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Di, 09:53 Uhr
19.06.2012

Geschäfte mit der Einsamkeit

Die Verbraucherzentrale Thüringen warnt ausdrücklich vor scheinbar privaten Anzeigen Partnersuchender in Zeitungen oder im Internet. Einzelheiten wie immer mit einem partnerschaftlichen Klick...


„Die meisten Inserate dienen in erster Linie als Lockvogel für professionelle Partnervermittlungen. In der Regel verbergen sich dahinter sogenannte Single- und Freizeitclubs, für deren Mitgliedschaft hohe Beträge kassiert werden“, warnt Silvia Georgi von der Verbraucherzentrale Thüringen.

Wer heute Hilfe bei der Suche nach einem Partner oder auch nur für gemeinsame Freizeitaktivitäten sucht, hat viele Möglichkeiten. Es gibt Partnerbörsen im Internet, die altbekannten Inserate in Tageszeitungen sowie klassische Partnervermittlungsinstitute. Die Erfahrungen der Verbraucherzentrale Thüringen belegen: Das Geschäft mit den einsamen Herzen boomt!

Angesichts der Vielfalt der Angebote ist es für Partner suchende Verbraucher oftmals schwer, seriöse von unseriösen Anzeigen zu unterscheiden und sich vor versteckten Kostenfallen oder benachteiligenden Vertragsklauseln zu schützen. Wer allerdings die Inserate hinterfragt, kann sich vor unliebsamen Überraschungen schützen.

Selbst individualisierte Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften führen nicht immer zum gesuchten Partner oder zur großen Liebe, das mussten in der Vergangenheit leider auch viele Thüringerinnen und Thüringer erfahren, die bei der Verbraucherzentrale um Rat suchten. Wer mangels Gelegenheit oder bewusst diesen Weg der Partnersuche wählte, erkannte in der Regel nicht sofort, dass viele Annoncen lediglich als Lockvogel dienten und die darin beschriebenen Männer oder Frauen, oft mit Foto präsentiert, nur Phantome waren.

Wer sich nach reiflicher Überlegung überwand, die in der Annonce angegebene Telefonnummer zu wählen und im Gespräch auch nicht nachhakte, tappte in der Regel in die Falle: Es meldete sich nicht die abgebildete Person, sondern eine freundliche Dame, die kurzerhand einen Hausbesuch vereinbarte - für Verbraucherschützer ein eindeutiges Indiz dafür, dass ein Partnerinstitut oder ein Freizeitclub hier seine Finger im Spiel hat.

Bei den Betroffenen zu Hause wird darauf gedrängt, einen Vertrag zu unterschreiben, denn nur so könne man die Person aus der Annonce kennenlernen. „In den wenigsten Fällen können die Betroffenen den Inhalt der von ihnen unterschriebenen Papiere erfassen. Redegewandte Vertreter nutzen die Situation der Betroffenen bewußt aus, sie heucheln Mitgefühl und Verständnis.

Erst später, wenn sie sich den umfangreichen Text genau durchlesen oder gar erst im Beratungsgespräch bei der Verbraucherzentrale wird ihnen klar, worauf sie sich eingelassen haben – auf eine Mitgliedschaft in einem Single- oder Freizeitclub“, erläutert Silvia Georgi die Situation.

Allein kommen Betroffene kaum aus solchen Verträgen. Viele scheuen sich auch, Verwandte oder Bekannte um Hilfe zu bitten. Wer glaubt, in ehrlichem Vertrauen unseriösen Partnervermittlern auf den Leim gegangen zu sein, kann sich an jede Verbraucherberatungsstelle wenden.
Autor: nnz

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