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Fr, 15:58 Uhr
03.08.2012

Neues aus Berlin (107)

Im Rahmen unserer Reihe Berichte der Bundestagsmitglieder unserer Region äußert sich das Mitglied des Bundestags, Steffen-Claudio Lemme (SPD) zum Thema geförderte Verkaufsseminare. Lemme fordert, Verkaufsseminare für Ärzte nicht mit Steuergeldern fördern!

Zur jüngsten Diskussion um vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Verkaufsseminare für Ärztinnen und Ärzte, erklärt der SPD-Bundestagsabgeordnete und Mitglied des Gesundheitsausschusses Steffen-Claudio Lemme:

"Immer wieder wird berichtet, dass Patientinnen und Patienten in Arztpraxen sogenannte Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) gezielt angeboten und verkauft werden. Hierzu ist klar zu sagen, dass diese Selbstzahlerleistungen aus gutem Grund nicht Bestandteil des Versorgungskatalogs der Gesetzlichen Krankenversicherung sind. Denn sie sind vielfach schlicht wirkungs- bzw. nutzlos!
Seminare, die Verkaufspraktiken für IGeL Ärztinnen und Ärzten gezielt vermitteln, dürfen nicht mit Steuergeldern gefördert werden. Dies ist jedoch gegenwärtig Praxis des Bundeswirtschaftsministeriums. Damit unterstreicht das von der FDP geführte Haus einmal mehr seine Auffassung medizinischer Versorgung in Deutschland. Da stehen nicht die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten im Vordergrund, sondern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unternehmerisch tätiger Ärztinnen und Ärzte.
Niedergelassene Mediziner müssen aber in erster Linie ihre Zeit dafür nutzen, ihren kassenärztlichen Versorgungsauftrag gegenüber den Patientinnen und Patienten zu erfüllen, anstatt sich auf Zusatzgeschäfte zu konzentrieren. Auf diese Weise ließen sich dann beispielsweise auch Wartezeiten für Facharzttermine spürbar verkürzen."

Wahlkreisbüro Steffen-Claudio Lemme
Autor: khh

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