Mo, 14:22 Uhr
24.09.2012
Unter den Erwartungen
Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik stieg das Bruttoinlandsprodukt, das ist die Summe der im Freistaat produzierten Güter und geleisteten Dienste, im ersten Halbjahr 2012 gegenüber dem Vorjahreszeitraum real nur um 0,1 Prozent. Damit liegt der Freistaat unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt (1,1 Prozent) und dem der neuen Bundesländer einschließlich Berlin (0,8 Prozent)...
Das Ergebnis hat uns schon überrascht. Im Vergleich zu den anderen Bundesländern ist das Abschneiden Thüringens doch recht ernüchternd, äußert sich Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, enttäuscht. Angesichts der positiven Umsatzentwicklung in der Industrie mit einer Steigerung von 2,2 Prozent in den ersten sechs Monaten 2012, sei durchaus mit einem deutlicheren Wachstumsplus zu rechnen gewesen.
Gute Zahlen aus der Industrie und den unternehmensnahen Dienstleistungen reichen allein eben nicht aus, um deutlichere Zuwachsraten zu erzielen, erklärt der IHK-Chef. Zumal auch die Bauwirtschaft unter den Erwartungen geblieben sei und der Gegenwind immer heftiger werde. Steigende Energiekosten und die Schwierigkeiten in der Eurozone machten schließlich nicht vor den Toren des Freistaats halt.
Die Stimmung trübt sich weiter ein, was auch der erneut gesunkene ifo Geschäftsklimaindex verdeutlicht, so Grusser. Die Negativschlagzeilen über die Schuldenkrise sowie ständig neue politische Debatten um die Zukunft des Euro würden die Unternehmen immer stärker verunsichern und sich auf ihre Investitionsneigung auswirken.
Autor: redDas Ergebnis hat uns schon überrascht. Im Vergleich zu den anderen Bundesländern ist das Abschneiden Thüringens doch recht ernüchternd, äußert sich Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, enttäuscht. Angesichts der positiven Umsatzentwicklung in der Industrie mit einer Steigerung von 2,2 Prozent in den ersten sechs Monaten 2012, sei durchaus mit einem deutlicheren Wachstumsplus zu rechnen gewesen.
Gute Zahlen aus der Industrie und den unternehmensnahen Dienstleistungen reichen allein eben nicht aus, um deutlichere Zuwachsraten zu erzielen, erklärt der IHK-Chef. Zumal auch die Bauwirtschaft unter den Erwartungen geblieben sei und der Gegenwind immer heftiger werde. Steigende Energiekosten und die Schwierigkeiten in der Eurozone machten schließlich nicht vor den Toren des Freistaats halt.
Die Stimmung trübt sich weiter ein, was auch der erneut gesunkene ifo Geschäftsklimaindex verdeutlicht, so Grusser. Die Negativschlagzeilen über die Schuldenkrise sowie ständig neue politische Debatten um die Zukunft des Euro würden die Unternehmen immer stärker verunsichern und sich auf ihre Investitionsneigung auswirken.