Mo, 22:35 Uhr
01.10.2012
Forumtheater-Workshop
Im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2012 im Kyffhäuserkreis wurde in Ebeleben auch ein Forumtheater-Workshop durchgeführt, wobei auch das Publikum einbezogen wurde. Was sich dahinter verbarg hat kn erfahren.
Am Vortag, den 26. September 2012 wurde zunächst ein Forumtheater-Workshop mit den Mitgliedern der Interkulturellen AG der Regelschule Ebeleben durchgeführt. Mit einem auf die Methode Forumtheater spezialisierten Theaterpädagogen des Berliner Vereins Kubiq e.V. machten die Schüler und Schülerinnen verschiedene Übungen zu Schauspiel und Theater. So wurden die AG-Teilnehmer zu Schauspielern. Gemeinsam überlegten sie sich ein Thema für das Stück und studierten zwei Szenen ein, die am nächsten Tag aufgeführt werden sollten.
Wichtig für die Methode des Forumtheaters ist, dass ein Konflikt dargestellt wird die Schauspieler aus ihrem Alltag kennen, der aber auch von den Zuschauern für realistisch gehalten wird. Am Tag der Aufführung, den 27. September 2012, wurde als erstes ein für die Schüler klassischer Konflikt zwischen Lehrer und Schüler im Klassenzimmer dargestellt. Als zweites folgte ein Konflikt zwischen Jugendlichen – eine Szene bei der ein Jugendlicher von seinen Mitschülern oder Freunden diskriminiert und schließlich verstoßen wird, weil er sich mit ausländischen Jugendlichen angefreundet hat.
Beide Konfliktszenen wurden dann bis zum Krisenpunkt vor drei Schulklassen (9. und 10. Klasse), Lehrerinnen sowie der Schulleitung dargestellt. Anschließend wurden dann die Zuschauer – für die Forumtheater-Methode typisch – gefragt was sie an der Situation verändern würden um einen anderen Konfliktverlauf zu erhalten. Allerdings können bei der Intervention des Publikums niemals die Unterdrücker in der Konfliktszene verändert werden können, sondern nur die Unterdrückten oder die Verbündeten im Konflikt.
Tatsächlich waren Zuschauerinnen und Zuschauer so mutig und trauten sich auf die Bühne um durch ihr eigenes Handeln und Reagieren die Szene anders zu gestalten. SO konnte gemeinsam eine Lösung des Konflikts erarbeitet werden. Nach der Aufführung wurde in den Klassen über das Forumtheater diskutiert. Sowohl Schüler als auch Lehrer hatten Ideen für andere Konflikte die mit der Forumtheater-Methode bearbeitet werden könnten. Die Resonanz der Schüler war sehr positiv und es bestand auch der Wunsch so etwas zu wiederholen allerdings mit dem Wunsch mehr Zeit für die Aufführung und den Theater-Workshop am Vortag zu haben.
Das Forumtheater Ebeleben wurde im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2012 im Kyffhäuserkreis vom Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V. durchgeführt. Die Finanzierung wurde unterstützt durch eine Zuwendung der Ausländerbeauftragten des Land Thüringens.
Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V.
Zur Vertiefung des Themas finden Sie in der Anlage einen Flyer:
Autor: khhAm Vortag, den 26. September 2012 wurde zunächst ein Forumtheater-Workshop mit den Mitgliedern der Interkulturellen AG der Regelschule Ebeleben durchgeführt. Mit einem auf die Methode Forumtheater spezialisierten Theaterpädagogen des Berliner Vereins Kubiq e.V. machten die Schüler und Schülerinnen verschiedene Übungen zu Schauspiel und Theater. So wurden die AG-Teilnehmer zu Schauspielern. Gemeinsam überlegten sie sich ein Thema für das Stück und studierten zwei Szenen ein, die am nächsten Tag aufgeführt werden sollten.
Wichtig für die Methode des Forumtheaters ist, dass ein Konflikt dargestellt wird die Schauspieler aus ihrem Alltag kennen, der aber auch von den Zuschauern für realistisch gehalten wird. Am Tag der Aufführung, den 27. September 2012, wurde als erstes ein für die Schüler klassischer Konflikt zwischen Lehrer und Schüler im Klassenzimmer dargestellt. Als zweites folgte ein Konflikt zwischen Jugendlichen – eine Szene bei der ein Jugendlicher von seinen Mitschülern oder Freunden diskriminiert und schließlich verstoßen wird, weil er sich mit ausländischen Jugendlichen angefreundet hat.
Beide Konfliktszenen wurden dann bis zum Krisenpunkt vor drei Schulklassen (9. und 10. Klasse), Lehrerinnen sowie der Schulleitung dargestellt. Anschließend wurden dann die Zuschauer – für die Forumtheater-Methode typisch – gefragt was sie an der Situation verändern würden um einen anderen Konfliktverlauf zu erhalten. Allerdings können bei der Intervention des Publikums niemals die Unterdrücker in der Konfliktszene verändert werden können, sondern nur die Unterdrückten oder die Verbündeten im Konflikt.
Tatsächlich waren Zuschauerinnen und Zuschauer so mutig und trauten sich auf die Bühne um durch ihr eigenes Handeln und Reagieren die Szene anders zu gestalten. SO konnte gemeinsam eine Lösung des Konflikts erarbeitet werden. Nach der Aufführung wurde in den Klassen über das Forumtheater diskutiert. Sowohl Schüler als auch Lehrer hatten Ideen für andere Konflikte die mit der Forumtheater-Methode bearbeitet werden könnten. Die Resonanz der Schüler war sehr positiv und es bestand auch der Wunsch so etwas zu wiederholen allerdings mit dem Wunsch mehr Zeit für die Aufführung und den Theater-Workshop am Vortag zu haben.
Das Forumtheater Ebeleben wurde im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2012 im Kyffhäuserkreis vom Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V. durchgeführt. Die Finanzierung wurde unterstützt durch eine Zuwendung der Ausländerbeauftragten des Land Thüringens.
Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V.
Zur Vertiefung des Themas finden Sie in der Anlage einen Flyer:
Downloads:
- Flyer Bildungsangebot (216 kByte)

