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Di, 11:34 Uhr
13.11.2012

Häusliche Gewalt

In einem interessanten Vortrag ging es gestern im Jugendhilfeausschuss des Kyffhäuserkreises um häusliche Gewalt.

Häusliche Gewalt, eine Thema über das selten gesprochen wird aber öfter vorkommt, als mancher annimmt. Aus diesem Grund hatte man sich kompetente Partner zum Jugendhilfeausschuss eingeladen. Steffi Meier von der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking in Nordthüringen, die ihren Hauptsitz in Nordhausen haben, informierte, dass es dabei nicht nur um Gewalt gegen Frauen geht (rund 90 Prozent der Fälle) sondern auch um Gewalt gegen Männer. Thüringen gibt es vier Interventionsstellen.

Wobei Gewalt nicht nur für körperliche Gewalt steht, so Meier, sondern es geht u.a. auch um psychische Gewalt und um Stalking. Im Kyffhäuserkreis waren es im Jahre 2011 immerhin 51 Fälle, bei denen zusätzlich noch 69 Kinder leider mit einbezogen wurden. Das Kinder betroffen sind ist umso tragischer, gibt es doch Studien die zeigen, dass Kinder die häusliche Gewalt erlebten rund 50 Mal häufiger alkohol- oder drogenabhängig werden! Und das, obwohl sich die Gewalt nicht mal körperlich gegen die Kinder richtet.

Die Interventionsstellen bieten Beratung an, im Sinne des Schutzes. Meist erfolgt die Beratung telefonisch oder persönlich, aber in den seltensten Fällen in der eigenen Wohnung. Man trifft sich lieber auf neutralem Boden, wobei das immer im Sinne des Betroffenen passiert, wo und wann und ganz wichtig, ob man sich überhaupt trifft.

Stellt die Polizei zum Beispiel häusliche Gewalt fest, gehen zwar die Informationen darüber an die Staatsanwaltschaft oder Gerichte und wenn Kinder betroffen an das Jugendamt weiter, nicht aber an die Interventionsstelle. Die Interventionsstelle erhält von der Polizei nur in den Fällen eine Information, wenn die Betroffenen ausdrücklich zugestimmt haben!

Erst dann wird mit den Betroffenen der häuslichen Gewalt ein persönlicher Plan erarbeitet, wie dem Ganzen zu begegnen sei. Bei Bedarf werden einbezogen, Amtsgericht, Rechtsanwälte, Polizei, Jugendamt, Weißer Ring und / oder der Jugendschutzdienst. Im Kyffhäuserkreis arbeitet man eng mit Düne e.V., Jugendamt und Diakonie zusammen, wie Steffi Meier erläuterte.

Auch wenn die Nordthüringer Interventionsstelle keinen Internetauftritt besitzt (zumindest keiner gefunden), so kann man sich über die Problematik bei www.interventionsstelle-erfurt.de informieren. Die Interventionsstelle Nordhausen ist aber per Telefon über die 03631/ 467 157 zu erreichen.
Autor: khh

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