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Do, 13:06 Uhr
28.06.2012

Arbeitsmarkt-Reaktionen (1)

Gute Konjunktur und saisonaler Aufschwung sorgen für Entspannung. Aber: Die Zahl der „Aufstocker“ befindet sich immer noch auf anhaltend hohem Niveau, kritisiert der Thüringer Wirtschaftsminister...


„Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt hält an“, sagte der Thüringer Arbeitsminister Matthias Machnig heute in Erfurt. Mit 8,1 Prozent im Juni und einem Rückgang von 0,4 Prozentpunkten gegenüber dem Vormonat Mai ist der Arbeitsmarkt im Freistaat auch weiterhin auf gutem Kurs. „Die bislang noch gute Konjunktur und der saisonale Aufschwung in Richtung Sommer sorgen weiter für Entspannung“, so der Minister.

Damit liegt Thüringen vor den übrigen Ländern in Ostdeutschland (z.B. Berlin: 12 Prozent, M-V: 11,2 Prozent, Sachsen-Anhalt: 11,1 Prozent), auch weit vor dem ostdeutschen Durchschnitt (10,3 Prozent) und nur ein Zehntel Prozentpunkt von Nordrhein-Westfalen (8 Prozent) entfernt. „Wir bewegen uns in Richtung Westniveau“, sagte Machnig.

Hinzu kommt: Nach wie vor profitieren Teile der Beschäftigten keineswegs von dem derzeit positiven Trend. Die Zahl der „Aufstocker“, die ihren Lohn mit SGB II-Mitteln ergänzen müssen, um über die Runden zu kommen, bleibt in Thüringen auf einem anhaltend hohen Niveau. Von 53.200 im Jahr 2007 ist die Zahl gerade mal auf 52.400 in 2011 zurückgegangen.

Der Thüringer Arbeitsmarkt konnte auch im Juni eine positive Bilanz verzeichnen. Die Arbeitslosenquote ist leicht gesunken, die Zahl der gemeldeten Stellen am Monatsende auf rund 15.360 leicht gestiegen (Mai: 15.073). Vor allem Jüngere profitieren: Bei den Unter-25-Jährigen geht die Arbeitslosigkeit am stärksten zurück. „Ein gut laufender Konjunkturmotor bringt Bewegung in den Arbeitsmarkt“, so der Arbeitsminister. Positiv sei, dass sich die Perspektiven für junge Thüringer verbessern, die nach Ausbildung oder Studium eine Stelle im Freistaat suchen. Machnig: „Wir haben jetzt die Chance, unseren Nachwuchs in Thüringen zu halten.“

Allerdings bleiben Teile des Arbeitsmarktes von dem positiven Trend unberührt. Beschäftigte mit niedrigen Einkommen profitieren nicht von dem Aufwind, sondern bleiben im Niedriglohnsektor gefangen. Die Zahl der „Aufstocker“ ist in den letzten Jahren nur geringfügig zurückgegangen. Die Hälfte von Ihnen muss von 400-Euro-Jobs und Hartz IV leben. „Die Schaffung von neuen Jobs sagt nicht immer etwas über die Qualität der Arbeit aus“, warnte Machnig.

Der Arbeitsminister macht sich für faire Löhne und für die Einführung eines verbindlichen und einheitlichen gesetzlichen Mindestlohnes stark. „Dem staatlich subventionierten Lohndumping muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden.“ Unternehmen und Staat müssen gemeinsam dafür sorgen, dass die gute Konjunktur in der breiten Fläche des Arbeitsmarktes ankommt.
Autor: psg

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Kommentare
Wolfi65
28.06.2012, 15:17 Uhr
Endlich geht es aufwärts!
Die Voraussagen unserer Staatsführung gehen endlich in Erfüllung.
Die Wirtschaft geht unaufhaltsam nach oben und die Arbeitnehmer haben mehr Netto vom Brutto.(Könnte man glauben)
Aber die Wirklichkeit sieht gerade im Oschten der Republik anders aus.
Volle Auftragsbücher bei den Arbeitgebern, lange Arbeitszeiten bei den Arbeitnehmern und trotzdem geht der Kleine Mann und die Kleine Frau zum Amt, damit es noch zum Leben reicht.
Na wenn so der Aufschwung aussieht, dann möchte ich im Falle einer Wirtschaftsflaute nicht den Abschwung erleben!

Mit marktwirtschaftlichem Gruß
Wolfi
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