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Mi, 09:51 Uhr
27.06.2012

Zuversicht im Osten

Im Osten Deutschlands steigt langsam die Zuversicht. In den neuen Bundesländern herrscht auch mehr Optimismus für die Zukunft Deutschlands. Das gleiche gilt für den Arbeitsmarkt. So komprimiert sieht es die neue Allianz-Zuversichtlichkeitsstudie, die vor Ihnen vorstellen...

Grafik zur Studie (Foto: Allianz) Grafik zur Studie (Foto: Allianz)
Im Sommer 2012 schlägt das Stimmungsbarometer der Menschen in den Neuen Bundesländern ein wenig positiver aus als vor einem Jahr: Fast jeder dritte Befragte (31 Prozent) bewertet die Entwicklung Deutschlands in den kommenden zwölf Monaten „mit Zuversicht” oder „mit großer Zuversicht”. Verglichen mit dem zweiten Quartal 2011 bedeutet das eine Steigerung um fünf Prozentpunkte. Im bundesweiten Vergleich der Regionen ist Ostdeutschland allerdings das Schlusslicht hinter Hessen und Niedersachsen (jeweils 37 Prozent).

Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der monatlich durchgeführten repräsentativen Befragungen zur Allianz Zuversichtsstudie, einem Gemeinschaftsprojekt der Allianz Deutschland AG und der Universität Hohenheim.
Grafiken zur Studie (Foto: Allianz)
Grafiken zur Studie (Foto: Allianz)
Grafiken zur Studie (Foto: Allianz)
Für die einzelnen Gesellschaftsbereiche ergibt sich in den Neuen Bundesländern ein uneinheitliches Bild: In drei von sechs Kategorien ist der Zuversichtswert gestiegen. Dabei ist der Zuwachs für die gesetzliche Pflege- und Krankenversicherung (16 Prozent) mit einem Plus von sieben Prozentpunkten am größten. Jeweils um fünf Prozentpunkte gegenüber dem zweiten Quartal 2011 zugelegt hat auch die Zuversicht für die Sicherheit der Arbeitsplätze (30 Prozent) und für die Qualität der Schulen und Universitäten (21 Prozent).

Skeptischer sehen die Ostdeutschen die Entwicklung des Umwelt- und Klimaschutzes und der allgemeinen Wirtschaftlage. Hier ist die Zuversicht um sieben Prozentpunkte auf 28 Prozent bzw. um fünf Prozentpunkte auf 37 Prozent zurückgegangen. Dennoch ist die Zuversicht für die Entwicklung der bundesdeutschen Wirtschaft in Ostdeutschland nach wie vor am stärksten ausgeprägt. „Inflationsrate und Arbeitslosenquote sinken, Rente und Löhne steigen: In Ostdeutschland gibt es gute Gründe, zuversichtlich in die kommenden zwölf Monate zu schauen. Dieses Stimmungsbild spiegelt auch der leicht höhere Zuversichtswert für Deutschland wider“, sagt Prof. Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim, der die Zuversichtsstudie wissenschaftlich begleitet.

„Der Skandal um die Kostenexplosion des neuen Berliner Hauptstadtflughafens und der stete Mangel an Fach- und Pflegekräften sowie Fachärzten, Lehrern und Auszubildenden sorgen jedoch dafür, dass die Menschen in den Neuen Bundesländern ihre Zukunftsperspektiven verhalten einschätzen. Das hält die Zuversicht zwischen Ostsee und Erzgebirge daher auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.“

Während sich im Osten der Republik nur drei von zehn
Befragten (31 Prozent) positiv zur Zukunft Deutschlands äußern, sind fast sechs von zehn Befragten (57 Prozent) von einer positiven Entwicklung des eigenen Lebens überzeugt. Damit ist die persönliche Zuversicht in den Neuen Bundesländern nahezu doppelt so groß wie die Zuversicht für Deutschland. Gegenüber dem Sommer 2011 ist der Wert für die eigene Zukunft insgesamt stabil geblieben (plus ein Prozentpunkt). Im bundesweiten Vergleich der Regionen sind die Neuen Bundesländer dennoch um einen Rang zurückgefallen
und belegen nun den letzten Platz hinter Nordrhein-Westfalen (66 Prozent).

Am stärksten hat sich die Stimmung in Bezug auf die persönliche finanzielle Lage verbessert (plus acht Prozentpunkte). Ebenfalls zuversichtlicher sind die Ostdeutschen für die Versorgung bei Krankheit und Pflege sowie im Alter (plus fünf bzw. vier Prozentpunkte). In den übrigen drei Kategorien verharrt die Zuversicht auf dem Niveau des zweiten Quartals 2011. Was die Reihenfolge der Lebensbereiche anbelangt, ist im Osten der Republik dagegen alles beim Alten geblieben: Das eigene Zuhause (80 Prozent) ist wiederum Zuversichtsträger Nummer eins mit deutlichem Abstand vor dem familiären Umfeld (69 Prozent) und der Sicherheit des
eigenen Jobs (56 Prozent).

„Trotz Euro-Krise sehen viele Ostdeutsche für die nächsten Monate bessere Perspektiven für die eigenen Finanzen. Bestärkt von der brummenden Konjunktur und dem florierenden Arbeitsmarkt vertrauen sie darauf, dass ihr Job sicher ist“, sagt Frank Brettschneider. „Dennoch schöpfen die Menschen in den Neuen Bundesländern nach wie vor die größte Zuversicht aus dem eigenen Zuhause und dem privaten Umfeld.“
Autor: nnz

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