Fr, 14:55 Uhr
09.11.2012
Der Opfer gedacht
Mit Kranzniederlegungen wurde heute auch im Kyffhäuserkreis an die Pogromnacht vor 74 Jahren gedacht. In Sondershausen war kn dabei ...
In der Pogromnacht vom 09. November zum 10. November waren vor 74 Jahren zahlreiche Synagogen und Geschäfte jüdischer Händler zerstört. Auch in Sondershausen gab es solche Zerstörungen.
Auf dem jüdischen Friedhof in Sondershausen gedachten zahlreiche Sonderhäuser an dieses beschämende Datum in der deutschen Geschichte. Bürgermeister Joachim Kreyer sagte zur Begrüßung, dieser 9. November sei eine froher aber auch sehr trauriger Tag. Auf der einen Seite fiel an diesem Datum die Mauer, aber mit der Reichspogromnacht erreichte die Judenverfolgung einen ersten traurigen Höhepunkt, der sich in der Ermordung von rund sechs Millionen jüdischer Mensche fortsetzte.
Museumsmitarbeiterin Bettina Bärninghausen (re.), die Kreyer als die profundeste Kennerin der jüdischen Geschichte Sondershausen bezeichnete, hielt die feierliche Ansprache. Bei den Forschungen zu Sondershausen musste sie feststellen, dass auch in Sondershausen die Synagoge geschändet wurde, es aber nicht gelang Zeitzeugen dieser Ereignisse der traurigen Geschichte Sondershausen zu ermitteln. Einzig ein damals kleiner Junge konnte einige Aussagen machen. Bärninghausen fand allerdings in Unterlagen des KZ Buchenwald, dass damals 10 jüdischen Bürger aus Sondershausen registriert waren.
Gegen das Vergessen! Sowohl Kreyer und Bärninghausen erinnerten die Gäste, dass die Stadt viel zur Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels getan haben, sei es die Rekonstruktion der Mikwe oder die Sanierung der jüdischen Friedhöfe in Sondershausenhausen und Immenrode. Jüngst wurde mit der Verlegung der ersten Stolpersteine ein weiteres Zeichen gesetzt. An Vorfahren der so gedachten Familie Simon waren heute an den Grabstellen auf dem jüdischen Friedhof Blumen niedergelegt worden.
Neben Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU), der zusammen mit der 1. Beigeordneten Cornelia Kraffzick (SPD), einen Blumengebinde niederlegte, waren es auch eine Abordnung der Partei Die Linke und eine Abordnung des Geschwister- Scholl- Gymnasiums.
An der Gedenkveranstaltung hatten Sondershäuser aus allen gesellschaftlichen Bereichen teilgenommen. Stellvertretend seien genannt Georg Schäfer vom Bündnis gegen Rechts, Landtagsmitglied Manfred Scherer (CDU), Hauptmann Welz von der Garnison Sondershausen, der Leiter der Polizeiinspektion Sondershausen Harmut Wachtel und Mitglieder des Stadtrats Sondershausen.
Eine Klasse des Geschwister- Scholl- Gymnasiums Sondershausen, begleitet von Geschichtslehrer Michael Scharschuch, nahm traditionell an der Gedenkfeier teil.
Autor: khhIn der Pogromnacht vom 09. November zum 10. November waren vor 74 Jahren zahlreiche Synagogen und Geschäfte jüdischer Händler zerstört. Auch in Sondershausen gab es solche Zerstörungen.
Auf dem jüdischen Friedhof in Sondershausen gedachten zahlreiche Sonderhäuser an dieses beschämende Datum in der deutschen Geschichte. Bürgermeister Joachim Kreyer sagte zur Begrüßung, dieser 9. November sei eine froher aber auch sehr trauriger Tag. Auf der einen Seite fiel an diesem Datum die Mauer, aber mit der Reichspogromnacht erreichte die Judenverfolgung einen ersten traurigen Höhepunkt, der sich in der Ermordung von rund sechs Millionen jüdischer Mensche fortsetzte.
Museumsmitarbeiterin Bettina Bärninghausen (re.), die Kreyer als die profundeste Kennerin der jüdischen Geschichte Sondershausen bezeichnete, hielt die feierliche Ansprache. Bei den Forschungen zu Sondershausen musste sie feststellen, dass auch in Sondershausen die Synagoge geschändet wurde, es aber nicht gelang Zeitzeugen dieser Ereignisse der traurigen Geschichte Sondershausen zu ermitteln. Einzig ein damals kleiner Junge konnte einige Aussagen machen. Bärninghausen fand allerdings in Unterlagen des KZ Buchenwald, dass damals 10 jüdischen Bürger aus Sondershausen registriert waren.
Gegen das Vergessen! Sowohl Kreyer und Bärninghausen erinnerten die Gäste, dass die Stadt viel zur Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels getan haben, sei es die Rekonstruktion der Mikwe oder die Sanierung der jüdischen Friedhöfe in Sondershausenhausen und Immenrode. Jüngst wurde mit der Verlegung der ersten Stolpersteine ein weiteres Zeichen gesetzt. An Vorfahren der so gedachten Familie Simon waren heute an den Grabstellen auf dem jüdischen Friedhof Blumen niedergelegt worden.
Neben Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU), der zusammen mit der 1. Beigeordneten Cornelia Kraffzick (SPD), einen Blumengebinde niederlegte, waren es auch eine Abordnung der Partei Die Linke und eine Abordnung des Geschwister- Scholl- Gymnasiums.
An der Gedenkveranstaltung hatten Sondershäuser aus allen gesellschaftlichen Bereichen teilgenommen. Stellvertretend seien genannt Georg Schäfer vom Bündnis gegen Rechts, Landtagsmitglied Manfred Scherer (CDU), Hauptmann Welz von der Garnison Sondershausen, der Leiter der Polizeiinspektion Sondershausen Harmut Wachtel und Mitglieder des Stadtrats Sondershausen.
Eine Klasse des Geschwister- Scholl- Gymnasiums Sondershausen, begleitet von Geschichtslehrer Michael Scharschuch, nahm traditionell an der Gedenkfeier teil.













