Mi, 11:44 Uhr
05.09.2012
Bauen am Kyffhäuserdenkmal
Die Landrätin des Kyffhäuserkreises, Antje Hochwind, (SPD) hatte am vergangenen Donnerstag den Kyffhäuser besucht, um sich über die derzeit laufenden Bauarbeiten, aber auch über das in früheren Jahren geleistete Arbeitspensum zur Attraktivitätssteigerung des Kyffhäusers zu informieren. Über das Ergebnis informierte jetzt das Landratsamt...
Bereits in früheren Förderperioden wurden am Kyffhäuser erhebliche Mittel investiert, um dem enormen Erhaltungsaufwand, den eine solche große Anlage mit sich bringt, gerecht zu werden und um die Attraktivität für die Besucher zu steigern. So wurden in der Förderperiode von 1999-2003 ca. 3,15 Mio. Euro und in der Förderperiode 2004-2007 ca. 2,72 Mio. Euro investiert. Damit wurde unter anderem die Spitze des Kaiser-Wilhelm-Denkmals saniert und ein gläsernes Austrittsbauwerk errichtet. Damit konnte der Wassereintritt durch die bis dahin offene Kuppel erheblich eingeschränkt werden. Weitere große Baumaßnahmen stellten die Errichtung des neuen Museumsshops mit Bistro und die grundhafte Sanierung des Barbarossaturmes, der jetzt auch von den Besuchern betreten werden kann und durch reichhaltige Ausstellungen auch museal genutzt wird, dar.
Besonders beeindruckt zeigte sich Landrätin Hochwind von der aktuellen Zusammenarbeit der Mitwirkenden bei der Realisierung der aktuellen Baumaßnahmen. In der Förderperiode der EFRE-Förderung, dabei handelt es sich um das Operationelle Programm des Freistaates Thüringen für den Einsatz des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in der Strukturperiode 2007 bis 2013 stehen für die Kyffhäuserburganlagen 2,6 Mio. Euro zur Verfügung. Die Finanzierung setzt sich zusammen aus 1.780.000 € Fördermittel von der Europäischen Union, 180.000 € Bundesmittel, 408.800 € Fördermittel vom Freistaat Thüringen und 231.200 € Eigenmittel des Kyffhäuserkreises. Die Verwendung dieser Mittel wird begleitet von einer Arbeitsgruppe, die sich jeden Monat einmal auf dem Kyffhäuser trifft und dabei alle anstehenden Probleme und Fragen zu den Baumaßnahmen auf dem Kyffhäuser gemeinsam bespricht. In diesem Arbeitsgremium sind das Thüringer Kultusministerium, das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, das Landesamt für Bau und Verkehr als Prüfbehörde, die planenden Büros, der Tourismusverband als Betreiber des Denkmals und die Fachleute aus der Kreisverwaltung vertreten.
Durch diese sehr enge Zusammenarbeit aller Beteiligten Stellen können Probleme, die sich bei Baudurchführung selbstverständlich auch auf dem Kyffhäuser ergeben auf kurzem Dienstweg schnell gelöst werden und der Kyffhäuserkreis als Bauherr vermeidet Fehler, die zu Problemen bei der Abrechnung der Fördermittel führen könnten.
Den Schwerpunkt der aktuellen Bautätigkeit bildet die Sanierung der äußeren Fassade des Kaiser-Wilhelm-Denkmals. Hierfür werden ca. 1,2 Mio. € investiert. Inzwischen konnten die Reinigungsarbeiten der Fassade abgeschlossen werden. Für den Besucher ist dieses erste Zwischenergebnis durch die Planen nicht erkennbar.
Die Landrätin (im Bild mit Sören Hauskeller von der Bauverwaltung des Landratsamtes) konnte sich unmittelbar an der Fassade ein Bild von den Schäden am Sandstein, die sich unter einer teils recht dichten Verkrustung gebildet haben, überzeugen. Durch Umwelteinflüsse, eine normale Alterung des Materials und in die Fugen eintretendes Regenwasser sind verwitterte Schichten an der Oberfläche entstanden, es sind aber auch größere Sandsteinbrocken abgeplatzt und haben keine Verbindung mehr zum Mauerwerk. Es zeigt sich jetzt sehr deutlich, dass die Sanierungsmaßnahme nicht nur zur Erhaltung des Denkmals sondern vor allem zum Schutz der Besucher dringen notwendig geworden ist. Die Sanierung wird zwar nach Fertigstellung auch zu einer optisch schöneren Ansicht des Denkmals führen, dient aber in erster Linie nicht einer reinen ästhetischen Verbesserung, sondern zur weiteren Substanzerhaltung des Denkmals und der Sicherheit der Besucher. Im kommenden Jahr soll noch die südliche Ringmauer, entlang des mit Konjunkturprogrammmitteln errichteten neuen Zufahrtsweges zur Oberburg sowie die Freifläche vor dem Eingang in das Kaiser-Wilhelm-Denkmal saniert werden. Die Baumaßnahmen müssen bis zum Oktober 2013 abgeschlossen werden.
Autor: khhBereits in früheren Förderperioden wurden am Kyffhäuser erhebliche Mittel investiert, um dem enormen Erhaltungsaufwand, den eine solche große Anlage mit sich bringt, gerecht zu werden und um die Attraktivität für die Besucher zu steigern. So wurden in der Förderperiode von 1999-2003 ca. 3,15 Mio. Euro und in der Förderperiode 2004-2007 ca. 2,72 Mio. Euro investiert. Damit wurde unter anderem die Spitze des Kaiser-Wilhelm-Denkmals saniert und ein gläsernes Austrittsbauwerk errichtet. Damit konnte der Wassereintritt durch die bis dahin offene Kuppel erheblich eingeschränkt werden. Weitere große Baumaßnahmen stellten die Errichtung des neuen Museumsshops mit Bistro und die grundhafte Sanierung des Barbarossaturmes, der jetzt auch von den Besuchern betreten werden kann und durch reichhaltige Ausstellungen auch museal genutzt wird, dar.
Besonders beeindruckt zeigte sich Landrätin Hochwind von der aktuellen Zusammenarbeit der Mitwirkenden bei der Realisierung der aktuellen Baumaßnahmen. In der Förderperiode der EFRE-Förderung, dabei handelt es sich um das Operationelle Programm des Freistaates Thüringen für den Einsatz des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in der Strukturperiode 2007 bis 2013 stehen für die Kyffhäuserburganlagen 2,6 Mio. Euro zur Verfügung. Die Finanzierung setzt sich zusammen aus 1.780.000 € Fördermittel von der Europäischen Union, 180.000 € Bundesmittel, 408.800 € Fördermittel vom Freistaat Thüringen und 231.200 € Eigenmittel des Kyffhäuserkreises. Die Verwendung dieser Mittel wird begleitet von einer Arbeitsgruppe, die sich jeden Monat einmal auf dem Kyffhäuser trifft und dabei alle anstehenden Probleme und Fragen zu den Baumaßnahmen auf dem Kyffhäuser gemeinsam bespricht. In diesem Arbeitsgremium sind das Thüringer Kultusministerium, das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, das Landesamt für Bau und Verkehr als Prüfbehörde, die planenden Büros, der Tourismusverband als Betreiber des Denkmals und die Fachleute aus der Kreisverwaltung vertreten.
Durch diese sehr enge Zusammenarbeit aller Beteiligten Stellen können Probleme, die sich bei Baudurchführung selbstverständlich auch auf dem Kyffhäuser ergeben auf kurzem Dienstweg schnell gelöst werden und der Kyffhäuserkreis als Bauherr vermeidet Fehler, die zu Problemen bei der Abrechnung der Fördermittel führen könnten.
Den Schwerpunkt der aktuellen Bautätigkeit bildet die Sanierung der äußeren Fassade des Kaiser-Wilhelm-Denkmals. Hierfür werden ca. 1,2 Mio. € investiert. Inzwischen konnten die Reinigungsarbeiten der Fassade abgeschlossen werden. Für den Besucher ist dieses erste Zwischenergebnis durch die Planen nicht erkennbar.
Die Landrätin (im Bild mit Sören Hauskeller von der Bauverwaltung des Landratsamtes) konnte sich unmittelbar an der Fassade ein Bild von den Schäden am Sandstein, die sich unter einer teils recht dichten Verkrustung gebildet haben, überzeugen. Durch Umwelteinflüsse, eine normale Alterung des Materials und in die Fugen eintretendes Regenwasser sind verwitterte Schichten an der Oberfläche entstanden, es sind aber auch größere Sandsteinbrocken abgeplatzt und haben keine Verbindung mehr zum Mauerwerk. Es zeigt sich jetzt sehr deutlich, dass die Sanierungsmaßnahme nicht nur zur Erhaltung des Denkmals sondern vor allem zum Schutz der Besucher dringen notwendig geworden ist. Die Sanierung wird zwar nach Fertigstellung auch zu einer optisch schöneren Ansicht des Denkmals führen, dient aber in erster Linie nicht einer reinen ästhetischen Verbesserung, sondern zur weiteren Substanzerhaltung des Denkmals und der Sicherheit der Besucher. Im kommenden Jahr soll noch die südliche Ringmauer, entlang des mit Konjunkturprogrammmitteln errichteten neuen Zufahrtsweges zur Oberburg sowie die Freifläche vor dem Eingang in das Kaiser-Wilhelm-Denkmal saniert werden. Die Baumaßnahmen müssen bis zum Oktober 2013 abgeschlossen werden.





