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Sa, 06:12 Uhr
22.09.2012

Ein Licht für die Seele

Aktion Lucia gegen Brustkrebs. Was sich hinter dieser Aktion verbirgt, hat kn aus Artern erfahren...

Am 01.Oktober werden in Deutschland wieder 48 Frauen an Brustkrebs sterben. Und auch morgen und übermorgen. Um ihrer zu gedenken, zünden heute Mitglieder der Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) deutschlandweit vor Kirchen oder auf öffentlichen Plätzen 48 Kerzen an.

Die größte deutsche Krebs-Selbsthilfeorganisation verfolgt mit dieser Aktion, die nach der Lichtträgerin Lucia benannt ist, neben dem Gedenken an die Verstorbenen auch das Ziel, ein Licht auf die Defizite in der Behandlung brustkrebserkrankter Frauen zu werfen. Dazu gehört nach wie vor der Mangel an Angeboten zur psychologischen Betreuung.

"Eine Krebserkrankung wirkt sich auf alle Lebensbereiche gravierend aus", so Renate Radon von der FSH - Gruppe Artern..
Die Betroffenen sehen sich mit elementaren Ängsten konfrontiert- Angst vor dem Tod, vor Leiden und - im Fall von Brustkrebs - dem Verlust der Weiblichkeit.

Viele Frauen können dies nicht allein bewältigen und brauchen professionelle Unterstützung.
Dem Bedarf an psychosozialer Unterstützung wird weder im stationären noch im ambulanten Sektor ausreichend Bedeutung beigemessen.
Die Kürze der Verweildauer in der Klinik lässt vorgesehene Leistungen von Psychoonkologen und Sozialarbeitern nicht zu und ambulant steht ein ausreichendes Angebot nicht zur Verfügung.

Ohne lange Wartezeiten und meist auch ohne weite Anfahrtswege können betroffene Frauen in einer FSH-Gruppe seelische Unterstützung finden.
"Wir kennen alle aus eigenem Erleben die Ängste und Gefühle, die eine Krebserkrankung auslöst", so Regina Haftendorn.
Allein durch unser Dasein können wir Hoffnung vermitteln und Zuversicht, dass die Erkrankung bewältigt werden kann und ein lebenswertes Dasein mit dem Krebs möglich ist.
Die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) wurde 1976 in Mannheim von Frauen gegründet, die sich mit der Diagnose Krebs allein gelassen fühlten.

Heute verfügt die FSH bundesweit über ein dichtes Netz an regionalen Gruppen, so auch in Artern. Die Gruppentreffen stehen allen Menschen offen, die an Krebs erkrankt sind und deren Angehörigen.
Die Gruppe Artern trifft sich am 2. Mittwoch im Monat um 14.00 Uhr in den Räumen der IKOS (Volkshochschule) in Artern.
Autor: khh

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