So, 15:51 Uhr
18.11.2012
Zeichen gesetzt!
Auf dem Sondershäuser Hauptfriedhof fand am heutigen Vormittag eine feierliche Kranzniederlegung anlässlich des Volkstrauertages statt.
Zahlreiche Sondershäuser Bürgen hatten sich heute vormittags auf dem Hauptfriedhof von Sondershausen zum Gedenken an Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft versammelt. Einige waren schon vorher auf Kranzniederlegungen in den Ortsteilen gewesen.
Der Kommandeur des Raketenartilleriebataillon 132, Oberstleutnant Armin Schaus und die Stadt Sondershausen, hatten zu der Gedenkfeier geladen und legen für die Stadt Sondershausen und den Bundeswehrstandort Kränze am Ehrenhain ab. Anschließend verharrte man in einer Gedenkminute.
Oberstleutnant Armin Schaus erinnerte in seinen Gedenkworten, dass an diesem Termin nun schon seit 90 Jahren den Gefallenen und Toten gedacht wird. Der Volkstrauertag sol Trauernde über Parteien und Religionsgrenzen hinweg zusammenziehen und so ist es ein Zeichen das die Stadt Sondershausen zusammen mit den Bürgern diesen Tag begeht.
Weiter sagte er u.a., leider herrscht auch heute noch kein Frieden auf der Welt. Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr leisten an der Seite der verbündeten Streitkräfte einen gefährlichen Dienst im Ausland. Etwa 100 Bundeswehrangehörige haben dabei bisher ihr Leben verloren, erinnerte Schaus.
Sondershausen Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) maß dem Volkstrauertag eine wichtige Bedeutung zu. Schon seit 1990 wird in Sondershausen der Toten gedacht und immer gemeinsam mit der Bundeswehr, was sehr wichtig sei. Im letzten Jahr waren Soldaten des Raketenartilleriebataillon 132 beim Auslandseinsatz verletzt worden.
Es gibt genügend Gründe, so Kreyer, an diesem Tag zu gedenken, auch weil es im Zuge des NSU Tote zu beklagen gibt. Es gilt den Toten Soldaten, den Flüchtlingen und den Opfern der Konzentrationslager zu gedenken. Der Gedenktag sollte nicht nur Sache der Bundeswehr und der Politik sein.
Dieser Tag muss auch tief in der Bevölkerung verwurzelt werden, besonders aber bei den Jugendlichen, die zum Glück in einer friedlichen Gesellschaft aufwachsen. Leider sah die heutige Lage etwas anders aus, die Zahl der Jugendlichen tendierte gegen Null. Kreyer schöpft aber Zuversicht, da an der Gedenkfeier zur Reichspogromnacht gleich Schulklassen daran teilgenommen haben.
Dieser Tag muss uns auch persönlich betroffen machen. Für Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus dürfen wieder keinen Platz an diesem Tag lassen, so Kreyer, und warnte, die Finanzkrise für Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus zu missbrauchen (Mär von den faulen Griechen.)
Erstmals bei der Gedenkfeier dabei die evangelische Militärpfarrerin Barbara Reichert. Sie sprach anlässlich des Volkstrauertags ein Gebet.
Neben der Landrätin des Kyffhäuserkreises Antle Hochwind (SPD) waren die Vorsitzende des Sondershäuser Stadtrates, Dr. Christine Kietzer (CDU) und viele Stadträte und Bürger bei der Gedenkfeier anwesend. Es waren aber auch die überregionalen Politiker stark vertreten. Im Zeichen des NSU ist es sicher richtig, Flagge zu zeigen . So waren neben Bundestagsmitglied Steffen-Claudio Lemme (SPD) auch die Mitglied des Landtags Dorothea Marx (SPD) und Manfred Scherer (CDU) bei der feierlichen Kranzniederlegung zu gegen.
Worte des Gedenkens sprach auch die Vorsitzende des Sondershäuser Stadtrates, Dr. Christine Kietzer.
Zum Abschluss der Gedenkfeier dankte Kreyer allen Anwesenden für ihre Anteilnahme. Er bedankte sich auch beim Bergmannsblasorchester Sondershausen, die schon seit Jahren die Gedenkfeier unterstützen. Das Spielen der Nationalhymne beendete die Gedenkfeier.
Autor: khhZahlreiche Sondershäuser Bürgen hatten sich heute vormittags auf dem Hauptfriedhof von Sondershausen zum Gedenken an Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft versammelt. Einige waren schon vorher auf Kranzniederlegungen in den Ortsteilen gewesen.
Der Kommandeur des Raketenartilleriebataillon 132, Oberstleutnant Armin Schaus und die Stadt Sondershausen, hatten zu der Gedenkfeier geladen und legen für die Stadt Sondershausen und den Bundeswehrstandort Kränze am Ehrenhain ab. Anschließend verharrte man in einer Gedenkminute.
Oberstleutnant Armin Schaus erinnerte in seinen Gedenkworten, dass an diesem Termin nun schon seit 90 Jahren den Gefallenen und Toten gedacht wird. Der Volkstrauertag sol Trauernde über Parteien und Religionsgrenzen hinweg zusammenziehen und so ist es ein Zeichen das die Stadt Sondershausen zusammen mit den Bürgern diesen Tag begeht.
Weiter sagte er u.a., leider herrscht auch heute noch kein Frieden auf der Welt. Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr leisten an der Seite der verbündeten Streitkräfte einen gefährlichen Dienst im Ausland. Etwa 100 Bundeswehrangehörige haben dabei bisher ihr Leben verloren, erinnerte Schaus.
Sondershausen Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) maß dem Volkstrauertag eine wichtige Bedeutung zu. Schon seit 1990 wird in Sondershausen der Toten gedacht und immer gemeinsam mit der Bundeswehr, was sehr wichtig sei. Im letzten Jahr waren Soldaten des Raketenartilleriebataillon 132 beim Auslandseinsatz verletzt worden.
Es gibt genügend Gründe, so Kreyer, an diesem Tag zu gedenken, auch weil es im Zuge des NSU Tote zu beklagen gibt. Es gilt den Toten Soldaten, den Flüchtlingen und den Opfern der Konzentrationslager zu gedenken. Der Gedenktag sollte nicht nur Sache der Bundeswehr und der Politik sein.
Dieser Tag muss auch tief in der Bevölkerung verwurzelt werden, besonders aber bei den Jugendlichen, die zum Glück in einer friedlichen Gesellschaft aufwachsen. Leider sah die heutige Lage etwas anders aus, die Zahl der Jugendlichen tendierte gegen Null. Kreyer schöpft aber Zuversicht, da an der Gedenkfeier zur Reichspogromnacht gleich Schulklassen daran teilgenommen haben.
Dieser Tag muss uns auch persönlich betroffen machen. Für Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus dürfen wieder keinen Platz an diesem Tag lassen, so Kreyer, und warnte, die Finanzkrise für Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus zu missbrauchen (Mär von den faulen Griechen.)
Erstmals bei der Gedenkfeier dabei die evangelische Militärpfarrerin Barbara Reichert. Sie sprach anlässlich des Volkstrauertags ein Gebet.
Neben der Landrätin des Kyffhäuserkreises Antle Hochwind (SPD) waren die Vorsitzende des Sondershäuser Stadtrates, Dr. Christine Kietzer (CDU) und viele Stadträte und Bürger bei der Gedenkfeier anwesend. Es waren aber auch die überregionalen Politiker stark vertreten. Im Zeichen des NSU ist es sicher richtig, Flagge zu zeigen . So waren neben Bundestagsmitglied Steffen-Claudio Lemme (SPD) auch die Mitglied des Landtags Dorothea Marx (SPD) und Manfred Scherer (CDU) bei der feierlichen Kranzniederlegung zu gegen.
Worte des Gedenkens sprach auch die Vorsitzende des Sondershäuser Stadtrates, Dr. Christine Kietzer.
Zum Abschluss der Gedenkfeier dankte Kreyer allen Anwesenden für ihre Anteilnahme. Er bedankte sich auch beim Bergmannsblasorchester Sondershausen, die schon seit Jahren die Gedenkfeier unterstützen. Das Spielen der Nationalhymne beendete die Gedenkfeier.
















