Mo, 14:58 Uhr
09.07.2012
Ausbildung aufgenommen
In der Erfurter Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt wurden heute insgesamt 39 Auszubildende aus Ungarn und Tschechien begrüßt. Sie absolvieren ab sofort ein 3-wöchiges Sprachpraktikum, um danach eine Ausbildung in Thüringer Unternehmen zu beginnen. Gemeinsam mit Wirtschaftsminister Matthias Machnig empfing IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser die jungen Fachkräfte im Freistaat...
Seit 2011 wirbt die IHK Erfurt gezielt in osteuropäischen Ländern für eine Ausbildung in Thüringen. Denn aufgrund der rückläufigen Zahl an deutschen Bewerbern droht ein Drittel der angebotenen Ausbildungsplätze unbesetzt zu bleiben, informiert Grusser. Das von der IHK initiierte Projekt sei das größte seiner Art in Ostdeutschland. Insgesamt zwölf Unternehmen beteiligen sich aktuell am Projekt und finanzieren Praktikums- und Ausbildungsplätze, erklärt der IHK-Chef.
Bereits im vergangenen Jahr hatte die Kammer ein Pilotverfahren mit 15 Jugendlichen gestartet und wertvolle Erfahrungen gesammelt. So waren weniger das Bildungsniveau als vielmehr auftauchende Sprachprobleme die größten Hürden bei Ausbildungsbeginn.
Auch seitens der Landesregierung freut man sich über die motivierten Gäste. Ich begrüße die Initiative der IHK Erfurt und der Thüringer Unternehmen sehr. Sie zeigen damit, dass sie die Zeichen der Zeit beim Thema Fachkräftesicherung nicht nur erkannt, sondern auch aktiv aufgenommen
haben, sagt der Thüringer Wirtschafts- und Arbeitsminister Matthias Machnig. Ohne das Heben aller Qualifizierungsreserven im Land und ohne die Ausbildung und Integration ausländischer Fachkräfte wird es in den nächsten Jahren schwer werden, den Fachkräftebedarf zu decken. Die Tatsache, dass 39 junge Menschen aus Osteuropa in Thüringen ausgebildet werden, ist ein wichtiges Signal.
Die Jugendlichen streben eine Ausbildung in Hotel- und Gaststättenberufen, im Handel und im gewerblich-technischen Bereich an. Drei der jungen Ungarn sollen als Hotelfachleute ab Oktober 2012 das Team der Toskana Therme in Bad Sulza verstärken. In unserer ländlichen Region ist der demografische Wandel noch stärker als ohnehin zu spüren. Deshalb waren wir von diesem Projekt sofort begeistert, zumal wir bereits auf gute Erfahrungen mit ausländischen Praktikanten zurückblicken können, freut sich Christian Lohmann, Direktor des Hotels an der Therme GmbH.
In diesem Jahr folgten insgesamt 131 Interessenten aus Ungarn, Tschechien und Polen dem Aufruf der Erfurter Kammer. In einem ersten Auswahlverfahren konnten sich 51 Bewerber durchsetzen und nahmen im April an einem von der IHK organisierten Sprachcamp in Budapest teil. Dort wurden auch erste berufsfachliche Inhalte vermittelt.
39 der Teilnehmer haben sich danach in einer Eignungsprüfung behauptet und werden nun in Thüringen ihre Sprachkenntnisse weiter verbessern sowie ein Einstiegspraktikum in den Unternehmen absolvieren. Ende September beginnt dann das erste Ausbildungsjahr.
Autor: nnzSeit 2011 wirbt die IHK Erfurt gezielt in osteuropäischen Ländern für eine Ausbildung in Thüringen. Denn aufgrund der rückläufigen Zahl an deutschen Bewerbern droht ein Drittel der angebotenen Ausbildungsplätze unbesetzt zu bleiben, informiert Grusser. Das von der IHK initiierte Projekt sei das größte seiner Art in Ostdeutschland. Insgesamt zwölf Unternehmen beteiligen sich aktuell am Projekt und finanzieren Praktikums- und Ausbildungsplätze, erklärt der IHK-Chef.
Bereits im vergangenen Jahr hatte die Kammer ein Pilotverfahren mit 15 Jugendlichen gestartet und wertvolle Erfahrungen gesammelt. So waren weniger das Bildungsniveau als vielmehr auftauchende Sprachprobleme die größten Hürden bei Ausbildungsbeginn.
Auch seitens der Landesregierung freut man sich über die motivierten Gäste. Ich begrüße die Initiative der IHK Erfurt und der Thüringer Unternehmen sehr. Sie zeigen damit, dass sie die Zeichen der Zeit beim Thema Fachkräftesicherung nicht nur erkannt, sondern auch aktiv aufgenommen
haben, sagt der Thüringer Wirtschafts- und Arbeitsminister Matthias Machnig. Ohne das Heben aller Qualifizierungsreserven im Land und ohne die Ausbildung und Integration ausländischer Fachkräfte wird es in den nächsten Jahren schwer werden, den Fachkräftebedarf zu decken. Die Tatsache, dass 39 junge Menschen aus Osteuropa in Thüringen ausgebildet werden, ist ein wichtiges Signal.
Die Jugendlichen streben eine Ausbildung in Hotel- und Gaststättenberufen, im Handel und im gewerblich-technischen Bereich an. Drei der jungen Ungarn sollen als Hotelfachleute ab Oktober 2012 das Team der Toskana Therme in Bad Sulza verstärken. In unserer ländlichen Region ist der demografische Wandel noch stärker als ohnehin zu spüren. Deshalb waren wir von diesem Projekt sofort begeistert, zumal wir bereits auf gute Erfahrungen mit ausländischen Praktikanten zurückblicken können, freut sich Christian Lohmann, Direktor des Hotels an der Therme GmbH.
In diesem Jahr folgten insgesamt 131 Interessenten aus Ungarn, Tschechien und Polen dem Aufruf der Erfurter Kammer. In einem ersten Auswahlverfahren konnten sich 51 Bewerber durchsetzen und nahmen im April an einem von der IHK organisierten Sprachcamp in Budapest teil. Dort wurden auch erste berufsfachliche Inhalte vermittelt.
39 der Teilnehmer haben sich danach in einer Eignungsprüfung behauptet und werden nun in Thüringen ihre Sprachkenntnisse weiter verbessern sowie ein Einstiegspraktikum in den Unternehmen absolvieren. Ende September beginnt dann das erste Ausbildungsjahr.