Do, 12:40 Uhr
27.09.2012
Immer noch Sorgen
Es war vor einem Jahr, da machte die Speditionsbranche in Nordthüringen auf ihre Probleme aufmerksam, die in zwei Worte zusammen zu fassen sind: Kein Personal. Aufwändige Aktionen wurden mit Partnern gestartet. Doch hat das alles etwa gebracht...
Genauer gesagt, es geht um die Probleme der Verkehrs- und Logistikbranche. Jeder 10. Kraftfahrer wird in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen. 180 Stellen können allein in den drei Nordthüringer Landkreisen als Kraftfahrer oder Logistiker sofort besetzt werden.
Prinzipiell haben die Unternehmen immer noch die gleichen Probleme, da sich die politischen Rahmenbedingungen seit einem Jahr, als es die Werbeaktion schon einmal gab, nicht geändert haben. Noch immer gibt es einen akuten Nachwuchsmangel in der Branche. Die Initiatoren der Aktion Fahr doch selbst sind dennoch optimistisch, dass dies etwas bewirkt und das Interesse der jungen Leute, zum Beispiel in der Schule, zu spüren ist.
Probleme bei der Nachwuchs-Rekrutierung verspüren die Unternehmen zunehmend bei der gesundheitlichen Tauglichkeit der künftigen Azubis. In einer Spedition waren es zwei von vier Bewerbern, die durch den Gesundheitschecks aussortiert werden mussten.
Was aber unternehmen die Unternehmen, um den Beruf des Kraftfahrers oder des Speditionskaufmanns attraktiver zu machen? Vorerst keine Antwort von Hans-Dieter Otto von der gleichnamigen Spedition. Dann: man arbeite am Image der Branche. Es müssen Autohöfe und Rastanlagen gebaut werden. Mehr nicht. Selbstkritik? Fehlanzeige. Bessere Entlohnung? Keine Aussage. Also Nachfrage: Man zahle eigentlich schon gut, eine Spedition in Nordhausen sogar über Thüringer Tarif. 1800 Euro brutto, gleich nach der Ausbildung. Das sagte Ralph Böttcher, der Nordhäuser Niederlassungsleiter der Spedition Kielholz & Rybicki. Er räumt ein, dass die Branche zu kurzsichtig gedacht habe, auch immer in der Erwartung, "uns" trifft die demografische Entwicklung nicht.
Mit einem Aktionstag am Samstag auf dem Nordhäuser Autodrom wollen die Branche und viele Partner, zu denen federführend auch das Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr in Nordhausen gehört, die Ausbildungsberufe "hautnah" erklären.
Autor: redGenauer gesagt, es geht um die Probleme der Verkehrs- und Logistikbranche. Jeder 10. Kraftfahrer wird in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen. 180 Stellen können allein in den drei Nordthüringer Landkreisen als Kraftfahrer oder Logistiker sofort besetzt werden.
Prinzipiell haben die Unternehmen immer noch die gleichen Probleme, da sich die politischen Rahmenbedingungen seit einem Jahr, als es die Werbeaktion schon einmal gab, nicht geändert haben. Noch immer gibt es einen akuten Nachwuchsmangel in der Branche. Die Initiatoren der Aktion Fahr doch selbst sind dennoch optimistisch, dass dies etwas bewirkt und das Interesse der jungen Leute, zum Beispiel in der Schule, zu spüren ist.
Probleme bei der Nachwuchs-Rekrutierung verspüren die Unternehmen zunehmend bei der gesundheitlichen Tauglichkeit der künftigen Azubis. In einer Spedition waren es zwei von vier Bewerbern, die durch den Gesundheitschecks aussortiert werden mussten.
Was aber unternehmen die Unternehmen, um den Beruf des Kraftfahrers oder des Speditionskaufmanns attraktiver zu machen? Vorerst keine Antwort von Hans-Dieter Otto von der gleichnamigen Spedition. Dann: man arbeite am Image der Branche. Es müssen Autohöfe und Rastanlagen gebaut werden. Mehr nicht. Selbstkritik? Fehlanzeige. Bessere Entlohnung? Keine Aussage. Also Nachfrage: Man zahle eigentlich schon gut, eine Spedition in Nordhausen sogar über Thüringer Tarif. 1800 Euro brutto, gleich nach der Ausbildung. Das sagte Ralph Böttcher, der Nordhäuser Niederlassungsleiter der Spedition Kielholz & Rybicki. Er räumt ein, dass die Branche zu kurzsichtig gedacht habe, auch immer in der Erwartung, "uns" trifft die demografische Entwicklung nicht.
Mit einem Aktionstag am Samstag auf dem Nordhäuser Autodrom wollen die Branche und viele Partner, zu denen federführend auch das Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr in Nordhausen gehört, die Ausbildungsberufe "hautnah" erklären.
