So, 15:30 Uhr
24.06.2012
Entlasten und sparen
Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig hat sich dafür ausgesprochen, Einkommensschwächere und Hartz-IV-Empfänger bei den Energiekosten zu entlasten. Es ist klar, dass die Energiewende nicht zum Nulltarif zu haben ist, sagte Machnig, der auch Vorsitzender des Beirats der Bundesnetzagentur ist...
Dennoch können wir dafür sorgen, dass Mehrkosten gerechter auf alle Schultern verteilt werden. So müsse über günstige Sondertarife und Strompreisrabatte für einkommensschwache Haushalte nachgedacht werden. Denkbar sei auch ein Gutscheinmodell, wie es der Bund der Energieverbraucher vorgeschlagen habe. Nach dessen Angaben werde jährlich 600.000 bis 800.000 Menschen in Deutschland der Strom abgeschaltet, weil sie ihre Stromrechnung nicht bezahlen könnten.
Die Umstellung der Energieversorgung von fossilen auf nachhaltige Systeme sei nicht ohne zusätzliche Kosten zu bewältigen, sagte Machnig. Er warnte jedoch davor, die Energiewende deshalb zu verzögern. Aufgrund der Verknappung der fossilen Energiequellen sei in den kommenden Jahren ohnehin mit einem Kostenanstieg zu rechnen.
Die Vorstellung etwa der FDP, der Markt würde schon alles richten, geht vollständig an den Realitäten vorbei. Die Kosten würden noch stärker steigen und notwendige Erzeugungskapazitäten gar nicht erst an den Markt kommen. Damit würde am Ende nur eines passieren: Die Versorgungssicherheit wird gefährdet. Deshalb müsse aktiv gehandelt werden. Energiepolitik muss steuern, alles andere ist blauäugig und fahrlässig.
Zur Dämpfung der Energiekosten ist es aus Sicht des Thüringer Wirtschaftsministers vor allem notwendig, den Energieverbrauch deutlich zu senken. Das Thema Energieeffizienz ist der schlafende Riese der Energiepolitik – den müssen wir endlich wecken, so Machnig. So hat sich Deutschland das Ziel gesteckt, bis zum Jahr 2020 rund 20 Prozent Energie einzusparen. Wenn wir das tatsächlich erreichen, könnten Energiekosten im zweistelligen Milliardenbereich eingespart werden.
Ohne klare Standards und rechtliche Rahmenbedingungen werde Deutschland dieses Ziel jedoch verfehlen. Zudem sei es notwendig, durch geeignete Anreizsysteme mehr Investitionen in Energieeffizienz auszulösen. Wir brauchen ein vernünftig ausgestattetes Gebäudesanierungsprogramm, und wir brauchen Anreize, die den Kauf von energiesparenden Geräten begünstigen.
Autor: nnzDennoch können wir dafür sorgen, dass Mehrkosten gerechter auf alle Schultern verteilt werden. So müsse über günstige Sondertarife und Strompreisrabatte für einkommensschwache Haushalte nachgedacht werden. Denkbar sei auch ein Gutscheinmodell, wie es der Bund der Energieverbraucher vorgeschlagen habe. Nach dessen Angaben werde jährlich 600.000 bis 800.000 Menschen in Deutschland der Strom abgeschaltet, weil sie ihre Stromrechnung nicht bezahlen könnten.
Die Umstellung der Energieversorgung von fossilen auf nachhaltige Systeme sei nicht ohne zusätzliche Kosten zu bewältigen, sagte Machnig. Er warnte jedoch davor, die Energiewende deshalb zu verzögern. Aufgrund der Verknappung der fossilen Energiequellen sei in den kommenden Jahren ohnehin mit einem Kostenanstieg zu rechnen.
Die Vorstellung etwa der FDP, der Markt würde schon alles richten, geht vollständig an den Realitäten vorbei. Die Kosten würden noch stärker steigen und notwendige Erzeugungskapazitäten gar nicht erst an den Markt kommen. Damit würde am Ende nur eines passieren: Die Versorgungssicherheit wird gefährdet. Deshalb müsse aktiv gehandelt werden. Energiepolitik muss steuern, alles andere ist blauäugig und fahrlässig.
Zur Dämpfung der Energiekosten ist es aus Sicht des Thüringer Wirtschaftsministers vor allem notwendig, den Energieverbrauch deutlich zu senken. Das Thema Energieeffizienz ist der schlafende Riese der Energiepolitik – den müssen wir endlich wecken, so Machnig. So hat sich Deutschland das Ziel gesteckt, bis zum Jahr 2020 rund 20 Prozent Energie einzusparen. Wenn wir das tatsächlich erreichen, könnten Energiekosten im zweistelligen Milliardenbereich eingespart werden.
Ohne klare Standards und rechtliche Rahmenbedingungen werde Deutschland dieses Ziel jedoch verfehlen. Zudem sei es notwendig, durch geeignete Anreizsysteme mehr Investitionen in Energieeffizienz auszulösen. Wir brauchen ein vernünftig ausgestattetes Gebäudesanierungsprogramm, und wir brauchen Anreize, die den Kauf von energiesparenden Geräten begünstigen.
