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Di, 07:50 Uhr
07.08.2012

Anthrax-Alarm ausgelöst

Aufregung gestern Abend in Nordhausen. In einem Discounter in Nordhausen-Ost wurde kurz vor 20 Uhr eine Plastiktüte mit weißem Pulver gefunden, die für einen Einsatz von Polizei und Feuerwehr sorgte...

Soll noch in Bad Langensalza untersucht werden (Foto: nnz) Soll noch in Bad Langensalza untersucht werden (Foto: nnz)

Ein Wachmann entdeckte die Tüte samt Pulver bei einem Rundgang in dem Markt. In der Annahme, es könne sich um Drogen handeln, wurde die Nordhäuser Polizei informiert. Die Einsatzzentrale beorderte einen Streifenwagen an die Leimbacher Straße und die beiden Beamten nahmen die Tüte an sich. Dann jedoch ging alles ganz schnell. Sie mussten zum Parkplatz eines Discounters an der Neustadtstraße fahren.

Dorthin wurde auch die Berufsfeuerwehr alarmiert. Inzwischen hatten die beiden Polizeibeamten im Auto bereits Teile der Substanz auf Drogen untersucht. Obwohl es dabei nach nnz-Informationen eine Verfärbung, sprich eine Reaktion auf Cannabis gegeben haben soll, ordnete die anwesende Amtsärztin an, dass sich die Polizisten im Auto vollständig entkleiden mussten. Sie mussten sich waschen und bekamen neue Bekleidung von der Feuerwehr.

Die weiße Substanz wurde zuvor noch auf Sprengstoff und Radioaktivität untersucht, dann in einem Spezialbehälter gepackt und befindet sich nun auf dem Weg nach Bad Langensalza, wo sie in einem Speziallabor untersucht werden soll. Auch die Bekleidung der beiden Polizisten wurde luftdicht verpackt. Sollte sich der Verdacht auf eine gefährliche Substanz erhärten, dann wird auch die Bekleidung hinterhergeschickt.
Autor: red

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Kommentare
Wolfi65
07.08.2012, 08:39 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrags
TeeEff
07.08.2012, 13:37 Uhr
Drehen die hier total am Rad?
Solche Reaktionen sind doch echt nicht mehr normal!

Vor allem ist zu den diese Hysterie verursachenden Anschlägen in den USA von 2001 folgendes anzumerken:

"Obwohl die Herstellungsqualitäten der verwendeten Milzbrandsporen unterschiedlich waren, stammte sämtliches Material von demselben bakteriellen Erregerstamm – bekannt unter dem Namen Ames-Stamm, der im Biowaffenlager der U.S. Army Medical Research Institute of Infectious Diseases (USAMRIID), Fort Detrick Maryland hergestellt wurde."..."Die bei den Anschlägen verwendeten Sporen gehörten zu einer genetischen Variante (RMR-1029), welche in einer einzigen Flasche aufbewahrt wurden, welche sich im Labor von Ivins (vermuteter Einzeltäter der dort arbeitete!) befand."

Die Folge war übrigens die Verabschiedung des Patriot-Actes - einer bis dahin nie dagewesenen Einschränkung der Bürgerrechte. Man sollte sich darauf mal einen eigenen Reim machen - wie auch auf die Hysterie und Überreaktionen in Angstland-Germany, besonders aber inNordhausen. Ich sag nur: Quasi-Ausnahmezustand wg. "Facebook-Party".

Man man man!
klarname
07.08.2012, 15:43 Uhr
Ist Vorsorge besser als Nachsorge?
Ich kann mir selbst kaum einen Terroristen vorstellen, der mit einem Anthraxanschlag in Nordhausen irgendwelche Ziele durchzusetzen vermag. In dieser Sache allerdings ist Vorsicht doch aber kein Zeichen von Irrsinn? Im gegenteil hat uns doch die vergangenheit gezeigt, das es genug irre gibt die zu allem bereit sind.

Und der vergleich mit der facebook party hinkt auch gewaltig! Ich mag mir gar nicht vorstellen wieviele tausend schnaps- und bierflaschen ebensoviele anhänger des sozialen netzwerkes in ein paar stunden hinterlassen können. Und das solche ausmaße keineswegs unmöglich sind hat uns ebenfalls die vergangenheit gezeigt..

Ich denke aber auch das man hier ebensogut mit ein paar hastig herbeigeschafften bierwagen, einem kassenhäuschen und der rolandtruppe ein ganz anderes gesicht von nordhausen hätte zeigen können.
Unterm strich muss ausgerechnet werden ob der einsatz der vielen polizisten teurer war als ein paar freundliche aufräumer der stadtwerke.

In beiden fällen ist für mich nachvollziehbar und verständlich gehandelt worden. Obwol man es auch anders hätte handhaben können!
NDHler
07.08.2012, 17:52 Uhr
@ TeeEff
Wer sind die, die am Rad drehen? Die, die irgendwo Giftfässer mit unbekanntem Inhalt abstellen, oder die, die diese Fässer bergen müssen und dabei vielleicht etwas übervorsichtig agieren weil sie nicht wissen mit was sie es zu tun haben?

Und gehören sie nicht zu denen, die wenn etwas passiert aufschreien würden warum nicht genügend Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden. Bleibt die Frage: „Wer sind die?“
TeeEff
07.08.2012, 18:38 Uhr
Okay ich erklärs
Wenn sie sich auch nur mal minimal informiert hätten wäre ihnen klar, das der damalige, einzige je so erfolgt Anthrax-Anschlag, mit einem Mittel erfolgte das nur das US-Militär selbst hatte und dort massiv unter Verschluss war, und in dessen Folge die Bürgerrechte massiv eingeschränkt wurden.

Okay ich detailliere es noch einmal:
Die technischen Vorraussetzung und der Aufwand den man betreiben musste um allein die damals verwendete Kleinstmenge herzustellen, war laut Untersuchungsbericht so enorm, das der vermutete Einzeltäter es wohl eigentlich nie geschafft hätte. Und selbst dann musste er außerdem an ein dafür jahrzehntelang gezüchtetes Ursprungsmaterial herankommen UND die Spezialausstattung des Waffenforschungslabores nutzen in dem er arbeitet!

Und nun meinen sie wirklich das eine ganze Tüte so aufwendig herzustellendem und daher auch nicht billigen Materials in dem weltpolitisch so hoch bedeutenden Kaff Nordhausen in einem Discounter eingesetzt wird? Wo es irgendwelche stinknormalen Bürger trifft, was der Bild nicht mal ne Titelseite wert wäre?

Terroristen würden, wenn sie (aus welchen unerfindlichen Gründen auch immer) diese Ressourcen irgendwie zur Verfügung hätten diese sicherlich höchst effektiv einsetzen - wissend, das das nur 1x klappt. Denn die sind zwar vielleicht durchgeknallt, aber nur selten total doof.

Die von solchen Leuten angewendete asymetrische Kriegsführung heisst nicht mit maximalen Mitteleinsatz minimale Wirkung erzielen, sondern das genaue Gegenteil! (Das unterscheidet sie übrigens von unseren Politikern)

Und wenn es real gewesen wäre, wären die getroffenene Maßnahmen absolut sinnlos gewesen, weil die Sporen längst im Markt an alle Kunden und durch dessen Klimasysteme im dortigen Wohngebiet verteilt worden wären, oder durch Transport durch die halbe Stadt mittels Autoklimatisierung massiv in dieser verbereitet worden wären.

Und die Auswirkungen einer Facebookparty in einer Millionenmetropole, wo sich *wirklich* mal mehrere 1000 Menschen relativ spontan zusammenfinden können, 1:1 auf ein in der Kleinstadt Nordhausen mögliches Szenario zu projezieren, läßt nicht gerade auf gesunden Menschenverstand schliessen.

Und deswegen sind diese Reaktionen nicht nur nicht verhältnismäßig, sondern absolut überzogen und total daneben!
Das sind Handlungen von Leuten die die realen Gegebenheiten nicht mehr überblicken können.
Die zwischen fiktionalen Film- und Seriendarstellungen, sowie aufgebauschten, aber immerhin realen Medienmeldungen vom anderen Ende der Welt und was vor Ort überhaupt Sinn macht, nicht mehr unterscheiden können.
Die dazu von lauter Quasi-Weltuntergangs-Katastropen-Meldungen und deren Angstmache beeinflusst sind und so mehrfach überfordert in eine Fantasiewelt leben, in der sie Nordhausen für mit Frankfurt, Washington oder gar New York vergleichbar halten und mit dort vielleicht angebrachten Mitteln hier vor Ort reagieren - vielleicht gar um irgendetwas zu kompensieren.
Und sie müssen sich dafür nicht einmal verantworten - weil zahlt ja irgendwer anders.
Es ist absolut unverständlich wie solche Personen in diese wichtigen Posten kommen können, um solche Dinge entscheiden zu dürfen und warum nicht mal einer mit Fachkenntnis sagt: "Ähmm Moment, also das ist echt absoluter Blödsinn!" - aber das ist wohl so, weil die alle Angst haben bei Wiederspruch gegen Willen der Mächtigen ihren Job zu verlieren.
Nur, wohin soll das führen wenn wirklich mal etwas passiert und keiner, aber auch wirklich keiner einen kühlen Kopf bewahrt, sondern hektisch agiert?

Und sorry, allein Cannabis-Pulver...
TeeEff
10.08.2012, 11:02 Uhr
Gab inzwischen Entwarnung
Stand aber leider nur in anderer Zeitung.

Kurz:"...es handelte sich sich nicht
um den Milzbranderreger Anthrax. Es ist bei Untersuchungen des Pulvers keine gesundheitsgefährdende Substanz festgestellt wurden. Um was es sich bei dem Pulver konkret handele, könne man aber noch
nicht sagen..."
____________________________________________
Anmerkung der Red.: Wer aufmerksam liest, der ist klar im Vorteil:
http://nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=114493
NDHler
10.08.2012, 11:54 Uhr
@TeeEff
Anthrax oder was auch immer. Mir ist auch klar das Nordhausen sicher nicht im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus liegt. Aber noch einmal, der Inhalt der Fässer war und ist immer noch unbekannt und da ist nun mal Vorsicht geboten! Und deshalb dreht von den Betroffenen keiner am Rad!

Klar ist aber auch, sie hätten sicher besonnener und weniger vorsichtig reagiert. Erst mal Finger rein und kosten, mal sehen was passiert! Vielleicht ist die Welt ja dann rosarot wie zu Honnis Zeiten, …. wer weiß?! Oder es ist DER ZAUBETRANK…………….
Wolfi65
10.08.2012, 14:09 Uhr
Gerade jetzt
Jetzt, wo man sich in einer trügerischen Sicherheit wähnt und der Focus der Öffentlichkeit wieder auf andere Dinge gerichtet ist, dann schlagen die "Puderzucker-Terroristen" wieder zu.
An einem Ort, an dem Niemand es zu glauben wagt.
NDH in Thueringen.
Ein strategisch wichtiger Ort, welcher das Kräfteverhältnis der Supermächte ins wanken bringen kann.
Hier wird Zukunft geschrieben.

Ich habe dem bezeichneten Ort in NDH-Ost nur noch unter Einhaltung größter Sicherheitsvorschriften befahren und betreten.
Ich lasse mich z.B. nicht von Fremden ansprechen und bleibe nicht unnötig lange an einem Ort.
Auch nehme ich keine Süßigkeiten und dgl. von fremden Leuten an.
Nach dem Besuch in Ost habe ich sofort alle Bekleidung vernichtet und mich einer peinlichen Ganzkörperreinigung unterzogen.
Die Haare habe ich mir abgeschnitten und die Nasenlöcher(Nüstern)zugeklebt, damit die Puderzucker-Teilchen keine Unterschlupf haben.
Seit dem @TeeEff so mit dieser Sache ins Detail gegangen ist, kann ich kein Auge mehr zumachen und schaue mit aufgerissenen Augen die ganze Nacht an die Schlafzimmerdecke.
Ich bin nur noch ein Schatten meiner selbst und verbleibe mit freundlichem Gruß.
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