sollte er nicht mal einen Gedanken an eine Bewerbung stellen, geschweige sich überhaupt bewerben.
Auch wer nicht den Mut aufbringt beim amtierenden Bürgermeister oder dem Zentralamt nachzufragen, wie sehen denn die Ausschreibungsbedingungen für die Stadt aus, ist der überhaupt für so einen Posten geeignet? Diese Frage kann sich jeder Leser wohl selbst beantworten.
Der 1.Beigeordnete/r sollte und muss ein gewisses Maß an Selbstständigkeit mitbringen. Und für die Stadt Sondershausen speziell hat kn von Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) erfahren, bei ihm hat sich nie jemand nach den Bedingungen für die Ausschreibung erkundigt und die Einsicht wäre ihm auch nicht verwehrt worden. Im Gegenteil beim Leiter des Zentralamtes, Stefan Schard, lief eine Anfrage auf und auf Wunsch erhielt der Anforderer eine Kopie der Ausschreibungsunterlagen. So viel zum Thema Geheimniskrämerei.
Und wie ist das mit dem Thüringer Staatsanzeiger? Die Veröffentlichung darin ist eine gesetzlich Mindestforderung und die wurde eingehalten. Der Termin der Bürgermeisterwahlen war ja kein Geheimnis. Selbst im äußerten Zipfel von Deutschland, und sei es im entfernten Emsland, hat man mit Sicherheit schon in einigen Nachrichten gehört, in Thüringen stehen Kommunalwahlen an. Für jeden der Ambitionen hegt, also ein Signal, in Thüringen werden wieder 1.Beigeordnete gebraucht. Also muss man handeln, denn nur regen bringt Segen, wie der Volksmund so schön sagt.
Wenn sich aber nicht genug Bewerber gemeldet haben, dann sollte man sich bei uns eher fragen, wie ist unser Image, wenn nicht mal ein gut dotierter Posten (rund 5.000 Euro pro Monat) mehr mal locken kann!
Wenn ich für mich das ganze Geschehen zusammen fasse, wer hier von Kungelei spricht, der will wohl eher ein Haar in der Suppe finden, das nicht mal vorhanden ist, weder im moralischem Sinne noch im rechtlichen Sinne. Wer da anderer Meinung ist, dem steht unser Forum offen.
Karl-Heinz Herrmann
Autor: khhStadtrat Gerhard Axt (Nubi) sagte in der Stadtratssitzung etwas von fragwürdiger Ausschreibung und Kungelei in der Stadtverwaltung. Auch ein Leserbrief bei kn sprach von versteckter Ausschreibung.
Versteckte Ausschreibung, Kungelei? So etwas setzt Absicht voraus. Gibt es eigentlich da etwas zu verstecken? Man muss das Ganze einfach auch aus einer anderen Perspektive sehen. 1.Beigeordnete/r wird man nicht durch Zufall und es fliegen nicht gebratene Tauben durch die Luft die da heißen, willste nicht mal 1.Beigeordnete/r werden?
Jeder Bürger der sich ernsthaft Gedanken macht, ich möchte mal 1.Beigeordnete/r werden der sollte doch so viel drauf haben, dass er weiß, es waren Bürgermeisterwahlen also wird es bei entsprechender Stadtgröße auch wieder nötig sein, eine/n 1.Beigeordnete/n zu wählen. Und das dies durch Ausschreibung erfolgt, liegt ja wohl auf der Hand, so viel sollte man bei einem ambitionierten Bewerber voraussetzen.
Das man bei einer Ausschreibung bestimmte Bedingungen erfüllen muss, wird ja wohl auch keinen Bürger überraschen. Wenn also jemand Ambitionen auf so einen Posten als 1.Beigeordnete/r hat, dann macht man sich schon mal lange vorher "schlau", welche Bedingungen man für so einen Posten mitbringen muss. Und das regelmäßig nach einer Bürgermeisterwahl auch ein 1.Beigeordnete/r gesucht wird, ist dann ja wirklich keine Überraschung. Nun, das heißt auch, wenn nichts außergewöhnliches passiert, wird es z.B. auch im Jahre 2018 in Sondershausen wieder zu einer Wahl einer/s 1.Beigeordneten kommen, für den es natürlich auch eine Ausschreibung geben wird.
Also kann man sich jetzt schon langfristig darauf vorbereiten, dass man sich entsprechend qualifiziert hat oder schnell noch ein Studium startet, um je nach Stadt die Mindestanforderungen einhalten zu können. Denn je nach Wahlperiode unterscheiden sich für eine spezielle Stadt die Anforderungen nicht so gravierend. Wer aber untätig bis zur Ausschreibung wartet und dann feststellt, upps ich erfülle ja nicht mal die Mindestanforderungen, der sollte die Schuld nur bei sich suchen und nur bei sich, nicht bei der bösen Stadtverwaltung, dem bösen Bürgermeister oder den bösen Stadträten!
Wenn also der Wahltermin für die Bürgermeisterwahl bekannt gegeben wird, kann sich jeder an seinen fünf Fingern abzählen, dass dann nach der Wahl wieder die Prozedur der Ausschreibung einer/s 1.Beigeordneten auf dem Programm steht. Das sollte, nein das muss einem Bewerber für so einen Posten eigentlich klar sein, sonst sollte er nicht mal einen Gedanken an eine Bewerbung stellen, geschweige sich überhaupt bewerben.
Auch wer nicht den Mut aufbringt beim amtierenden Bürgermeister oder dem Zentralamt nachzufragen, wie sehen denn die Ausschreibungsbedingungen für die Stadt aus, ist der überhaupt für so einen Posten geeignet? Diese Frage kann sich jeder Leser wohl selbst beantworten.
Der 1.Beigeordnete/r sollte und muss ein gewisses Maß an Selbstständigkeit mitbringen. Und für die Stadt Sondershausen speziell hat kn von Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) erfahren, bei ihm hat sich nie jemand nach den Bedingungen für die Ausschreibung erkundigt und die Einsicht wäre ihm auch nicht verwehrt worden. Im Gegenteil beim Leiter des Zentralamtes, Stefan Schard, lief eine Anfrage auf und auf Wunsch erhielt der Anforderer eine Kopie der Ausschreibungsunterlagen. So viel zum Thema Geheimniskrämerei.
Und wie ist das mit dem Thüringer Staatsanzeiger? Die Veröffentlichung darin ist eine gesetzlich Mindestforderung und die wurde eingehalten. Der Termin der Bürgermeisterwahlen war ja kein Geheimnis. Selbst im äußerten Zipfel von Deutschland, und sei es im entfernten Emsland, hat man mit Sicherheit schon in einigen Nachrichten gehört, in Thüringen stehen Kommunalwahlen an. Für jeden der Ambitionen hegt, also ein Signal, in Thüringen werden wieder 1.Beigeordnete gebraucht. Also muss man handeln, denn nur regen bringt Segen, wie der Volksmund so schön sagt.
Wenn sich aber nicht genug Bewerber gemeldet haben, dann sollte man sich bei uns eher fragen, wie ist unser Image, wenn nicht mal ein gut dotierter Posten (rund 5.000 Euro pro Monat) mehr mal locken kann!
Wenn ich für mich das ganze Geschehen zusammen fasse, wer hier von Kungelei spricht, der will wohl eher ein Haar in der Suppe finden, das nicht mal vorhanden ist, weder im moralischem Sinne noch im rechtlichen Sinne. Wer da anderer Meinung ist, dem steht unser Forum offen.
Karl-Heinz Herrmann