Do, 13:45 Uhr
15.11.2012
kn-Forum: Verwunderung
Das Drama in Otterstedt - Tod von 4 Menschen, beschäftigt die Leser. Eine Leserzuschrift erreichte kn.
Am 30.10.2012 wurde in den Nachrichten gemeldet, dass in unserem Kreis 4 Menschen durch eine Kohlenmonoxidvergiftung starben.
Der Familienvater und 3 Kinder kamen ums Leben, weil im Keller des Hauses in Otterstedt ein Notstromaggregat betrieben wurde.
Mich verwundert es sehr, dass in der regionalen Presse keine weiteren Diskussionen oder Statements erschienen sind. Hat man etwa diese Tragödie schon wieder vergessen?
Am 07.11.2012 war im MDR Magazin Exakt ein kleiner Bericht zu verfolgen.
Darin wurde erwähnt, dass der Vater Stromschulden von über 1000 Euro hatte und aus diesem Grund nun schon 2 Jahre der Strom abgestellt war. Dies war im Dorf bekannt - ebenso, dass die Familie sozial auffällig war. Die Kinder galten aber als hilfsbereit und freundlich.
Nach Recherchen waren sie in einem Heim untergebracht und zum Zeitpunkt des Dramas zu Besuch beim Vater.
Nun ergeben sich meiner Meinung nach viele Fragen. Vorab ist es jedem verständlich, dass der Vater fahrlässig handelte und einen Fehler machte.
Aber... rechtfertigen 1000 Euro Stromschulden den Tod von 4 Menschen?
Leben wir hier nicht in einem sogenannten Sozialstaat? Gibt es keine Möglichkeit, dass wenn zumindest die Kinder zu Besuch waren - Strom hätte vorhanden sein können?
Ich kenne mich mit den technischen Möglichkeiten der Stromverteilung sehr gut aus und hierfür gibt es Geräte, welche so etwas vorübergehend ermöglichen können.
Die Kinder waren zu Besuch und der Vater wollte es ihnen ermöglichen, dass Strom vorhanden ist - vielleicht wegen Wärme oder Licht. Vielleicht hörte man Musik oder sah Fernsehen. Grundbedürfnisse, welche wegen 1000 Euro verweigert wurden sind!
Was ist mit den Behörden? War es denn dem Heim nicht bekannt, dass die Kinder beim Vater sind? Wenn der ganze Ort es wusste, dass dort kein Strom ist - wusste es das Heim nicht? Wussten es das Sozialamt oder Jugendamt in Sondershausen nicht?
4 Menschen starben - 3 Kinder, deren Leben noch vor ihnen war. Hätte man dies nicht verhindern können?
Es ist Handeln erforderlich! Verantwortliche müssen zur Rechenschaft gezogen werden.
Wie oft ist es so, dass zum Beispiel in der Politik wegen irgendwelcher Lapalien Politiker zurücktreten, ihren Hut nehmen.
Hier müsste es ähnlich sein.
Jugendamtleiter oder Sozialamtsleiter müssen die Konsequenz daraus ziehen und ihren Stuhl räumen. Denn sie sind die Verantwortlichen - warum am Ende 3 Kinder und der Vater starben.
Aber bereits zu Beginn meines Kommentars stellte ich die Frage in den Raum - Hat man es schon wieder vergessen?
Michael Kirchner
Autor: khhAm 30.10.2012 wurde in den Nachrichten gemeldet, dass in unserem Kreis 4 Menschen durch eine Kohlenmonoxidvergiftung starben.
Der Familienvater und 3 Kinder kamen ums Leben, weil im Keller des Hauses in Otterstedt ein Notstromaggregat betrieben wurde.
Mich verwundert es sehr, dass in der regionalen Presse keine weiteren Diskussionen oder Statements erschienen sind. Hat man etwa diese Tragödie schon wieder vergessen?
Am 07.11.2012 war im MDR Magazin Exakt ein kleiner Bericht zu verfolgen.
Darin wurde erwähnt, dass der Vater Stromschulden von über 1000 Euro hatte und aus diesem Grund nun schon 2 Jahre der Strom abgestellt war. Dies war im Dorf bekannt - ebenso, dass die Familie sozial auffällig war. Die Kinder galten aber als hilfsbereit und freundlich.
Nach Recherchen waren sie in einem Heim untergebracht und zum Zeitpunkt des Dramas zu Besuch beim Vater.
Nun ergeben sich meiner Meinung nach viele Fragen. Vorab ist es jedem verständlich, dass der Vater fahrlässig handelte und einen Fehler machte.
Aber... rechtfertigen 1000 Euro Stromschulden den Tod von 4 Menschen?
Leben wir hier nicht in einem sogenannten Sozialstaat? Gibt es keine Möglichkeit, dass wenn zumindest die Kinder zu Besuch waren - Strom hätte vorhanden sein können?
Ich kenne mich mit den technischen Möglichkeiten der Stromverteilung sehr gut aus und hierfür gibt es Geräte, welche so etwas vorübergehend ermöglichen können.
Die Kinder waren zu Besuch und der Vater wollte es ihnen ermöglichen, dass Strom vorhanden ist - vielleicht wegen Wärme oder Licht. Vielleicht hörte man Musik oder sah Fernsehen. Grundbedürfnisse, welche wegen 1000 Euro verweigert wurden sind!
Was ist mit den Behörden? War es denn dem Heim nicht bekannt, dass die Kinder beim Vater sind? Wenn der ganze Ort es wusste, dass dort kein Strom ist - wusste es das Heim nicht? Wussten es das Sozialamt oder Jugendamt in Sondershausen nicht?
4 Menschen starben - 3 Kinder, deren Leben noch vor ihnen war. Hätte man dies nicht verhindern können?
Es ist Handeln erforderlich! Verantwortliche müssen zur Rechenschaft gezogen werden.
Wie oft ist es so, dass zum Beispiel in der Politik wegen irgendwelcher Lapalien Politiker zurücktreten, ihren Hut nehmen.
Hier müsste es ähnlich sein.
Jugendamtleiter oder Sozialamtsleiter müssen die Konsequenz daraus ziehen und ihren Stuhl räumen. Denn sie sind die Verantwortlichen - warum am Ende 3 Kinder und der Vater starben.
Aber bereits zu Beginn meines Kommentars stellte ich die Frage in den Raum - Hat man es schon wieder vergessen?
Michael Kirchner
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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