Do, 17:37 Uhr
08.11.2012
Die einmalige Geschichtsstunde
Anlässlich des Gedenktages an die Oper des Holocaust befasste man sich heute im Geschwister- Scholl- Gymnasium Sondershausen in einer Schulstunde mit diesem Thema. Es war eine bewegende Schulstunde
Mit Blumen wurde die Schriftstellerin Eva Pusztai vor dem Geschwister- Scholl Gymnasium Sondershausen begrüßt. Eva Pusztai ist eine Überlebende des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und war heute nach Sondershausen gekommen, um vor Schülern über das Schreckensregime der NS-Zeit zu berichten.
Geschichtslehrer Michael Scharschuch konnte heute ein einmalige Geschichtsstunde eröffnen, wie er treffend sagte. Dabei konnte er neben den Schülerinnen und Schülern der 11. und 12. Klassen auch viele Ehrengäste begrüßen, so Landrätin Antje Hochwind (SPD) und Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU), Mitglieder des Bündnisses gegen Rechts (u.a. Christiane Zyber, Sabine Bräunicke und Georg Schäfer), sowie Vertreter des Fördervereins des Scholl-Gymnasiums Dr. Christine Kietzer und Werner Triebel
Zuerst stellte Scharschuch Eva Pusztai näher vor. Sie ist 1925 in Ost-Ungarn geboren worden, war eine begeisterte Sportlerin und wollte eigentlich studieren. Aber im Juni 1944 änderte sich ihr Leben schlagartig. Sie und ihre 49 Verwandte wurden ins Vernichtungslager Auschwitz verschleppt und überlebte als einzige der ganzen Familie. Das furchtbar Erlebte hat sie in Büchern für die Nachwelt zur Mahnung festgehalten.
Hochwind sagte in ihren Begrüßungsworten, wir müssen die Informationen über die NS-Zeit an die Jugendlichen weiter geben. Sie bezeichnete es als schockierend, was sie selbst bei einem Besuch in Auschwitz zu sehen bekam.
Zuerst lasen Schülerinnen Lara-Nele Angelstein, Caroline Lossius und Nathalie Vetter aus dem Buch "Die Seele der Dinge". In den vorgelesenen Passagen schilderte die Autorin Eva Pusztai das furchtbar erlebte. Sie hielt fest, auf der Rampe von Auschwitz endete schlagartig meine Jugend. Nur die Erinnerung an ihre fröhliche Kindheit hatten ihr Kraft gegeben, am Leben zu bleiben.
Die Erinnerungen, so die Autorin, sind unauslöschlich und sie brachte es erst am 1. Juli 2003 fertig, dass Vernichtungslager zu besuchen. Es gibt Wunden, die heilen nie und die Erinnerung an Auschwitz wird nie enden.
Danach nutzen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, den Stoff zu vertiefen. Eva Pusztai sagte, sie hoffe, dass die vorgelesenen Sätze über das Vernichtungslagers Auschwitz hängen bleiben werden. Es solle nie wieder Kinder und Jugendliche treffen, was sie erleben musste.
Bei den Fragen der Schüler machte sie aber auch eines klar: Man darf nie aufgeben, denn es gibt auch immer eine Hoffnung für die Menschen. Und es gebe immer Menschen, die auch in der schlimmsten Not noch helfen, selbst wenn es lebensgefährlich ist. Dabei ging sie auf Peter ein, der im Rüstungsarbeitslager Allendorf unter Gefahr für sein Leben hat Äpfel fallen lassen, um den Gefangenen wenigstens etwas zu kommen zu lassen.
Eine Frage fand sie sehr interessant, als ein Schüler fragte, welche Farben sind ihr aus dieser Lage im Gedächtnis haften geblieben. Es war das Grün der Bäume, die auf den Dächern der Rüstungswerke standen, um als Tarnung zu diesen und das Gelb des Löwenzahns den man gelegentlich fand, sagte sie. Die Blüten des Löwenzahns steckten sich die Frauen ins Haar. Menschlichkeit in einer grauenvollen Lage.
Egon Strödter, Direktor des Gymnasium Geschwister Scholl, dankte allen Beteiligten, die es ermöglicht hatten, dass die Schülerinnen und Schüler diese bemerkenswerte und anschauliche Geschichtsstunde erleben durfte. Er dankte in bewegenden Worten Eva Pusztai für die eindrucksvollen Schilderungen.
Im Namen des Fördervereins des Geschwister- Scholl Gymnasiums übergab er Eva Pusztai die Ehrenmedaille des Fördervereins.
Einigkeit bestand im Anschluss bei allen Teilnehmern, so eine Schreckensherrschaft und Unmenschlichkeit darf es nie wieder geben.
Autor: khhMit Blumen wurde die Schriftstellerin Eva Pusztai vor dem Geschwister- Scholl Gymnasium Sondershausen begrüßt. Eva Pusztai ist eine Überlebende des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und war heute nach Sondershausen gekommen, um vor Schülern über das Schreckensregime der NS-Zeit zu berichten.
Geschichtslehrer Michael Scharschuch konnte heute ein einmalige Geschichtsstunde eröffnen, wie er treffend sagte. Dabei konnte er neben den Schülerinnen und Schülern der 11. und 12. Klassen auch viele Ehrengäste begrüßen, so Landrätin Antje Hochwind (SPD) und Sondershausens Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU), Mitglieder des Bündnisses gegen Rechts (u.a. Christiane Zyber, Sabine Bräunicke und Georg Schäfer), sowie Vertreter des Fördervereins des Scholl-Gymnasiums Dr. Christine Kietzer und Werner Triebel
Zuerst stellte Scharschuch Eva Pusztai näher vor. Sie ist 1925 in Ost-Ungarn geboren worden, war eine begeisterte Sportlerin und wollte eigentlich studieren. Aber im Juni 1944 änderte sich ihr Leben schlagartig. Sie und ihre 49 Verwandte wurden ins Vernichtungslager Auschwitz verschleppt und überlebte als einzige der ganzen Familie. Das furchtbar Erlebte hat sie in Büchern für die Nachwelt zur Mahnung festgehalten.
Hochwind sagte in ihren Begrüßungsworten, wir müssen die Informationen über die NS-Zeit an die Jugendlichen weiter geben. Sie bezeichnete es als schockierend, was sie selbst bei einem Besuch in Auschwitz zu sehen bekam.
Zuerst lasen Schülerinnen Lara-Nele Angelstein, Caroline Lossius und Nathalie Vetter aus dem Buch "Die Seele der Dinge". In den vorgelesenen Passagen schilderte die Autorin Eva Pusztai das furchtbar erlebte. Sie hielt fest, auf der Rampe von Auschwitz endete schlagartig meine Jugend. Nur die Erinnerung an ihre fröhliche Kindheit hatten ihr Kraft gegeben, am Leben zu bleiben.
Die Erinnerungen, so die Autorin, sind unauslöschlich und sie brachte es erst am 1. Juli 2003 fertig, dass Vernichtungslager zu besuchen. Es gibt Wunden, die heilen nie und die Erinnerung an Auschwitz wird nie enden.
Danach nutzen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, den Stoff zu vertiefen. Eva Pusztai sagte, sie hoffe, dass die vorgelesenen Sätze über das Vernichtungslagers Auschwitz hängen bleiben werden. Es solle nie wieder Kinder und Jugendliche treffen, was sie erleben musste.
Bei den Fragen der Schüler machte sie aber auch eines klar: Man darf nie aufgeben, denn es gibt auch immer eine Hoffnung für die Menschen. Und es gebe immer Menschen, die auch in der schlimmsten Not noch helfen, selbst wenn es lebensgefährlich ist. Dabei ging sie auf Peter ein, der im Rüstungsarbeitslager Allendorf unter Gefahr für sein Leben hat Äpfel fallen lassen, um den Gefangenen wenigstens etwas zu kommen zu lassen.
Eine Frage fand sie sehr interessant, als ein Schüler fragte, welche Farben sind ihr aus dieser Lage im Gedächtnis haften geblieben. Es war das Grün der Bäume, die auf den Dächern der Rüstungswerke standen, um als Tarnung zu diesen und das Gelb des Löwenzahns den man gelegentlich fand, sagte sie. Die Blüten des Löwenzahns steckten sich die Frauen ins Haar. Menschlichkeit in einer grauenvollen Lage.
Egon Strödter, Direktor des Gymnasium Geschwister Scholl, dankte allen Beteiligten, die es ermöglicht hatten, dass die Schülerinnen und Schüler diese bemerkenswerte und anschauliche Geschichtsstunde erleben durfte. Er dankte in bewegenden Worten Eva Pusztai für die eindrucksvollen Schilderungen.
Im Namen des Fördervereins des Geschwister- Scholl Gymnasiums übergab er Eva Pusztai die Ehrenmedaille des Fördervereins.
Einigkeit bestand im Anschluss bei allen Teilnehmern, so eine Schreckensherrschaft und Unmenschlichkeit darf es nie wieder geben.






















