Fr, 12:05 Uhr
31.08.2012
Allensbach fragte: Alles kostenlos?
Das Urheberrecht hat im Internet einen schweren Stand. Vor vielen Jahren erregte die Musiktauschbörse Napster, im letzten Jahr das Filmeportal kino.to Aufsehen. In beiden Fällen konnten (illegal) über eine Online-Plattform urheberrechtlich geschützte Musikstücke und Kinofilme kostenlos getauscht bzw. herunterladen werden....
Mit dem ACTA-Abkommen sollte eine international verbindliche Vereinbarung geschaffen werden, die Mindeststandards für die Durchsetzung von Schutzrechten für geistiges Eigentum, unter anderem im Internet, festlegt. Allerdings wurde das ACTA-Abkommen vom Europäischen Parlament abgelehnt. Kritiker monierten unter anderem die unklaren Bestimmungen,
die einer staatlichen Überwachung privater Internetnutzer Tür und Tor öffnen würden.
Auch wenn das ACTA-Abkommen vorerst gescheitert ist: Die Bevölkerung hat grundsätzlich Verständnis für die Ziele des Abkommens – nämlich den Schutz des Urheberrechts auch im Internet. 56 Prozent der Bevölkerung sind der Meinung, dass das kostenlose Kopieren und Tauschen von Musik, Büchern oder Filmen über das Internet verboten sein sollte, weil den Künstlern ein ausreichender Lohn für die erstellten Werke dadurch verwehrt würde.
24 Prozent der Deutschen sind dagegen der Auffassung, dass künstlerische Werke im Internet für alle frei verfügbar sein sollten, nicht nur für diejenigen, die sich diese leisten können. Ein ähnliches Stimmungsbild ergibt sich für die Internetnutzer, von denen sich 57 Prozent für, 28 Prozent gegen die Gültigkeit des Urheberrecht im Internet aussprechen.
Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Während von den 30-Jährigen und Älteren zwischen 59 und 61 Prozent für den Schutz des Urheberrechts im Internet votieren, sind es von den 16- bis 29-Jährigen lediglich 39 Prozent. In der jüngeren Generation vertritt eine relative Mehrheit von 46 Prozent die Gegenposition einer ausgeprägten Gratis-Kultur im Netz (Schaubild 1).
Während sich die Mehrheit der Bevölkerung für den Schutz des Urheberrechts im Internet ausspricht, glaubt allerdings nur eine Minderheit von 14 Prozent, dass man das Urheberrecht im World Wide Web auch durchsetzen kann. 57 Prozent sind dagegen der Auffassung, dass sich das kostenlose Kopieren und Tauschen von Filmen und Musik im Internet nicht verhindern lässt. Von den Internetnutzern zweifelt mit 65 Prozent ein noch größerer Kreis an der Durchsetzbarkeit eines Verbots.
Besonders skeptisch sind die jüngeren Internetnutzer: Von den 16- bis 29-jährigen Internetnutzern glauben 76 Prozent, dass das kostenlose Kopieren und Tauschen nicht effektiv verhindert werden kann. Aber auch von den Internetnutzern aus den mittleren und höheren Altersgruppen zweifelt eine deutliche Mehrheit daran, dass das kostenlose Kopieren und Tauschen wirksam unterbunden werden kann (Schaubild 2).
Die Skepsis, inwiefern sich der Schutz von Urheberrechten an künstlerischen Werken im Internet überhaupt durchsetzen lässt, teilen dabei auch diejenigen, die sich grundsätzlich für den Schutz von Urheberrechten aussprechen. Auch von ihnen glaubt eine Mehrheit von 55 Prozent, dass sich ein Verbot nicht durchsetzen lassen würde, nur 18 Prozent glauben an die Möglichkeit eines effektiven Schutzes.
Allensbach befragte vom 1. bis 12. Juli 1.615 Frauen und Männer ab 16 Jahre.
Autor: redMit dem ACTA-Abkommen sollte eine international verbindliche Vereinbarung geschaffen werden, die Mindeststandards für die Durchsetzung von Schutzrechten für geistiges Eigentum, unter anderem im Internet, festlegt. Allerdings wurde das ACTA-Abkommen vom Europäischen Parlament abgelehnt. Kritiker monierten unter anderem die unklaren Bestimmungen,
die einer staatlichen Überwachung privater Internetnutzer Tür und Tor öffnen würden.
Auch wenn das ACTA-Abkommen vorerst gescheitert ist: Die Bevölkerung hat grundsätzlich Verständnis für die Ziele des Abkommens – nämlich den Schutz des Urheberrechts auch im Internet. 56 Prozent der Bevölkerung sind der Meinung, dass das kostenlose Kopieren und Tauschen von Musik, Büchern oder Filmen über das Internet verboten sein sollte, weil den Künstlern ein ausreichender Lohn für die erstellten Werke dadurch verwehrt würde.
24 Prozent der Deutschen sind dagegen der Auffassung, dass künstlerische Werke im Internet für alle frei verfügbar sein sollten, nicht nur für diejenigen, die sich diese leisten können. Ein ähnliches Stimmungsbild ergibt sich für die Internetnutzer, von denen sich 57 Prozent für, 28 Prozent gegen die Gültigkeit des Urheberrecht im Internet aussprechen.
Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Während von den 30-Jährigen und Älteren zwischen 59 und 61 Prozent für den Schutz des Urheberrechts im Internet votieren, sind es von den 16- bis 29-Jährigen lediglich 39 Prozent. In der jüngeren Generation vertritt eine relative Mehrheit von 46 Prozent die Gegenposition einer ausgeprägten Gratis-Kultur im Netz (Schaubild 1).
Während sich die Mehrheit der Bevölkerung für den Schutz des Urheberrechts im Internet ausspricht, glaubt allerdings nur eine Minderheit von 14 Prozent, dass man das Urheberrecht im World Wide Web auch durchsetzen kann. 57 Prozent sind dagegen der Auffassung, dass sich das kostenlose Kopieren und Tauschen von Filmen und Musik im Internet nicht verhindern lässt. Von den Internetnutzern zweifelt mit 65 Prozent ein noch größerer Kreis an der Durchsetzbarkeit eines Verbots.
Besonders skeptisch sind die jüngeren Internetnutzer: Von den 16- bis 29-jährigen Internetnutzern glauben 76 Prozent, dass das kostenlose Kopieren und Tauschen nicht effektiv verhindert werden kann. Aber auch von den Internetnutzern aus den mittleren und höheren Altersgruppen zweifelt eine deutliche Mehrheit daran, dass das kostenlose Kopieren und Tauschen wirksam unterbunden werden kann (Schaubild 2).
Die Skepsis, inwiefern sich der Schutz von Urheberrechten an künstlerischen Werken im Internet überhaupt durchsetzen lässt, teilen dabei auch diejenigen, die sich grundsätzlich für den Schutz von Urheberrechten aussprechen. Auch von ihnen glaubt eine Mehrheit von 55 Prozent, dass sich ein Verbot nicht durchsetzen lassen würde, nur 18 Prozent glauben an die Möglichkeit eines effektiven Schutzes.
Allensbach befragte vom 1. bis 12. Juli 1.615 Frauen und Männer ab 16 Jahre.


