Mi, 09:44 Uhr
25.07.2012
Schimmel auf Brot – was tun?
Wegen eines kleinen Schimmelflecks ein halbes oder gar ganzes Brot wegwerfen? Die Verbraucherzentrale Thüringen erklärt, wie man verfahren sollte und wann Vorsicht geboten ist...
Brot kann besonders schnell von Schimmel befallen werden, wenn Sporen eines Schimmelpilzes an einer Stelle landen, an der gute Wachstumsbedingungen herrschen, nämlich Wärme und ausreichend Feuchtigkeit. Sporen verbreiten sich durch die Luft, keimen aus und bilden dann zunächst farblose fadenförmige Gebilde. Diese durchziehen das Brot im Inneren, dringen immer tiefer und verzweigen sich stark als Geflecht.
Nach außen sichtbar ist oft nur ein kleiner Teil, der Schimmelrasen, der sich als pelziger weiß-grau-blau-grüner Belag bemerkbar macht. Der Pilz kann giftige Stoffe bilden, die schon in geringen Mengen eine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen. Einige Schimmelpilze bilden Gifte, wie z.B. Aflatoxine, die nicht nur die Leber schädigen, sondern auch kanzerogen wirken, also die Krebsbildung fördern können. Manche Giftpilze lösen auch die typischen Symptome einer Lebensmittelvergiftung aus, beispielsweise Magen-Darm-Beschwerden, wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Da die meisten giftigen Stoffe hitzestabil sind, bietet auch eine starke Erwärmung des befallenen Brotes (z.B. Toasten oder Aufbacken) keinen Schutz. Auch durch Einfrieren lassen sie sich nicht entfernen.
Deshalb gilt: verschimmeltes Brot ist nicht mehr zum Verzehr geeignet. Ist das Brot an mehreren Stellen befallen, sollte es besser ganz weggeworfen werden. Eine einzelne kleine Stelle könnte großzügig weggeschnitten werden. Geschnittenes Brot verschimmelt schneller als ein ganzer Brotlaib. Hier sollte nicht nur die einzelne angeschimmelte Scheibe, sondern großzügig auch ein paar Scheiben davor bzw. dahinter entfernt und weggeworfen werden. Alles wegzuwerfen ist immer die sichere Variante.
Unser Tipp: Brot am besten trocken und luftdicht lagern. Dafür ist ein spezieller Brotkasten aus Holz oder Keramik gut geeignet. Dieser sollte einmal in der Woche ausgewaschen und anschließend mit einem sauberen Tuch sorgfältig trocken gewischt werden. Auch Krümel, die sich im Behälter sammeln, sind regelmäßig zu entfernen, denn sie begünstigen zusammen mit Luftfeuchtigkeit die Entstehung von Schimmel. Geschnittenes Brot bewahrt man am besten immer in der Originalverpackung verpackt auf.
Im Hochsommer kann eine kurzzeitige Zwischenlagerung im Kühlschrank sinnvoll sein, leicht gekühlt, ggf. auf der oberen Etage oder auch im Obst- und Gemüsefach. So wird die Schimmelbildung stark verlangsamt, leider aber auch die Alterung des Brotes beschleunigt. Es schmeckt dann weniger gut.
Um den Schimmel bereits von Beginn an wenig Chancen zu geben, sollte Brot möglichst frisch, in nur tatsächlich benötigten Mengen eingekauft und eine längere Lagerung vermieden werden.
Autor: nnzBrot kann besonders schnell von Schimmel befallen werden, wenn Sporen eines Schimmelpilzes an einer Stelle landen, an der gute Wachstumsbedingungen herrschen, nämlich Wärme und ausreichend Feuchtigkeit. Sporen verbreiten sich durch die Luft, keimen aus und bilden dann zunächst farblose fadenförmige Gebilde. Diese durchziehen das Brot im Inneren, dringen immer tiefer und verzweigen sich stark als Geflecht.
Nach außen sichtbar ist oft nur ein kleiner Teil, der Schimmelrasen, der sich als pelziger weiß-grau-blau-grüner Belag bemerkbar macht. Der Pilz kann giftige Stoffe bilden, die schon in geringen Mengen eine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen. Einige Schimmelpilze bilden Gifte, wie z.B. Aflatoxine, die nicht nur die Leber schädigen, sondern auch kanzerogen wirken, also die Krebsbildung fördern können. Manche Giftpilze lösen auch die typischen Symptome einer Lebensmittelvergiftung aus, beispielsweise Magen-Darm-Beschwerden, wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Da die meisten giftigen Stoffe hitzestabil sind, bietet auch eine starke Erwärmung des befallenen Brotes (z.B. Toasten oder Aufbacken) keinen Schutz. Auch durch Einfrieren lassen sie sich nicht entfernen.
Deshalb gilt: verschimmeltes Brot ist nicht mehr zum Verzehr geeignet. Ist das Brot an mehreren Stellen befallen, sollte es besser ganz weggeworfen werden. Eine einzelne kleine Stelle könnte großzügig weggeschnitten werden. Geschnittenes Brot verschimmelt schneller als ein ganzer Brotlaib. Hier sollte nicht nur die einzelne angeschimmelte Scheibe, sondern großzügig auch ein paar Scheiben davor bzw. dahinter entfernt und weggeworfen werden. Alles wegzuwerfen ist immer die sichere Variante.
Unser Tipp: Brot am besten trocken und luftdicht lagern. Dafür ist ein spezieller Brotkasten aus Holz oder Keramik gut geeignet. Dieser sollte einmal in der Woche ausgewaschen und anschließend mit einem sauberen Tuch sorgfältig trocken gewischt werden. Auch Krümel, die sich im Behälter sammeln, sind regelmäßig zu entfernen, denn sie begünstigen zusammen mit Luftfeuchtigkeit die Entstehung von Schimmel. Geschnittenes Brot bewahrt man am besten immer in der Originalverpackung verpackt auf.
Im Hochsommer kann eine kurzzeitige Zwischenlagerung im Kühlschrank sinnvoll sein, leicht gekühlt, ggf. auf der oberen Etage oder auch im Obst- und Gemüsefach. So wird die Schimmelbildung stark verlangsamt, leider aber auch die Alterung des Brotes beschleunigt. Es schmeckt dann weniger gut.
Um den Schimmel bereits von Beginn an wenig Chancen zu geben, sollte Brot möglichst frisch, in nur tatsächlich benötigten Mengen eingekauft und eine längere Lagerung vermieden werden.