Do, 07:25 Uhr
26.07.2012
U-Untersuchungen unbedingt wahrnehmen
Was versteckt sich hinter dem Begriff? Auffälligkeiten früh erkannt - Ein Auge auf die Vorsorgeuntersuchungen. Dazu kommen Hinweise aus dem Landratsamt Kyffhäuserkreis...
Alle Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder gesund aufwachsen. Um frühzeitig Störungen oder Entwicklungsverzögerungen zu erkennen, werden ab der Geburt eines Kindes bis zum Schuleintritt, U-Untersuchungen durch den Kinderarzt/ärztin angeboten. Auch das Land Thüringen hat sich für diesen Gesundheitsschutz stark gemacht und das Gesetz zur Förderung der Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen für Kinder eingeführt.
Seit November 2009 werden alle Eltern von der Geburt ihres Kindes an bis zu dessen Schuleintritt vom Vorsorgezentrum aus Bad Langensalza zu den U-Untersuchungen eingeladen. So soll sicher gestellt werden, dass rechtzeitig Termine mit den Ärzten gemacht werden können und natürlich keine U-Untersuchung vergessen wird. Wenn dies doch einmal passiert, wird noch ein Erinnerungsschreiben verschickt. Reagieren die Eltern auch auf dieses Schreiben nicht, wird das Jugendamt informiert.
504 Meldungen wurden von November 2009 bis Juli 2012 registriert. Davon sind ca. 1/3 der Meldungen berechtigte Versäumnisse, alle weiteren beruhen auf ablauforganisatorischen Fehlmeldungen, die zum Teil der Trägheit des Systems z. B. bei Ummeldungen durch Umzug oder dem nicht rechtzeitigen Absenden der Teilnahmebestätigungen geschuldet sind.
Die Gründe für die Nichtteilnahme sind vielfältig. Krankheiten des Kindes im ausstehenden U-Zeitraum, Termindruck des Arztes, aber auch "einfach das Vergessen eines Termins", stehen auf der Tagesordnung. Für Eltern, die dem Jugendamt bereits bekannt sind, ist die Aufforderung durch den zuständigen Sozialarbeiter/in oftmals ein weiterer Anstoß, ihren Verpflichtungen gegenüber dem Kind nachzukommen.
Kindeswohlgefährdungen, die ein weiteres Vorgehen erforderten, gab es bisher nicht. Trotz allem darf dieser Aspekt nicht aus den Augen verloren werden, denn gerade Säuglinge und Kleinkinder werden oft Opfer von Misshandlungen oder mangelnder Fürsorge. Allerdings stehen Eltern, die einen Termin beim Arzt vergessen, nicht unter Generalverdacht. Das Jugendamt prüft sorgfältig und verschickt ein Schreiben mit Fristsetzung, um den Eltern die Möglichkeit zu geben, sich zu äußern. Unterbleibt eine Rückmeldung, wird ein Hausbesuch durchgeführt und über die Wichtigkeit der Teilnahme an den U-Untersuchungen aufgeklärt.
Je älter die Kinder werden, desto häufiger geraten die U-Untersuchungen in Vergessenheit. Die Wichtigkeit der U7 - U9 in den ersten Lebensjahren des Kindes wird oft unterschätzt.
Gerade im 2. -3. Lebensjahr des Kindes, in welchem die U7 und die U7a durchgeführt werden, steht das Kind in einer wichtigen Umbruchphase. Es beginnt der psychologische Lösungsprozess von den Eltern und die erste Trotzphase stellt sich ein.
Dies bedeutet für die Eltern eine neue Herausforderung. Doch nicht nur das Sozialverhalten des Kindes ändert sich, sondern es wird nun auch gezielter möglich, die Sprachreife, das Seh- und Hörvermögen und die Entwicklung der Beweglichkeit und Körperbeherrschung zu testen. Auch die U8 und die U9 bilden weitere Meilensteine. So werden bei der U8 die Fähigkeiten für eine altersgerechte Entwicklung des Kindes noch einmal genauer unter die Lupe genommen und der Kinderarzt/ärztin kann feststellen, ob das Kind einen Förderbedarf hat oder ob es sich ohne Probleme zu einem Vorschulkind entwickelt.
Sollten Defizite festgestellt werden, kann der Kinderarzt/ärtzin rechtzeitig zu den Angeboten der ambulanten Frühförderung, präventiven heilpädagogischen Förderung in den Kindertagesstätten, logopädischen, physiotherapeutischen, aber auch psychotherapeutischen Behandlung beraten.
Mit der U9 erfolgt die Abschlussuntersuchung vor Schulbeginn, in welcher vor allem gesundheitlichen Risiken, wie eine Schwerhörigkeit oder schlechte Sehfähigkeit, aber auch eine Sprachstörung, die einen Schuleintritt erschweren können, abgeklärt werden.
Im gesundheitlichen und entwicklungsfördernden Interesse unserer Kinder sollten die U-Untersuchungen unbedingt wahrgenommen werden. Bei Fragen rund um die U-Untersuchungen steht Frau Töppe unter der: 03632 / 741620 gern zur Verfügung.
Autor: khhAlle Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder gesund aufwachsen. Um frühzeitig Störungen oder Entwicklungsverzögerungen zu erkennen, werden ab der Geburt eines Kindes bis zum Schuleintritt, U-Untersuchungen durch den Kinderarzt/ärztin angeboten. Auch das Land Thüringen hat sich für diesen Gesundheitsschutz stark gemacht und das Gesetz zur Förderung der Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen für Kinder eingeführt.
Seit November 2009 werden alle Eltern von der Geburt ihres Kindes an bis zu dessen Schuleintritt vom Vorsorgezentrum aus Bad Langensalza zu den U-Untersuchungen eingeladen. So soll sicher gestellt werden, dass rechtzeitig Termine mit den Ärzten gemacht werden können und natürlich keine U-Untersuchung vergessen wird. Wenn dies doch einmal passiert, wird noch ein Erinnerungsschreiben verschickt. Reagieren die Eltern auch auf dieses Schreiben nicht, wird das Jugendamt informiert.
504 Meldungen wurden von November 2009 bis Juli 2012 registriert. Davon sind ca. 1/3 der Meldungen berechtigte Versäumnisse, alle weiteren beruhen auf ablauforganisatorischen Fehlmeldungen, die zum Teil der Trägheit des Systems z. B. bei Ummeldungen durch Umzug oder dem nicht rechtzeitigen Absenden der Teilnahmebestätigungen geschuldet sind.
Die Gründe für die Nichtteilnahme sind vielfältig. Krankheiten des Kindes im ausstehenden U-Zeitraum, Termindruck des Arztes, aber auch "einfach das Vergessen eines Termins", stehen auf der Tagesordnung. Für Eltern, die dem Jugendamt bereits bekannt sind, ist die Aufforderung durch den zuständigen Sozialarbeiter/in oftmals ein weiterer Anstoß, ihren Verpflichtungen gegenüber dem Kind nachzukommen.
Kindeswohlgefährdungen, die ein weiteres Vorgehen erforderten, gab es bisher nicht. Trotz allem darf dieser Aspekt nicht aus den Augen verloren werden, denn gerade Säuglinge und Kleinkinder werden oft Opfer von Misshandlungen oder mangelnder Fürsorge. Allerdings stehen Eltern, die einen Termin beim Arzt vergessen, nicht unter Generalverdacht. Das Jugendamt prüft sorgfältig und verschickt ein Schreiben mit Fristsetzung, um den Eltern die Möglichkeit zu geben, sich zu äußern. Unterbleibt eine Rückmeldung, wird ein Hausbesuch durchgeführt und über die Wichtigkeit der Teilnahme an den U-Untersuchungen aufgeklärt.
Je älter die Kinder werden, desto häufiger geraten die U-Untersuchungen in Vergessenheit. Die Wichtigkeit der U7 - U9 in den ersten Lebensjahren des Kindes wird oft unterschätzt.
Gerade im 2. -3. Lebensjahr des Kindes, in welchem die U7 und die U7a durchgeführt werden, steht das Kind in einer wichtigen Umbruchphase. Es beginnt der psychologische Lösungsprozess von den Eltern und die erste Trotzphase stellt sich ein.
Dies bedeutet für die Eltern eine neue Herausforderung. Doch nicht nur das Sozialverhalten des Kindes ändert sich, sondern es wird nun auch gezielter möglich, die Sprachreife, das Seh- und Hörvermögen und die Entwicklung der Beweglichkeit und Körperbeherrschung zu testen. Auch die U8 und die U9 bilden weitere Meilensteine. So werden bei der U8 die Fähigkeiten für eine altersgerechte Entwicklung des Kindes noch einmal genauer unter die Lupe genommen und der Kinderarzt/ärztin kann feststellen, ob das Kind einen Förderbedarf hat oder ob es sich ohne Probleme zu einem Vorschulkind entwickelt.
Sollten Defizite festgestellt werden, kann der Kinderarzt/ärtzin rechtzeitig zu den Angeboten der ambulanten Frühförderung, präventiven heilpädagogischen Förderung in den Kindertagesstätten, logopädischen, physiotherapeutischen, aber auch psychotherapeutischen Behandlung beraten.
Mit der U9 erfolgt die Abschlussuntersuchung vor Schulbeginn, in welcher vor allem gesundheitlichen Risiken, wie eine Schwerhörigkeit oder schlechte Sehfähigkeit, aber auch eine Sprachstörung, die einen Schuleintritt erschweren können, abgeklärt werden.
Im gesundheitlichen und entwicklungsfördernden Interesse unserer Kinder sollten die U-Untersuchungen unbedingt wahrgenommen werden. Bei Fragen rund um die U-Untersuchungen steht Frau Töppe unter der: 03632 / 741620 gern zur Verfügung.