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Fr, 15:49 Uhr
12.10.2012

Hetzjagd durch Presse?

Bei der gestrigen Stadtratsitzung lagen bei einigen Stadträten offensichtlich die Nerven blank. Es ging im Rahmen der Bürgerfragestunde um das Fällen der Bäume in der Gartenstraße von Sondershausen. Und weitere Bäume werden in der Stadt gefällt werden müssen...


Bereits der erste Bürger, der Wort kam und mit dem Fällen der Bäume nicht einverstanden war, stellte die Frage, wer eigentlich entscheidet, ob die Bäume zu fällen sind und warum so spät darüber informiert wurde.

Bürgermeister Joachim Joachim Kreyer (CDU) informierte, dass der Eigentümer den Antrag bei der Stadtverwaltung stellen muss und die Sache sei dann die Entscheidung der Verwaltung. Genau so werde verfahren, wenn Bäume auf städtischem Grund gefällt werden müssen.

Die zu späte Information wies Kreyer zurück. In der Anwohnerversammlung sei über die Baumfällungen informiert worden und auch in der letzten Hauptausschusssitzung (Ende Oktober) sei öffentlich darauf hingewiesen worden. Hinsichtlich des Zustandes der Bäume sagte Kreyer das analoge, was in der Pressemitteilung der Stadtverwaltung stand (Baumfällungen in der Gartenstraße.

Warum die oben genannte Pressmitteilung vom Mittwoch, dem 10. Oktober 2012, nicht bereits früher kam, war für manche Bürger unverständlich. Und nicht nur für Bürger, denn Stadträtin Sabine Bräunicke sagte kritisch, sie verstehe nicht, dass man die Stadträte nicht eher bei der Information ins Boot geholt hatte. Und in der Tat, einige Stadträte hatten nicht mal die Ankündigung im Hauptausschuss so richtige in der Tragweite mitbekommen. Nicht einer der anwesenden Stadträte bei der Sitzung hatten die Baumfällung überhaupt in seiner Notwendigkeit hinterfragt.

Selbst in den eigenen Reihen der Stadträte herrschte offensichtlich Desinformation. Umso unverständlicher die Reaktion von CDU-Stadtrat Michael Witzenhausen. Er bezeichnete die Berichterstattung der nicht unberechtigten Sorge der Bürger um die Natur in der örtlichen Presse pauschal als Hetzjagd! Es ist zwar unklar, wo er das gelesen haben will, oder versteckt sich da ein falsches Demokratieverständnis dahinter? An der Stelle möchte kn erinnern, dass wir die Zeiten der DDR hinter uns gelassen haben und die Menschen ihre Sorgen auch mal öffentlich äußern dürfen und eben auch mal einige Entscheidungen der Verwaltung hinterfragen dürfen.

Unabhängig davon hat Witzenhausen in der Darstellung der Sachlage wichtige Tipps ins Spiel gebracht. Nach seinen Recherchen in alten Postkarten und im Internet könnte einige der Kastanien 120 Jahre alt sein. Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von 150 Jahren, die er im Netz gefunden hat, kann man davon ausgehen, dass einige der Bäume Altersprobleme haben dürften.

Gleich zweimal kam der Vorwurf, warum keine externen Gutachten über den Zustand der Bäume angefordert worden. Solche Gutachten sind nicht billig (um die 8.000 Euro, so Bauamtsleiter Manfred Kucksch) und außerdem haben wir zwei Diplomgärtner im Haus die das einschätzen konnten, so Kreyer und Kucksch gleichlautend. Für die fünf gefällten Kastanien werden 14 neue Bäume angepflanzt, so Kreyer. Für den Gottesacker forderte die 1. Beigeordnete Cornelia Kraffzick die Erarbeitung eines Bepflanzungsplans.

Und damit keiner sagt, er hätte nichts gewusst: In der Stadtratsitzung wurde klar und deutlich angekündigt, dass im Zuge des Ausbaus der Bebra weitere Bäume gefällt werden müssen. Das sei aber durch externe Gutachten belegt.
Autor: khh

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