Mi, 13:40 Uhr
15.08.2012
Gewürdigt und kritisiert
Mehr als 700 Thüringerinnen und Thüringer arbeiten derzeit ehrenamtlich in einer der 15 regionalen Aktionsgruppen, die im Rahmen des LEADER-Programms Projekte zur ländlichen Entwicklung anstoßen und umsetzen. Was das Thüringer Landwirtschaftsministerium schick findet, das kritisieren andere Parteien...
Von den Projekten profitieren alle Landbewohner. Eine neue Broschüre des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) gibt Einblick in die Arbeit der Aktionsgruppen und stellt ausgewählte jüngere Projekte vor.
LEADER unterstützt die selbstbestimmte, nachhaltige Entwicklung auf dem Land. Niemand kennt seine Heimat und ihre Besonderheiten besser als die Menschen vor Ort, folglich werden dort die besten Projektideen geboren, sagte Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz heute anlässlich der Vorstellung der Publikation.
Die Broschüre illustriert, wie Bürgerinnen und Bürger gemeinsam die Zukunft ihrer Region gestalten. Die Beispiele kommen aus allen Landesteilen und decken die Bereiche Energieversorgung, Dorfentwicklung, Tourismus, Kultur, regionale Wirtschaft und Naturschutz ab.
Die durchaus auch positive Bilanz dürfe aber nicht über Probleme hinwegtäuschen. Ohne Zweifel hat sich die Förderinitiative LEADER in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Förderinstrumente gerade für den ländlichen Raum entwickelt, erklärt Dr. Frank Augsten, agrar- und umweltpolitischer Sprecher der Thüringer Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Den zahlreichen Akteurinnen und Akteuren, die die verantwortungsvolle Arbeit zum Beispiel in den Regionalen Aktionsgruppen ehrenamtlich leisten, ist dafür herzlich zu danken – aber auch deren Sorgen und Ängste sind ernst zu nehmen. So erreichen uns in den letzten Monaten immer mehr Informationen über Schwierigkeiten bei der finanziellen Umsetzung der Projekte.
Die bündnisgrüne Landtagsfraktion hat bei verschiedenen Gelegenheiten darauf hingewiesen, dass die ProjektträgerInnen zunehmend Probleme bei der Bereitstellung der Kofinanzierungsmittel haben und darüber hinaus Lösungen für die Schwierigkeiten bei der Vorfinanzierung der Projektkosten gefunden werden müssen.
Thüringen hat vor 15 Jahren die richtige Entscheidung getroffen, LEADER-Mittel in Thüringen flächendeckend anzubieten und dafür die entsprechenden Strukturen geschaffen. Durch das Ignorieren der finanziellen Schwierigkeiten, die sich in den letzten Monaten gravierend verschärften, setzt die Landesregierung jedoch die bisherige erfolgreiche Entwicklung aufs Spiel, so Augsten weiter. Wir fordern von Umweltminister Reinholz mehr innovatives Engagement für den ländlichen Raum. Das betrifft die Frage der Neudefinition der Kofinanzierungsmöglichkeiten ebenso wie die Einrichtung eines revolvierenden Fonds, um das Problem der Vorfinanzierung zu lösen, schließt der bündnisgrüne Agrar- und Umweltexperte.
Wir bieten die Broschüre zum Download an.
Autor: nnzVon den Projekten profitieren alle Landbewohner. Eine neue Broschüre des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) gibt Einblick in die Arbeit der Aktionsgruppen und stellt ausgewählte jüngere Projekte vor.
LEADER unterstützt die selbstbestimmte, nachhaltige Entwicklung auf dem Land. Niemand kennt seine Heimat und ihre Besonderheiten besser als die Menschen vor Ort, folglich werden dort die besten Projektideen geboren, sagte Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz heute anlässlich der Vorstellung der Publikation.
Die Broschüre illustriert, wie Bürgerinnen und Bürger gemeinsam die Zukunft ihrer Region gestalten. Die Beispiele kommen aus allen Landesteilen und decken die Bereiche Energieversorgung, Dorfentwicklung, Tourismus, Kultur, regionale Wirtschaft und Naturschutz ab.
Die durchaus auch positive Bilanz dürfe aber nicht über Probleme hinwegtäuschen. Ohne Zweifel hat sich die Förderinitiative LEADER in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Förderinstrumente gerade für den ländlichen Raum entwickelt, erklärt Dr. Frank Augsten, agrar- und umweltpolitischer Sprecher der Thüringer Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Den zahlreichen Akteurinnen und Akteuren, die die verantwortungsvolle Arbeit zum Beispiel in den Regionalen Aktionsgruppen ehrenamtlich leisten, ist dafür herzlich zu danken – aber auch deren Sorgen und Ängste sind ernst zu nehmen. So erreichen uns in den letzten Monaten immer mehr Informationen über Schwierigkeiten bei der finanziellen Umsetzung der Projekte.
Die bündnisgrüne Landtagsfraktion hat bei verschiedenen Gelegenheiten darauf hingewiesen, dass die ProjektträgerInnen zunehmend Probleme bei der Bereitstellung der Kofinanzierungsmittel haben und darüber hinaus Lösungen für die Schwierigkeiten bei der Vorfinanzierung der Projektkosten gefunden werden müssen.
Thüringen hat vor 15 Jahren die richtige Entscheidung getroffen, LEADER-Mittel in Thüringen flächendeckend anzubieten und dafür die entsprechenden Strukturen geschaffen. Durch das Ignorieren der finanziellen Schwierigkeiten, die sich in den letzten Monaten gravierend verschärften, setzt die Landesregierung jedoch die bisherige erfolgreiche Entwicklung aufs Spiel, so Augsten weiter. Wir fordern von Umweltminister Reinholz mehr innovatives Engagement für den ländlichen Raum. Das betrifft die Frage der Neudefinition der Kofinanzierungsmöglichkeiten ebenso wie die Einrichtung eines revolvierenden Fonds, um das Problem der Vorfinanzierung zu lösen, schließt der bündnisgrüne Agrar- und Umweltexperte.
Hintergrund
Seit 1991 fördert die Europäische Union unter dem Namen LEADER Eigeninitiativen der Menschen im ländlichen Raum. In der aktuellen Förderperiode 2007-2013 stehen in Thüringen für LEADER rund 45 Millionen Euro zur Verfügung. Damit wurden bislang mehr als 450 Projekte angestoßen. Das TMLFUN unterhält in seinem Haus die Thüringer Vernetzungsstelle LEADER, die die regionalen Aktionsgruppen vernetzt und berät.Wir bieten die Broschüre zum Download an.
Downloads:
- Die LEADER-Broschüre (3.942 kByte)
