Mo, 20:34 Uhr
01.10.2012
Spannende Sache
Im Café de Thüringer Landesmusikakademie wurde heute die beiden Sondershäuser Kompositionsstipendiaten vorgestellt. Auch kn war dabei.
Wobei ganz so neu ist der erste Stipendiat den Lesern von kn nicht, denn erwar hier schon mal vorgestellt worden, als er Anfang August das erste Mal in Sondershausen ankam. Theodor Schubach, geboren 1985 in Berlin, studierte Komposition und Dirigieren an der Hochschule für Musik Dresden und Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Seit 2011 studiert er Komposition/Computermusik bei Marco Stroppa und Piet Johan Meyer an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart. THEODOR SCHUBACH IST DA
Noch nicht mal ganz zwei Wochen weilt Tobias Klich (li.) in Sondershausen. Der 29- Jährige ist zwar jetzt Bremer, aber geboren wurde er in Jena und studierte in Weimer Komposition. Er stieg etwas später ein als Theodor Schubach, weil er noch ein Auftragwerk zu Ende bringen muss, bevor er sich dann voll seinem Kompositionsstipendium widmen kann.
Gemeinsam mit der Theater Nordhausen/Loh-Orchester GmbH und der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH hatte die Landesmusikakademie in diesem Jahr zum ersten Mal das Sondershäuser Kompositionsstipendium ausgeschrieben.
Der Geschäftsführer der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH (GSES), Prof. Dr-Ing. Jan-Henrich Florin, der Intendant und Geschäftsführer des Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH, Lars Tietje, und der Direktor der Landesmusikakademie Thüringen, Prof. Dr. Eckart Lange, unterzeichneten am 1. Februar 2012 eine Vereinbarung zur Förderung überwiegend junger Komponisten, und der Generalmusikdirektor des Loh-Orchester, Markus L. Frank, wird das Ganze mit seinen Musikern zu Gehör bringen.
Der Geschäftsführer der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH (GSES), Prof. Dr-Ing. Jan-Henrich Florin (re.) und Ideegeber dieser Ausschreibung und der Direktor der Landesmusikakademie Thüringen, Prof. Dr. Eckart Lange, beim heutigen Pressegespräch.
Und das ist eigentlich das spannende an der ganze Sache. Die Komposition müssen die beiden jungen Musiker erst schreiben und Markus L. Frank hat die dankbare aber zu gleich auch undankbare Aufgabe zu entscheiden, kann das jetzt noch nicht vorliegende Stück auch vom Orchester um gesetzt werden und kommt es so zur Uraufführung. Und auch wen beide Werke aufführbar sind, da sind sich Florin und Lange recht sicher, welches Werk passt zu den anderen Musikstücken.
Denn eines der Werke soll im 6. Sinfoniekonzert im April aufgeführt werden. Und hier steht Markus L. Frank vor einer weiteren Unwägbarkeit. Für welche Stücken werden sich die Sondershäuser entschieden haben, denn dieses 6. Konzert ist ja auch das "Wunschkonzert". Besucher des 1. Sinfoniekonzertes dieser Saison waren am Samstag bereits befragt worden. Das zweite Stück soll dann im Rahmen eines anderen Konzertes im Herbst 2012 uraufgeführt werden.
Nach Ablauf der drei Monate erhalten die jungen Komponisten bei Einreichung ihres Werkes beim Loh-Orchester Sondershausen ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro. Sie bekommen zwar freie Unterkunft und Verpflegung in der Landesmusikakademie aber sonst müssen sie für sich selbst sorgen, sei es mit Versicherungen oder den entsprechenden Materialien.
Eine spannende Diskussion entspann sich bei der heutigen Vorstellung, wie wird den die Musik vom Stil her sein. Ein sinfonisches Werk für Orchester (keine Kammerbesetzung) wird es sein das sagt ja die Ausschreibung. Aber wie in welcher Form und Länge wird es sein. So richtig ließen sich die beiden Musiker noch nicht in die Karten blicken. Bei der Musik etwas verraten ist ja auch schwierig. Ein Krimiautor könnte verraten, na ja, es gibt mindestens zwei Leichen. Aber machen sie das mal in der Musik.
In jedem Falle werden die beiden sich sehr eng mit dem Lohorchster beschäftigen (Schubach hatte schon etliche Kontakte). Aber auch in mancher Musikveranstaltung wird man sie mit Sicherheit in der Stadt beobachten können.
Der Direktor der Landesmusikakademie Thüringen, Prof. Dr. Eckart Lange, betonte abschließend nochmals, dass es befruchtend ist, wenn die Industrie die Kunst unterstützt. In den nächsten vier Jahren werden jeweils zwei Kompositionsstipendien pro Jahr vergeben werden. Auch wenn Kompositionsstipendien nichts Neues sind, so ist doch spannend was da in den beiden Konzerten wirklich erklingen soll. Seien Sie als Besucher einfach aufgeschlossen und lassen sich überraschen, ob bei den Kompositionen nun sogenannte "Neue Musik" rauskommt, oder eben etwas ganz anderes.
Autor: khhWobei ganz so neu ist der erste Stipendiat den Lesern von kn nicht, denn erwar hier schon mal vorgestellt worden, als er Anfang August das erste Mal in Sondershausen ankam. Theodor Schubach, geboren 1985 in Berlin, studierte Komposition und Dirigieren an der Hochschule für Musik Dresden und Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Seit 2011 studiert er Komposition/Computermusik bei Marco Stroppa und Piet Johan Meyer an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart. THEODOR SCHUBACH IST DA
Noch nicht mal ganz zwei Wochen weilt Tobias Klich (li.) in Sondershausen. Der 29- Jährige ist zwar jetzt Bremer, aber geboren wurde er in Jena und studierte in Weimer Komposition. Er stieg etwas später ein als Theodor Schubach, weil er noch ein Auftragwerk zu Ende bringen muss, bevor er sich dann voll seinem Kompositionsstipendium widmen kann.
Gemeinsam mit der Theater Nordhausen/Loh-Orchester GmbH und der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH hatte die Landesmusikakademie in diesem Jahr zum ersten Mal das Sondershäuser Kompositionsstipendium ausgeschrieben.
Der Geschäftsführer der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH (GSES), Prof. Dr-Ing. Jan-Henrich Florin, der Intendant und Geschäftsführer des Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH, Lars Tietje, und der Direktor der Landesmusikakademie Thüringen, Prof. Dr. Eckart Lange, unterzeichneten am 1. Februar 2012 eine Vereinbarung zur Förderung überwiegend junger Komponisten, und der Generalmusikdirektor des Loh-Orchester, Markus L. Frank, wird das Ganze mit seinen Musikern zu Gehör bringen.
Der Geschäftsführer der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH (GSES), Prof. Dr-Ing. Jan-Henrich Florin (re.) und Ideegeber dieser Ausschreibung und der Direktor der Landesmusikakademie Thüringen, Prof. Dr. Eckart Lange, beim heutigen Pressegespräch.
Und das ist eigentlich das spannende an der ganze Sache. Die Komposition müssen die beiden jungen Musiker erst schreiben und Markus L. Frank hat die dankbare aber zu gleich auch undankbare Aufgabe zu entscheiden, kann das jetzt noch nicht vorliegende Stück auch vom Orchester um gesetzt werden und kommt es so zur Uraufführung. Und auch wen beide Werke aufführbar sind, da sind sich Florin und Lange recht sicher, welches Werk passt zu den anderen Musikstücken.
Denn eines der Werke soll im 6. Sinfoniekonzert im April aufgeführt werden. Und hier steht Markus L. Frank vor einer weiteren Unwägbarkeit. Für welche Stücken werden sich die Sondershäuser entschieden haben, denn dieses 6. Konzert ist ja auch das "Wunschkonzert". Besucher des 1. Sinfoniekonzertes dieser Saison waren am Samstag bereits befragt worden. Das zweite Stück soll dann im Rahmen eines anderen Konzertes im Herbst 2012 uraufgeführt werden.
Nach Ablauf der drei Monate erhalten die jungen Komponisten bei Einreichung ihres Werkes beim Loh-Orchester Sondershausen ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro. Sie bekommen zwar freie Unterkunft und Verpflegung in der Landesmusikakademie aber sonst müssen sie für sich selbst sorgen, sei es mit Versicherungen oder den entsprechenden Materialien.
Eine spannende Diskussion entspann sich bei der heutigen Vorstellung, wie wird den die Musik vom Stil her sein. Ein sinfonisches Werk für Orchester (keine Kammerbesetzung) wird es sein das sagt ja die Ausschreibung. Aber wie in welcher Form und Länge wird es sein. So richtig ließen sich die beiden Musiker noch nicht in die Karten blicken. Bei der Musik etwas verraten ist ja auch schwierig. Ein Krimiautor könnte verraten, na ja, es gibt mindestens zwei Leichen. Aber machen sie das mal in der Musik.
In jedem Falle werden die beiden sich sehr eng mit dem Lohorchster beschäftigen (Schubach hatte schon etliche Kontakte). Aber auch in mancher Musikveranstaltung wird man sie mit Sicherheit in der Stadt beobachten können.
Der Direktor der Landesmusikakademie Thüringen, Prof. Dr. Eckart Lange, betonte abschließend nochmals, dass es befruchtend ist, wenn die Industrie die Kunst unterstützt. In den nächsten vier Jahren werden jeweils zwei Kompositionsstipendien pro Jahr vergeben werden. Auch wenn Kompositionsstipendien nichts Neues sind, so ist doch spannend was da in den beiden Konzerten wirklich erklingen soll. Seien Sie als Besucher einfach aufgeschlossen und lassen sich überraschen, ob bei den Kompositionen nun sogenannte "Neue Musik" rauskommt, oder eben etwas ganz anderes.

