Di, 11:27 Uhr
11.09.2012
Neues aus Berlin (112)
Im Rahmen unserer Reihe Berichte der Bundestagmitglieder unserer Region äußert sich das Mitglied des Bundestags, Kersten Steinke (Die Linke) zum Thema: Zuschussrente und stellt fest, die Zuschussrente ist Betrug und ein Milliardengrab obendrein
Eines ist sicher: Wenn nichts geschieht, wird die Altersarmut in Deutschland rapide steigen. Das haben Union, FDP und SPD erkannt. Deshalb schustern sie noch schnell medienwirksam ihre Rentenkonzepte zusammen, um damit zur Wahl 2013 auf Stimmenfang gehen zu können. Die FDP ködert die Berufstätigen mit einer kurzfristigen Absenkung der Rentenbeiträge von derzeit 19,6 auf 19,0 Prozent. Das entlastet nur wenig und führt letztendlich zu sinkenden Renten. Auch die SPD strebt mit ihrem Rentenkonzept keinen Politikwechsel an, sondern setzt weiterhin auf den Rückbau der gesetzlichen Rente und Teilprivatisierung der Altersvorsorge.
Nun hat die Arbeits-und Sozialministerin von der Leyen (CDU) die so genannte "Zuschussrente" aus der Wundertüte geholt. Vollmundig wird versprochen, dass auf diese Weise niedrige Renten auf bis zu 850 Euro aufgestockt werden können. Wer jedoch das Kleingedruckte bei der Zuschussrente liest, ist schnell enttäuscht. Denn wer sich beispielsweise im Jahr 2049 - also in 37 Jahren - in der Rente aufstocken lassen möchte, muss zwingend 35 Jahre in eine zusätzliche private Altersversorgung eingezahlt haben. Frauen, die 2010 in Rente gingen, konnten durchschnittlich gerade einmal 32,6 Versicherungsjahre nachweisen. Nun sollen also ausgerechnet die Geringverdiener wie Krankenschwestern, Altenpfleger, Dachdecker, Erzieher, Kellner und Verkäufer von ihrem geringen Gehalt auch noch zusätzlich privat einzahlen, um sich einen angemessenen Lebensunterhalt im Alter zu sichern.
Für Kersten Steinke, Thüringer linke Abgeordnete, ist "die Zuschussrente nichts anderes als ein Milliardengrab für ausgerechnet diejenigen, die ihre kleine Rente aufbessern wollen. Und es ist vor allem ein Milliardengeschenk an die Versicherungsbranche."
Für DIE LINKE ist das kein tragbares Konzept zur Bekämpfung von Altersarmut. Nur eine geforderte gesetzliche Mindestrente (in Höhe von zurzeit 900 Euro) kann Altersarmut abfedern. Die gesetzliche Rentenversicherung darf auch nicht weiter durch Privatversicherungen ausgehöhlt werden, an denen sich ausschließlich die Arbeitnehmer und nicht mehr die Arbeitgeber beteiligen. Im Gegenteil: die gesetzliche Rentenversicherung ist zu stärken - durch die Einbeziehung der Arbeitgeber und aller Erwerbstätigen, also auch der Freiberufler, Beamten und Politiker.
Wahlkreisbüro Kersten Steinke
Autor: khhEines ist sicher: Wenn nichts geschieht, wird die Altersarmut in Deutschland rapide steigen. Das haben Union, FDP und SPD erkannt. Deshalb schustern sie noch schnell medienwirksam ihre Rentenkonzepte zusammen, um damit zur Wahl 2013 auf Stimmenfang gehen zu können. Die FDP ködert die Berufstätigen mit einer kurzfristigen Absenkung der Rentenbeiträge von derzeit 19,6 auf 19,0 Prozent. Das entlastet nur wenig und führt letztendlich zu sinkenden Renten. Auch die SPD strebt mit ihrem Rentenkonzept keinen Politikwechsel an, sondern setzt weiterhin auf den Rückbau der gesetzlichen Rente und Teilprivatisierung der Altersvorsorge.
Nun hat die Arbeits-und Sozialministerin von der Leyen (CDU) die so genannte "Zuschussrente" aus der Wundertüte geholt. Vollmundig wird versprochen, dass auf diese Weise niedrige Renten auf bis zu 850 Euro aufgestockt werden können. Wer jedoch das Kleingedruckte bei der Zuschussrente liest, ist schnell enttäuscht. Denn wer sich beispielsweise im Jahr 2049 - also in 37 Jahren - in der Rente aufstocken lassen möchte, muss zwingend 35 Jahre in eine zusätzliche private Altersversorgung eingezahlt haben. Frauen, die 2010 in Rente gingen, konnten durchschnittlich gerade einmal 32,6 Versicherungsjahre nachweisen. Nun sollen also ausgerechnet die Geringverdiener wie Krankenschwestern, Altenpfleger, Dachdecker, Erzieher, Kellner und Verkäufer von ihrem geringen Gehalt auch noch zusätzlich privat einzahlen, um sich einen angemessenen Lebensunterhalt im Alter zu sichern.
Für Kersten Steinke, Thüringer linke Abgeordnete, ist "die Zuschussrente nichts anderes als ein Milliardengrab für ausgerechnet diejenigen, die ihre kleine Rente aufbessern wollen. Und es ist vor allem ein Milliardengeschenk an die Versicherungsbranche."
Für DIE LINKE ist das kein tragbares Konzept zur Bekämpfung von Altersarmut. Nur eine geforderte gesetzliche Mindestrente (in Höhe von zurzeit 900 Euro) kann Altersarmut abfedern. Die gesetzliche Rentenversicherung darf auch nicht weiter durch Privatversicherungen ausgehöhlt werden, an denen sich ausschließlich die Arbeitnehmer und nicht mehr die Arbeitgeber beteiligen. Im Gegenteil: die gesetzliche Rentenversicherung ist zu stärken - durch die Einbeziehung der Arbeitgeber und aller Erwerbstätigen, also auch der Freiberufler, Beamten und Politiker.
Wahlkreisbüro Kersten Steinke