Mo, 00:22 Uhr
10.09.2012
Zum Thema Altersarmut...
äußert sich Andreas Links Landesgeschäftsführer des Volksinteressenbundes Thüringen (VIBT). Hier die Meldung...
Volksarmut durch niedrige Löhne oder Beschäftigung in Teilzeit mit geringen Einkommen sind Mitverantwortlich für die spätere Altersarmut.
Um die Verarmung zu bekämpfen, genügt ein einziger Grundsatz: Arbeit muss sich in dem Maße lohnen, dass ein einziges Gehalt ausreicht, um eine vierköpfige Familie zu ernähren.
Wir haben in unserem Land eine wachsende Schicht von reichen Leuten, die ausgesorgt haben und von Vermögenserträgen bequem leben können. Dann haben wir in Deutschland eine stark schrumpfende Mittelschicht, die von ihrem Arbeitseinkommen auskömmlich leben kann.
Die zahlreichen Absteiger landen in einer Unterschicht, die -so sie noch Arbeit hat - damit nicht auf den berühmten grünen Zweig kommt und von den " Segnungen" der Konsumgesellschaft immer mehr ausgeschlossen wird.
Das Recht auf ein gutes Einkommen, bei gut getaner Arbeit, das Recht, die Früchte der eigenen Arbeit zu ernten, gehört in die Verfassung aufgenommen. Der mündige Bürger muss nicht reich sein, aber sich gewisser Sicherheiten erfreuen dürfen.
Eine gute Rente im Alter, bedeutet über die Jahre ein gutes Einkommen, es bedeutet aber auch, selbstbestimmt leben zu können.
Es bedeutet nicht die garantierte Festanstellung auf Lebenszeit, die Verbeamtung nach Abschluss des Kindergartens, es bedeutet, dass derjenige, der arbeiten will, auch Arbeit findet. Und es bedeutet, dass diese Arbeit einen ausreichend hohen Lohn zum auskömmlichen Leben und für die spätere Rente abwirft und eine ordentliche Erziehung der Kinder gewährleistet.
Armut bzw. Altersarmut bedeutet Hilflosigkeit und Abhängigkeit. Wer auf seinen Arbeitsplatz angewiesen ist, nimmt Dinge in Kauf, die mit Menschenwürde oder gar höflichem Umgang miteinander nichts mehr zu tun haben.
Die Einkommen vieler Bürger sinken. Seit einigen Jahren sind nicht nur Tarifabschlüsse unterhalb der Teuerungsrate die Regel, es fallen auch noch immer mehr Menschen aus tarifgebundenen Arbeitsverhältnissen. Unternehmen handeln ihren Beschäftigten Zugeständnisse ab, Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld, oft sogar Lohnkürzungen, um den Arbeitsplatz zu erhalten.
Und der Staat pfeift das hohe Lied des Gemeinwohls- und hinter dem Rücken kreuzen sich die Finger.
Der mündige Bürger, der Souverän einer Demokratie, kann sich nur entwickeln, wenn dieser Bürger in wirtschaftlicher und sozialer Sicherheit leben kann.
Kann er das nicht, wird er um sein Recht auf Selbstbestimmung betrogen und zum bloßen Untertan degradiert.
Andreas Links
Kleinberndten
Autor: khhVolksarmut durch niedrige Löhne oder Beschäftigung in Teilzeit mit geringen Einkommen sind Mitverantwortlich für die spätere Altersarmut.
Um die Verarmung zu bekämpfen, genügt ein einziger Grundsatz: Arbeit muss sich in dem Maße lohnen, dass ein einziges Gehalt ausreicht, um eine vierköpfige Familie zu ernähren.
Wir haben in unserem Land eine wachsende Schicht von reichen Leuten, die ausgesorgt haben und von Vermögenserträgen bequem leben können. Dann haben wir in Deutschland eine stark schrumpfende Mittelschicht, die von ihrem Arbeitseinkommen auskömmlich leben kann.
Die zahlreichen Absteiger landen in einer Unterschicht, die -so sie noch Arbeit hat - damit nicht auf den berühmten grünen Zweig kommt und von den " Segnungen" der Konsumgesellschaft immer mehr ausgeschlossen wird.
Das Recht auf ein gutes Einkommen, bei gut getaner Arbeit, das Recht, die Früchte der eigenen Arbeit zu ernten, gehört in die Verfassung aufgenommen. Der mündige Bürger muss nicht reich sein, aber sich gewisser Sicherheiten erfreuen dürfen.
Eine gute Rente im Alter, bedeutet über die Jahre ein gutes Einkommen, es bedeutet aber auch, selbstbestimmt leben zu können.
Es bedeutet nicht die garantierte Festanstellung auf Lebenszeit, die Verbeamtung nach Abschluss des Kindergartens, es bedeutet, dass derjenige, der arbeiten will, auch Arbeit findet. Und es bedeutet, dass diese Arbeit einen ausreichend hohen Lohn zum auskömmlichen Leben und für die spätere Rente abwirft und eine ordentliche Erziehung der Kinder gewährleistet.
Armut bzw. Altersarmut bedeutet Hilflosigkeit und Abhängigkeit. Wer auf seinen Arbeitsplatz angewiesen ist, nimmt Dinge in Kauf, die mit Menschenwürde oder gar höflichem Umgang miteinander nichts mehr zu tun haben.
Die Einkommen vieler Bürger sinken. Seit einigen Jahren sind nicht nur Tarifabschlüsse unterhalb der Teuerungsrate die Regel, es fallen auch noch immer mehr Menschen aus tarifgebundenen Arbeitsverhältnissen. Unternehmen handeln ihren Beschäftigten Zugeständnisse ab, Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld, oft sogar Lohnkürzungen, um den Arbeitsplatz zu erhalten.
Und der Staat pfeift das hohe Lied des Gemeinwohls- und hinter dem Rücken kreuzen sich die Finger.
Der mündige Bürger, der Souverän einer Demokratie, kann sich nur entwickeln, wenn dieser Bürger in wirtschaftlicher und sozialer Sicherheit leben kann.
Kann er das nicht, wird er um sein Recht auf Selbstbestimmung betrogen und zum bloßen Untertan degradiert.
Andreas Links
Kleinberndten
