Fr, 15:33 Uhr
06.07.2012
Am billigsten im....
Der Präsident des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (TLVermGeo) und Vorsitzende des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Thüringen, Uwe Köhler, stellte heute den ersten Immobilienmarktbericht Thüringen der Öffentlichkeit vor. Demzufolge gibt es in Nordthüringen einige Schnäppchen...
Ich freue mich sehr, dass der in diesem Umfang erstmals für den ganzen Freistaat erstellte Immobilienmarktbericht einen umfassenden Gesamtüberblick über den Grundstücksmarkt in Thüringen gibt, sagte er in Erfurt. Die regionale und zeitliche Entwicklung der Geld- und Flächenumsätze sowie die Veränderungen im Preisniveau sind wichtige Informationen, nicht nur für die Immobilienwirtschaft, sondern auch für die Bürgerinnen und Bürger des Freistaates.
Die Grundlage für diesen Bericht sind die Daten der von den Geschäftsstellen der örtlichen Gutachterausschüsse für Grundstückswerte geführten Kaufpreissammlungen. Die Aufgabe der Gutachterausschüsse in Thüringen ist es, die Transparenz des Grundstücksmarktes für die Marktteilnehmer sicherzustellen. Dazu leiten sie auf der Grundlage von Kaufverträgen die Bodenrichtwerte und sonstige Grundstücksmarktdaten ab.
Die Gutachterausschüsse wurden auf-grund bundes- und landesrechtlicher Bestimmungen als selbständige und unabhängige Einrich-tungen des Landes für das Gebiet jedes Landkreises und jeder kreisfreien Stadt eingerichtet.
Fast 32.000 ausgewertete Kaufverträge bedeuten im Vergleich zu 2010 für das Jahr 2011 eine Zunahme um 6,9 Prozent, erläuterte Köhler. Nachdem von 2007 bis 2009 die Gesamtzahl der Erwerbsvorgänge um fast 8 Prozent zurückging, wurde im letzten Jahr das Ausgangsniveau des Jahres 2007 wieder erreicht. Die Geld- und Flächenumsätze sind 2011 sogar um rund 18 bzw. 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind.
Mit rund 35 bzw. 67 Prozent stellen die bebauten Grundstücke sowohl bei der Anzahl als auch beim Geldumsatz den höchsten Marktanteil dar. Die meisten Transaktionen wurden in Erfurt getätigt (2237) und die wenigsten in Suhl (331). Die teuersten Durchschnittspreise für Ein- und Zweifamilienhäuser findet man in Jena (262.929 Euro), die günstigsten im Kyffhäuserkreis (55.621 Euro).
Beim Flächenumsatz dominieren naturgemäß die Flächen der Land- und Forstwirtschaft mit 80 Prozent das Marktgeschehen. Der Vergleich der fünf Jahre vor dem Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise mit den darauffolgenden fünf Jahren ab 2007 zeigt eine Zunahme der Vertragsanzahl von 4,3 Prozent. Für die gleichen Zeiträume ergibt sich für den Geldumsatz ein Anstieg von 6,3 Prozent. Für baureifes Land und bebaute Grundstücke ist dabei ein Anstieg der umgesetzten Flächen von 4,5 bzw. 8,7 Prozent zu verzeichnen.
Präsident Köhler wies auf eine sehr auffällige Entwicklung des Immobilenmarktes in Thüringen hin. Der zu erzielende Kaufpreis ergibt sich auf dem freien Markt durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Vergleicht man die Kaufpreise des Jahres 2011 mit den Kaufpreisen des Jahres 2010, so erkennt man, dass die durchschnittlichen Immobilienpreise für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser (+0,7%) ungefähr gleich geblieben sind. Die durchschnittlichen Immobilienpreise für Doppelhaushälften (-3,2%), für Reihenhäuser (-10,9%) und für Reihenendhäuser (-12,4%) sind leicht bis deutlich gesunken. Im Gegensatz dazu sind die durchschnittlichen Immobilienpreise für Mehrfamilienhäuser (+4,8%) und für Wohnungseigentum (+8,2%) gestiegen.
Diese Entwicklungen im Preisgefüge des Immobilienmarktes könnten erste Auswirkungen der demografischen Entwicklung und der damit verbundenen Wanderungsbewegungen aus den ländlich geprägten Regionen mit individuellem Wohnungsbau hin in die Städte mit Mietswohnungen und Wohnungseigentum sein. Um jedoch gesicherte Abhängigkeiten und Tendenzen aufzeigen zu können, müssen wir die Daten der nächsten ein bis zwei Jahre abwarten und ge-zielte Auswertungen durchführen, so Uwe Köhler in der Pressekonferenz in Erfurt.
Der Immobilienmarktbericht Thüringen 2012 ergänzt die regionalen Berichte der Gutachterausschüsse, die ebenfalls kostenlos im Internet veröffentlicht wurden. Auf fast 200 Seiten bietet der Bericht einen Überblick über das gesamte Marktgeschehen im Freistaat. Er soll künftig alle zwei Jahre fortgeschrieben werden. Neben den im Internet veröffentlichten Bodenrichtwerten (www.boris-th.de) wird mit der Veröffentlichung des Immobilienmarktberichtes Thüringen 2012 ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Markttransparenz getan. Für eine Gebühr von 20 Euro ist der Bericht in der Geschäftsstelle des Oberen Gutachterausschusses (Tel.: 0361 3783250) auch als gedrucktes Exemplar erhältlich.
Den Immobilienmarktbericht Thüringen 2012 sowie alle anderen Berichte zum Grundstücksmarkt der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte in Thüringen und viele weitere Informationen finden Sie im Internet: www.gutachterausschuss-th.de
Autor: nnzIch freue mich sehr, dass der in diesem Umfang erstmals für den ganzen Freistaat erstellte Immobilienmarktbericht einen umfassenden Gesamtüberblick über den Grundstücksmarkt in Thüringen gibt, sagte er in Erfurt. Die regionale und zeitliche Entwicklung der Geld- und Flächenumsätze sowie die Veränderungen im Preisniveau sind wichtige Informationen, nicht nur für die Immobilienwirtschaft, sondern auch für die Bürgerinnen und Bürger des Freistaates.
Die Grundlage für diesen Bericht sind die Daten der von den Geschäftsstellen der örtlichen Gutachterausschüsse für Grundstückswerte geführten Kaufpreissammlungen. Die Aufgabe der Gutachterausschüsse in Thüringen ist es, die Transparenz des Grundstücksmarktes für die Marktteilnehmer sicherzustellen. Dazu leiten sie auf der Grundlage von Kaufverträgen die Bodenrichtwerte und sonstige Grundstücksmarktdaten ab.
Die Gutachterausschüsse wurden auf-grund bundes- und landesrechtlicher Bestimmungen als selbständige und unabhängige Einrich-tungen des Landes für das Gebiet jedes Landkreises und jeder kreisfreien Stadt eingerichtet.
Fast 32.000 ausgewertete Kaufverträge bedeuten im Vergleich zu 2010 für das Jahr 2011 eine Zunahme um 6,9 Prozent, erläuterte Köhler. Nachdem von 2007 bis 2009 die Gesamtzahl der Erwerbsvorgänge um fast 8 Prozent zurückging, wurde im letzten Jahr das Ausgangsniveau des Jahres 2007 wieder erreicht. Die Geld- und Flächenumsätze sind 2011 sogar um rund 18 bzw. 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind.
Mit rund 35 bzw. 67 Prozent stellen die bebauten Grundstücke sowohl bei der Anzahl als auch beim Geldumsatz den höchsten Marktanteil dar. Die meisten Transaktionen wurden in Erfurt getätigt (2237) und die wenigsten in Suhl (331). Die teuersten Durchschnittspreise für Ein- und Zweifamilienhäuser findet man in Jena (262.929 Euro), die günstigsten im Kyffhäuserkreis (55.621 Euro).
Beim Flächenumsatz dominieren naturgemäß die Flächen der Land- und Forstwirtschaft mit 80 Prozent das Marktgeschehen. Der Vergleich der fünf Jahre vor dem Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise mit den darauffolgenden fünf Jahren ab 2007 zeigt eine Zunahme der Vertragsanzahl von 4,3 Prozent. Für die gleichen Zeiträume ergibt sich für den Geldumsatz ein Anstieg von 6,3 Prozent. Für baureifes Land und bebaute Grundstücke ist dabei ein Anstieg der umgesetzten Flächen von 4,5 bzw. 8,7 Prozent zu verzeichnen.
Präsident Köhler wies auf eine sehr auffällige Entwicklung des Immobilenmarktes in Thüringen hin. Der zu erzielende Kaufpreis ergibt sich auf dem freien Markt durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Vergleicht man die Kaufpreise des Jahres 2011 mit den Kaufpreisen des Jahres 2010, so erkennt man, dass die durchschnittlichen Immobilienpreise für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser (+0,7%) ungefähr gleich geblieben sind. Die durchschnittlichen Immobilienpreise für Doppelhaushälften (-3,2%), für Reihenhäuser (-10,9%) und für Reihenendhäuser (-12,4%) sind leicht bis deutlich gesunken. Im Gegensatz dazu sind die durchschnittlichen Immobilienpreise für Mehrfamilienhäuser (+4,8%) und für Wohnungseigentum (+8,2%) gestiegen.
Diese Entwicklungen im Preisgefüge des Immobilienmarktes könnten erste Auswirkungen der demografischen Entwicklung und der damit verbundenen Wanderungsbewegungen aus den ländlich geprägten Regionen mit individuellem Wohnungsbau hin in die Städte mit Mietswohnungen und Wohnungseigentum sein. Um jedoch gesicherte Abhängigkeiten und Tendenzen aufzeigen zu können, müssen wir die Daten der nächsten ein bis zwei Jahre abwarten und ge-zielte Auswertungen durchführen, so Uwe Köhler in der Pressekonferenz in Erfurt.
Der Immobilienmarktbericht Thüringen 2012 ergänzt die regionalen Berichte der Gutachterausschüsse, die ebenfalls kostenlos im Internet veröffentlicht wurden. Auf fast 200 Seiten bietet der Bericht einen Überblick über das gesamte Marktgeschehen im Freistaat. Er soll künftig alle zwei Jahre fortgeschrieben werden. Neben den im Internet veröffentlichten Bodenrichtwerten (www.boris-th.de) wird mit der Veröffentlichung des Immobilienmarktberichtes Thüringen 2012 ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Markttransparenz getan. Für eine Gebühr von 20 Euro ist der Bericht in der Geschäftsstelle des Oberen Gutachterausschusses (Tel.: 0361 3783250) auch als gedrucktes Exemplar erhältlich.
Den Immobilienmarktbericht Thüringen 2012 sowie alle anderen Berichte zum Grundstücksmarkt der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte in Thüringen und viele weitere Informationen finden Sie im Internet: www.gutachterausschuss-th.de
