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So, 12:33 Uhr
19.08.2012

Unterwegs in Brasilien

Eine 20-köpfige Thüringer Unternehmer- und Wissenschaftsdelegation unter Leitung von Wirtschaftsminister Matthias Machnig bricht am Montag zu einer insgesamt viertägigen Wirtschaftsreise nach Brasilien auf. Auch Nordthüringer sind mit dabei...


Auf dem Programm stehen politische und wirtschaftliche Gespräche mit hochrangigen Vertretern des südamerikanischen Landes. Stationen sind die größte und zweitgrößte Stadt Brasiliens, São Paulo und Rio de Janeiro. „Brasilien ist aufgrund seiner Größe und seiner steigenden Kaufkraft ein wichtiger Zukunftsmarkt auch für Thüringer Unternehmen“, sagte Machnig im Vorfeld der Reise.

Für das laufende Jahr wird in Brasilien ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent erwartet. Das Land, das 2014 die FIFA-Fußballweltmeisterschaft und 2016 die Olympischen Spiele ausrichten wird, gehört zusammen mit Russland, Indien und China zu den sog. BRIC-Staaten – Ländern mit besonderem Wachstumspotential für die deutsche Exportwirtschaft. Auch die „Thüringer Außenwirtschaftskonzeption“ sieht deshalb eine vorrangige Erschließung dieses Potentialmarkts vor.

„Thüringer Unternehmen sind in Brasilien allerdings noch zu wenig präsent“, sagte der Minister. Zwar seien bereits mehrere Unternehmen aus Thüringen mit eigenen Niederlassungen in Brasilien aktiv, darunter Herbacin cosmetic, Bosch Solar, GPM Geräte- und Pumpenbau, Circle Smart Card oder Jenoptik. Dennoch: Bei Exporten von 91 Millionen Euro und Einfuhren von rund 22 Millionen Euro seien die Wirtschaftsbeziehungen noch deutlich ausbaufähig.

Mit der Delegationsreise wolle das Land deshalb neue Kontakte und Geschäftsbeziehungen in die Region knüpfen und damit die Exportaktivitäten der Thüringer Wirtschaft unterstützen. Möglichkeiten für eine stärkere Zusammenarbeit sieht Machnig u.a. in Branchen wie Maschinenbau, Automobilzulieferindustrie, Medizin- und Energietechnik oder dem Anlagenbau. Ebenso werde Thüringen aber vor Ort auch als Investitions- und Hochschulstandort für sich werben.

Begleitet wird der Thüringer Wirtschaftsminister von einer Delegation, der u.a. Vertreter von Optik-, Maschinen-/Anlagenbau- und Medizintechnikunternehmen (z.B. Glatt Ingenieurtechnik, Herwig Bohrtechnik, Piezosystem Jena GmbH, IOSONO, Jena-Optronik, AJZ engineering) und von Thüringer Hoch- und Fachschulen (FH Jena, FH Nordhausen, Fraunhofer-IDMT Ilmenau) angehören.

Auf dem Programm stehen Gespräche mit brasilianischen Unternehmen und Einrichtungen (u.a. Companhia Siderúrgica Nacional (CSN, Mutter des Stahlwerks Unterwellenborn); EBX Group; Deutsches Krankenhaus Oswaldo Cruz) und hochrangigen Wirtschafts- und Regierungsvertretern – wie dem Umweltminister des Bundesstaats São Paulo, Bruno Covas, dem Verkehrsminister des Bundesstaats Rio de Janeiro, Julio Luiz Baptista Lopes, dem Präsidenten des Industrieverbands São Paulo (FIESP), Paulo Antonio Skaf, dem Präsidenten des Brasilianischen Verbands für Erneuerbare Energien (ABEAMA), Ruberval Baldini, oder dem Vorstand der Brasilianischen Entwicklungsbank, Luis Eduardo Melin. Desweiteren sind ein Investorenlunch und ein Abendempfang des Wirtschaftsministers des Bundesstaats Rio de Janeiro, Julio Bueno, vorgesehen.
Autor: red

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