Do, 11:15 Uhr
01.11.2012
Auf Festival ausgezeichnet
Am vergangenen Wochenende fand das Avant Art Theaterfestivals (25.-27.10.2012 in Weimar) mit der Preisverleihung der Thüringer Theaterpreise seinen feierlichen Abschluss. Unter den Preisträgern auch eine Theatergruppe aus Bad Frankenhausen.
Gäste der Veranstaltung waren u.a. Nicole Schlabach von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, die Kulturdirektorin der Stadt Weimar, Julia Miehe, Vertreter von kulturellen Landes- und Bundesverbänden, aus der Kulturpolitik sowie zahlreiche Theaterschaffende des Landes Thüringen.
Vorangestellt sei, dass der Thüringer Theaterverband das Podium nutzte, die Preis- und Schutzwürdigkeit aller nominierten (und auch nicht nominierten) freien Theaterensembles zu unterstreichen.
Symbolisch erhielten deshalb alle Ensembles eine Plakette, die sie als Kulturschutzgebiet ausweisen und somit ihre kulturelle Bedeutung verstärkt sichtbar und ihren Schutz und ihre Erhaltung als unabdingbare Forderung formuliert.
Die Preisverleihungen wurden vorgenommen durch Frau Schlabach und Frau Miehe.
Der mit 2000,- € dotierte Fachpreis der Jury wurde für die Produktion "Fall Out Girl" in einer Kooperation der Theaterscheune Teutleben und Mass & Fieber Ost vergeben.
Sachpreise (u.a. gestiftet von der Fa. Hausmann Bühnentechnik) erhielten die Ensembles der Inszenierungen "Ente, Tod und Tulpe" vom Theater der Stadt Gotha, "Providurium" vom DAS Jugendtheater Weimar und "Der nackte Wahnsinn" vom Theater am Markt Eisenach
Die mit jeweils 500,- € dotierten Publikumspreise erhielten die Produktionen "Fall Out Girl" und die Performance "Wenn du mich rettest …" von der theatralischen Gemeinschaft Dramazone aus Bad Frankenhausen (Bild oben und unten).
Das 3tägige Festival begann am Donnerstag mit einem Fachtag für Theater- und Kulturschaffende zum Thema entdecken.gestalten.mitteilen, der mit 60 Teilnehmern eine 100% Auslastung erzielte.
Mit 400 Besuchern in fünf Aufführungen im mon ami und im Stellwerk Weimar hatte das eigentliche Festival eine Besucherauslastung von 90% und stellt damit die Veranstalter ebenso sehr zufrieden.
Das Festival präsentierte ein breites Spektrum des freien Theaterschaffens in Thüringen, welches von der forcierten Boulevardkömödie, zum emotionalen Kindertheater, artifiziellem Bewegungstheater, rockiger Comikcollage bis hin zur scheinbaren Endlosperformance reichte.
Das Festival war jung, modern und erfrischend, es galt dem Publikum, aber auch den Theaterschaffenden. Es war ein Podium für Austausch und Gespräche.
Im Ergebnis der Gesprächsrunde der Theaterschaffenden am Freitagnachmittag stehen deshalb auch klare Aufträge und Forderungen für den Landesverband und in Richtung der Kulturpolitik.
Formulierte Kernpunkte und Leitsätze der freien Theaterschaffenden in dieser Debatte sind:
Die künstlerische und nicht allein der Schwerpunkt der theater-pädagogischen Wirkens der freien Theaterszene muss stärkeren Eingang in das Selbstverständnis der Kulturpolitik und in die Förderpolitik finden.
Die Förderung von freien Spielstätten, aber auch Arbeitsstipendien für freie Gruppen und Initiativen sind formulierte Ziele des landespolitischen Wirkens des Verbandes.
Die bestehende Förderpraxis mit dem Fokus auf Projekten und damit stete neuen Konzepten und Produktionen muss mit Blick auf Gastspielförderungen und eine nachhaltige, thüringenweite Verbreitung bestehender Produktionen überprüft werden.
Stückrezentionen, Festivalimpressionen und weitere Informationen finden Sie auch unter www.avantartfestival.de
Alle Fotos: Bernd Seydel
Thüringer Theaterverband e.V.
Autor: khhGäste der Veranstaltung waren u.a. Nicole Schlabach von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, die Kulturdirektorin der Stadt Weimar, Julia Miehe, Vertreter von kulturellen Landes- und Bundesverbänden, aus der Kulturpolitik sowie zahlreiche Theaterschaffende des Landes Thüringen.
Vorangestellt sei, dass der Thüringer Theaterverband das Podium nutzte, die Preis- und Schutzwürdigkeit aller nominierten (und auch nicht nominierten) freien Theaterensembles zu unterstreichen.
Symbolisch erhielten deshalb alle Ensembles eine Plakette, die sie als Kulturschutzgebiet ausweisen und somit ihre kulturelle Bedeutung verstärkt sichtbar und ihren Schutz und ihre Erhaltung als unabdingbare Forderung formuliert.
Die Preisverleihungen wurden vorgenommen durch Frau Schlabach und Frau Miehe.
Der mit 2000,- € dotierte Fachpreis der Jury wurde für die Produktion "Fall Out Girl" in einer Kooperation der Theaterscheune Teutleben und Mass & Fieber Ost vergeben.
Sachpreise (u.a. gestiftet von der Fa. Hausmann Bühnentechnik) erhielten die Ensembles der Inszenierungen "Ente, Tod und Tulpe" vom Theater der Stadt Gotha, "Providurium" vom DAS Jugendtheater Weimar und "Der nackte Wahnsinn" vom Theater am Markt Eisenach
Die mit jeweils 500,- € dotierten Publikumspreise erhielten die Produktionen "Fall Out Girl" und die Performance "Wenn du mich rettest …" von der theatralischen Gemeinschaft Dramazone aus Bad Frankenhausen (Bild oben und unten).
Das 3tägige Festival begann am Donnerstag mit einem Fachtag für Theater- und Kulturschaffende zum Thema entdecken.gestalten.mitteilen, der mit 60 Teilnehmern eine 100% Auslastung erzielte.
Mit 400 Besuchern in fünf Aufführungen im mon ami und im Stellwerk Weimar hatte das eigentliche Festival eine Besucherauslastung von 90% und stellt damit die Veranstalter ebenso sehr zufrieden.
Das Festival präsentierte ein breites Spektrum des freien Theaterschaffens in Thüringen, welches von der forcierten Boulevardkömödie, zum emotionalen Kindertheater, artifiziellem Bewegungstheater, rockiger Comikcollage bis hin zur scheinbaren Endlosperformance reichte.
Das Festival war jung, modern und erfrischend, es galt dem Publikum, aber auch den Theaterschaffenden. Es war ein Podium für Austausch und Gespräche.
Im Ergebnis der Gesprächsrunde der Theaterschaffenden am Freitagnachmittag stehen deshalb auch klare Aufträge und Forderungen für den Landesverband und in Richtung der Kulturpolitik.
Formulierte Kernpunkte und Leitsätze der freien Theaterschaffenden in dieser Debatte sind:
Die künstlerische und nicht allein der Schwerpunkt der theater-pädagogischen Wirkens der freien Theaterszene muss stärkeren Eingang in das Selbstverständnis der Kulturpolitik und in die Förderpolitik finden.
Die Förderung von freien Spielstätten, aber auch Arbeitsstipendien für freie Gruppen und Initiativen sind formulierte Ziele des landespolitischen Wirkens des Verbandes.
Die bestehende Förderpraxis mit dem Fokus auf Projekten und damit stete neuen Konzepten und Produktionen muss mit Blick auf Gastspielförderungen und eine nachhaltige, thüringenweite Verbreitung bestehender Produktionen überprüft werden.
Stückrezentionen, Festivalimpressionen und weitere Informationen finden Sie auch unter www.avantartfestival.de
Alle Fotos: Bernd Seydel
Thüringer Theaterverband e.V.




