Do, 17:09 Uhr
09.08.2012
Begeisterung in St. Petersburg
Unter dem Motto Russland und Deutschland - gemeinsam die Zukunft gestalten, wurde die Konzert-Tournee nach St. Petersburg zum Höhepunkt der bisherigen Orchesterhistorie. Ende Juli ging die Reise für das LJO Thüringen rund 2.000 km gen Osten.
Im Landesjugendorchester Thüringen, dessen Träger die Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen ist, vereinen sich die besten Nachwuchsmusiker des Freistaats zu einem großen Sinfonieorchester. Zwei- bis dreimal jährlich versammeln sich die 65 jungen Leute in Probephasen oder Projekten, um dann unter Anleitung ihres Dirigenten Juri Lebedev zu musizieren. Sie erarbeiten anspruchsvolle Werke der Orchesterliteratur und stellen sich im Anschluss dem Publikum, normalerweise in ihrer Heimat.
Da nun aber das Jahr 2012 unter dem Motto Russland und Deutschland - gemeinsam die Zukunft gestalten steht, wurde der Höhepunkt der bisherigen Orchesterhistorie eine Konzert-Tournee nach St. Petersburg. Ende Juli ging die Reise für das LJO Thüringen rund 2.000 km gen Osten. Vorbei an Berlin, danach quer durch Polen, Litauen, Lettland und Estland - mit dem Bus! Das entsprach etwa 44 Stunden Fahrt. Trotzdem war die Vorfreude riesig, wie die 19-jährige Konzertmeisterin Constanze Friedel erzählt: Also ich freu mich schon sehr und bin gespannt auf die Orchesterfahrt nach St. Petersburg. Besonders auch, weil wir bei der Fahrt in Kontakt mit einer anderen Kultur kommen, also der Russischen Kultur. Wir werden in zwei wunderschönen russischen Sälen spielen und es wird hoffentlich viel Publikum kommen und auch einmal sehen wie ein deutsches Orchester in St. Petersburg spielt und somit auch deutsche Kultur ein Stück weit nach Russland überträgt ...
Als Constanze Friedel und ihre jungen Musikerkollegen die Reisestrapazen endlich überstanden hatten, wartete mit St. Petersburg ein Traum von einer Stadt. Fritjof Vollmer, einer der Dienstältesten, der bereits im 3. Semester Kontrabass studiert, kann das nach 7 Jahren und 16 Projekten mit dem Landesjugendorchester beurteilen: Petersburg hat mich bei der Einfahrt schon umgehauen, die Stadtrundfahrt hat mir den Rest gegeben. Ich stimme mit vielen Orchestermitgliedern überein, dass es eine der eindrucksvollsten Städte ist, die man einmal gesehen haben kann im Leben…
Neben dem Gemeinschaftserlebnis und der Erkundung einer fremden Stadt und Kultur stand natürlich die Musik im Mittelpunkt - und die ist auch auf Reisen mit harter Probenarbeit verbunden: Täglich fand sich das Orchester mit seinem Dirigenten Juri Lebedev zu mehrstündigen Proben zusammen. Schließlich standen zwei Konzerte mit einem Programm bestehend aus Wagner, Liszt und Hindemith an, mit denen die jungen Musiker deutsche Musikkultur in Russland repräsentieren wollten.
Schon nach dem ersten Konzert im Beloselskich-Beloselskich Palais, direkt am prachtvollen Newskij Prospekt, war das Publikum begeistert von den jungen Musikern. Schließlich sind Jugendorchester in Russland eine Seltenheit, wie die Direktorin des Philharmonischen Orchesters St. Petersburg, Ludmila Ganeeva, bemerkt.
Schließlich stand noch das große Abschlusskonzert in der Akademitscheskaja Kapella aus, der Haus-und-Hof-Kapelle der alten Zaren, in Sicht- und Wurfweite der Eremitage.
Vor dem großen Abschlusskonzert herrschte allenthalben Aufregung und Anspannung. Besonders groß war das Lampenfieber bei Konzertmeisterin Constanze Friedel: …weil es ist etwas Besonderes hier zu spielen und deswegen sind wir besonders angespannt, dass wirklich auch alles so klappt, wie wir das auch geübt haben. Dass alle Einsätze klappen …
Angst hätten die jungen Musiker des LJO nicht haben müssen. Die Einsätze klappten: Bei der Ouvertüre zu Wagners Meistersingern genauso, wie bei Liszts Ungarischer Rhapsodie und Hindemiths Symphonischen Metamorphosen.
Rund 600 begeisterte Besucher belohnten das Landesjugendorchester mit stürmischem Applaus und stehenden Ovationen. Und mit diesem Glücksgefühl einer gelungenen Tournee, ließen sich die 2.000 Bus-km retour gen Westen wesentlich leichter verkraften.
Gefördert wurde die Konzertreise des LJO Thüringen vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, dem Goethe-Institut sowie regionalen Unternehmen.
Und noch etwas: Begabte Nachwuchsmusiker sind herzlich eingeladen, sich für das Orchester zu bewerben. Das nächste Probespiel findet im Herbst 2012 in Weimar statt - genaue Infos auf der Homepage des Orchesters: www.ljo-thueringen.de
Autor: knIm Landesjugendorchester Thüringen, dessen Träger die Thüringer Landesmusikakademie Sondershausen ist, vereinen sich die besten Nachwuchsmusiker des Freistaats zu einem großen Sinfonieorchester. Zwei- bis dreimal jährlich versammeln sich die 65 jungen Leute in Probephasen oder Projekten, um dann unter Anleitung ihres Dirigenten Juri Lebedev zu musizieren. Sie erarbeiten anspruchsvolle Werke der Orchesterliteratur und stellen sich im Anschluss dem Publikum, normalerweise in ihrer Heimat.
Da nun aber das Jahr 2012 unter dem Motto Russland und Deutschland - gemeinsam die Zukunft gestalten steht, wurde der Höhepunkt der bisherigen Orchesterhistorie eine Konzert-Tournee nach St. Petersburg. Ende Juli ging die Reise für das LJO Thüringen rund 2.000 km gen Osten. Vorbei an Berlin, danach quer durch Polen, Litauen, Lettland und Estland - mit dem Bus! Das entsprach etwa 44 Stunden Fahrt. Trotzdem war die Vorfreude riesig, wie die 19-jährige Konzertmeisterin Constanze Friedel erzählt: Also ich freu mich schon sehr und bin gespannt auf die Orchesterfahrt nach St. Petersburg. Besonders auch, weil wir bei der Fahrt in Kontakt mit einer anderen Kultur kommen, also der Russischen Kultur. Wir werden in zwei wunderschönen russischen Sälen spielen und es wird hoffentlich viel Publikum kommen und auch einmal sehen wie ein deutsches Orchester in St. Petersburg spielt und somit auch deutsche Kultur ein Stück weit nach Russland überträgt ...
Als Constanze Friedel und ihre jungen Musikerkollegen die Reisestrapazen endlich überstanden hatten, wartete mit St. Petersburg ein Traum von einer Stadt. Fritjof Vollmer, einer der Dienstältesten, der bereits im 3. Semester Kontrabass studiert, kann das nach 7 Jahren und 16 Projekten mit dem Landesjugendorchester beurteilen: Petersburg hat mich bei der Einfahrt schon umgehauen, die Stadtrundfahrt hat mir den Rest gegeben. Ich stimme mit vielen Orchestermitgliedern überein, dass es eine der eindrucksvollsten Städte ist, die man einmal gesehen haben kann im Leben…
Neben dem Gemeinschaftserlebnis und der Erkundung einer fremden Stadt und Kultur stand natürlich die Musik im Mittelpunkt - und die ist auch auf Reisen mit harter Probenarbeit verbunden: Täglich fand sich das Orchester mit seinem Dirigenten Juri Lebedev zu mehrstündigen Proben zusammen. Schließlich standen zwei Konzerte mit einem Programm bestehend aus Wagner, Liszt und Hindemith an, mit denen die jungen Musiker deutsche Musikkultur in Russland repräsentieren wollten.
Schon nach dem ersten Konzert im Beloselskich-Beloselskich Palais, direkt am prachtvollen Newskij Prospekt, war das Publikum begeistert von den jungen Musikern. Schließlich sind Jugendorchester in Russland eine Seltenheit, wie die Direktorin des Philharmonischen Orchesters St. Petersburg, Ludmila Ganeeva, bemerkt.
Schließlich stand noch das große Abschlusskonzert in der Akademitscheskaja Kapella aus, der Haus-und-Hof-Kapelle der alten Zaren, in Sicht- und Wurfweite der Eremitage.
Vor dem großen Abschlusskonzert herrschte allenthalben Aufregung und Anspannung. Besonders groß war das Lampenfieber bei Konzertmeisterin Constanze Friedel: …weil es ist etwas Besonderes hier zu spielen und deswegen sind wir besonders angespannt, dass wirklich auch alles so klappt, wie wir das auch geübt haben. Dass alle Einsätze klappen …
Angst hätten die jungen Musiker des LJO nicht haben müssen. Die Einsätze klappten: Bei der Ouvertüre zu Wagners Meistersingern genauso, wie bei Liszts Ungarischer Rhapsodie und Hindemiths Symphonischen Metamorphosen.
Rund 600 begeisterte Besucher belohnten das Landesjugendorchester mit stürmischem Applaus und stehenden Ovationen. Und mit diesem Glücksgefühl einer gelungenen Tournee, ließen sich die 2.000 Bus-km retour gen Westen wesentlich leichter verkraften.
Gefördert wurde die Konzertreise des LJO Thüringen vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, dem Goethe-Institut sowie regionalen Unternehmen.
Und noch etwas: Begabte Nachwuchsmusiker sind herzlich eingeladen, sich für das Orchester zu bewerben. Das nächste Probespiel findet im Herbst 2012 in Weimar statt - genaue Infos auf der Homepage des Orchesters: www.ljo-thueringen.de


