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Sa, 12:11 Uhr
25.08.2012

Eine kleine Jogger-Typologie

Laufen ist nicht nur gesund, beim Laufen geht es immer häufiger auch ums Sehen und Gesehen werden, die beliebtesten Strecken sind ganz nebenbei zum Laufsteg mutiert. Vor diesem Hintergrund unternahm die "Süddeutsche Zeitung" vor einiger Zeit den nicht ganz ernst gemeinten Versuch einer Typologie der Jogger-Charaktere...


Ein häufig vorkommendes Exemplar sei demnach der "Angeber", den man bereits von Weitem an einem knallorangenen Leibchen erkenne. Es sei das "Finisher-T-Shirt" vom letzten Stadtlauf, womit der Angeber seine Umwelt darauf hinweise, dass er schon einmal mehr als zehn Kilometer gelaufen sei. In jedem Stadtpark begegne man auch den "Paarläufern". Meist sei er oder sie außer Atem und der andere schlurfe unterfordert nebenher. Dafür erzähle dieser pausenlos, während der kurzatmige Nebenläufer gestresst sei, weil er kaum Luft zum Antworten habe. Der "Coole" dagegen laufe stets gut gebräunt im weißen Feinrippunterhemd und mit Ray-Ban-Sonnenbrille durch die Gegend. Der "Marathon-Anwärter" wiederum, so die Analyse der "SZ", will sich selbst finden oder den New York Marathon in seinen Managerlebenslauf aufnehmen.

Vorsicht nach längerer Pause

Egal zu welcher Sorte Läufer man sich selbst zählt: Jogging ist der ideale Sport, um das Herz-Kreislauf-System gesund zu erhalten, alle Körperzellen mit Sauerstoff zu versorgen und fit und gesund zu bleiben. Jogging begünstigt zudem die Ausschüttung von Glückshormonen, man fühlt sich fit und gut gelaunt und stärkt zudem sein Immunsystem. Dr. Sven A. Clausen, Leiter des Personal-Trainer-Netzwerks "Sport für Hanseaten" aus Hamburg, empfiehlt in diesem Zusammenhang wie bei jeder anderen Sportart gezielte, wiederkehrende und individuell angepasste sportliche Belastungsreize: "Hierzu sind mindestens zwei Trainingseinheiten pro Woche à 30 bis 45 Minuten nötig."

Wer jenseits der 50 sei und nach längerer Pause wieder mit dem Sport beginnen wolle, sollte nach Ansicht von Dr. Clausen einige Vorsichtsmaßnahmen beachten und beispielsweise zunächst einen Gesundheits-Check durchführen lassen: "Danach weiß man, wo man aktuell steht und was man sich zutrauen kann." Geprüft werden müsse beispielsweise, wie es um den Blutdruck und Blutzucker stehe und ob die Gelenke in Ordnung seien. Oft sei es ratsam, so Dr. Clausen, mit sportlichen Aktivitäten unter fachlicher Anleitung eines qualifizierten Trainers zu beginnen.

Die typischen Verletzungen beim Laufen

Wie bei allen anderen Disziplinen, kann es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen auch beim Laufen zu einer Sportverletzung kommen, deren Gründe meistens in einer Überlastung der Muskeln und Gelenke liegen und die seltener durch Unfälle verursacht werden ( http://www.joggen-online.de/ ). Beim Blick auf Untersuchungen zu Sportverletzungen bei Läufern fällt sofort ins Auge, dass es besonders häufig im Bereich der Knie und der Achillessehnen sowie des Rückens zu Verletzungen beim Sport kommt. Während Freizeit- und Hobbyläufer vorwiegend über Knieprobleme und Rückenbeschwerden klagen, haben Leistungssportler überdurchschnittlich oft mit Achillessehnenverletzungen zu tun. Neben diesen besonders stark vertretenen Laufverletzungen zählen auch das Schienbeinkantensyndrom, Entzündungen im Bereich der Fußsohle - wie der Fersensporn - und Ermüdungsbrüche wie der Bruch des Mittelfußknochens zu den typischen Sportverletzungen bei Läufern.

Private Unfallversicherung zahlt auch bei Sportverletzungen

Wer sich im privaten Bereich - beispielsweise durch einen Sportunfall - verletzt und bleibende Schäden davonträgt, erhält von der gesetzlichen Unfallversicherung keinen Cent. Anders bei einer privaten Unfallversicherung - sie zahlt immer, egal ob bei Unfällen im privaten Bereich oder im Beruf. "Wichtig ist, dass der Betroffene den Unfall seiner Versicherung unverzüglich meldet", betont Dieter Sprott von den Ergo Direkt Versicherungen ( https://ergodirekt.de ). Beim Fürther Direktversicherer gilt beim "Unfall-Schutz" der sogenannte erweiterte Unfallbegriff: Als Unfall gilt auch, wenn ein Gelenk verrenkt wird oder Muskeln, Sehnen, Bänder oder Kapseln gezerrt oder zerrissen werden.

Versicherungsnehmer können in ihre Police optional den Anspruch auf Schmerzensgeld einschließen. "Wenn die erlittene Verletzung in der Schmerzensgeldtabelle aufgeführt ist, erhält der Versicherte die hierfür vorgesehene Leistung", erläutert Dieter Sprott.

Eine andere optional zu vereinbarende Leistung ist der Anspruch auf ein Krankenhaus-Tagegeld. Es wird in der vereinbarten Höhe für jeden Kalendertag gezahlt, den der Versicherte aufgrund eines Unfalls wegen medizinisch notwendiger vollstationärer Heilbehandlung oder Rehabilitation im Krankenhaus verbringen muss.

Die Zahlung erfolgt maximal über einen Zeitraum von zwei Jahren. Zusätzlich wird das Krankenhaus-Tagegeld bis zu vier Wochen im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt in gleicher Höhe ausgezahlt.
Autor: red

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
25.08.2012, 13:55 Uhr
Joggen: Nicht viele sind wirklich geeignet
Nach meiner subjektiven Beobachtung sind nur wenige Jogger körperlich wirklich für ihren Sport geeignet. Der Belastung von Rücken und Gelenken, die wohl rund 7x höher ist, als beim normalen Gehen, müssen eine gesunde, trainierte Muskulatur, ein möglichst kräftiges Bindegewebe und intakte Gelenke ausgleichen. Der Bericht aber zeigt die vielen, möglichen und auch verbreiteten Probleme der Jogger auf. Man hört vielfach von Arthrosen bereits im mittleren Lebensalter. Nach meiner persönlichen Erfahrung auch aus Gesprächen mit Sportlern scheint es so zu sein, dass nur ganz wenige Menschen wirklich für ein "gesundes Joggen" über viele Jahre geeignet sind. Hierzu gehört auch eine ideale Körperphysik (Haltung, Kraftlinien).
Nicht nachvollziehen kann ich das verbreitete Joggen auf asphaltiertem Untergrund.
Ich selbst bin früher auch gejoggt und verfalle auch ab und zu für einige Hundert Meter beim Wandern im Wald in den Laufschritt - als Ausnahme. Nachdem ich gemerkt habe, dass das regelmäßige Joggen die Gelenke zu sehr belastet, musste ich schweren Herzens aufgeben. Seitdem wandere ich verstärkt 100 und mehr Kilometer am Stück und besteige ab und an Berge - ohne Probleme. Allerings muss ich auch sagen, dass zumindest das Wandern auf Strecken von unter 50 km nicht an den Erholungseffekt beim Joggen oder auch Schwimmen herankommt.
Wer also wirklich schadlos joggen kann, der kann und sollte froh sein. Für wichtig halte ich, sich nicht zu überfordern und stets einen kontrollierten Muskelaufbau zur Gelenkentlastung zu betreiben. Man liest zudem immer wieder, dass viele Freizeitläufer zu wenig auf die Warnsignalee ihres Körpers reagieren - mit den im Beitrag beschriebenen Folgen. Wie es oben steht: Das sich Zeigen ist da oft wichtiger, als der Sport an sich. Und schließlich steht mit Adidas und Puma eine ganze Industrie hinter den Joggern und verstellt ihnen bestimmt auch gern den Blick auf Kritisches.
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