Mi, 14:22 Uhr
21.11.2012
Welche Größenordnung?
Das Kümmern um alte und kranke Menschen, also deren Pflege und Betreuung rückt immer mehr in den Fokus von Wirtschaft und Politik. Aber: Von welchen Zahlen in Thüringen reden die Protagonisten überhaupt? Hier sind einige Antworten...
Am Ende des Jahres 2011 waren 82 322 Einwohner Thüringens pflegebedürftig. Das waren laut Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 5 355 Personen bzw. 7,0 Prozent mehr als Ende 2009. Im Vergleich zum Jahresende 1999, dem Jahr der Einführung der Pflegestatistik, hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen um mehr als ein Drittel (36,6 Prozent) erhöht.
Während Ende 1999 rund jeder 40. Thüringer betroffen war, war es Ende 2011 bereits jeder 27. Einwohner. Bezogen auf 1 000 Einwohner waren es 37,1 Personen und somit 2,9 mehr als zwei Jahre zuvor und sogar 12,5 mehr als vor zwölf Jahren (Ende 1999: 24,6 Personen je 1 000 Einwohner). Frauen waren fast doppelt so häufig von Pflegebedürftigkeit betroffen als Männer. Während 4,8 Prozent der weiblichen Bevölkerung von Pflegebedürftigkeit betroffen war, waren es bei den Männern 2,6 Prozent. Der Anteil der pflegebedürftigen Frauen an den Pflegebedürftigen insgesamt betrug zwei
Drittel (66,0 Prozent).
45 267 Personen bzw. 55,0 Prozent waren durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung der Pflegestufe I (erheblich pflegebedürftig), 27 231 Personen bzw. 33,1 Prozent der Pflegestufe II (schwer pflegebedürftig) und 9 731 Personen bzw. 11,8 Prozent der Pflegestufe III (schwerst pflegebedürftig) zugeordnet. Bei weiteren 93 Männern und Frauen (0,1 Prozent) war die Einstufung noch nicht abgeschlossen.
Ende 2011 wurden 40 135 Pflegebedürftige zu Hause ausschließlich durch Familienangehörige oder Bekannte betreut. Der Anteil an den Pflegebedürftigen insgesamt betrug 48,8 Prozent. Während im Jahr der Einführung der Pflegestatistik 1999 der Anteil dieser Pflegeform noch 56,1 Prozent betrug, ging dieser stetig zurück und erreichte im Jahr 2011 seinen vorläufig tiefsten Stand. Damit ist diese Form der Pflege weiter rückläufig.
Weitere 19 996 Männer und Frauen (24,3 Prozent) wurden von ambulanten Pflegediensten und 23 828 Personen (28,9 Prozent) wurden in Pflegeheimen stationär betreut. Während der Anteil der von Pflegediensten Betreuten gegenüber Ende 2009 unverändert blieb, stieg er bei den in Pflegeheimen stationär Betreuten geringfügig um 0,6 Prozentpunkte.
Autor: nnzAm Ende des Jahres 2011 waren 82 322 Einwohner Thüringens pflegebedürftig. Das waren laut Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 5 355 Personen bzw. 7,0 Prozent mehr als Ende 2009. Im Vergleich zum Jahresende 1999, dem Jahr der Einführung der Pflegestatistik, hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen um mehr als ein Drittel (36,6 Prozent) erhöht.
Während Ende 1999 rund jeder 40. Thüringer betroffen war, war es Ende 2011 bereits jeder 27. Einwohner. Bezogen auf 1 000 Einwohner waren es 37,1 Personen und somit 2,9 mehr als zwei Jahre zuvor und sogar 12,5 mehr als vor zwölf Jahren (Ende 1999: 24,6 Personen je 1 000 Einwohner). Frauen waren fast doppelt so häufig von Pflegebedürftigkeit betroffen als Männer. Während 4,8 Prozent der weiblichen Bevölkerung von Pflegebedürftigkeit betroffen war, waren es bei den Männern 2,6 Prozent. Der Anteil der pflegebedürftigen Frauen an den Pflegebedürftigen insgesamt betrug zwei
Drittel (66,0 Prozent).
45 267 Personen bzw. 55,0 Prozent waren durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung der Pflegestufe I (erheblich pflegebedürftig), 27 231 Personen bzw. 33,1 Prozent der Pflegestufe II (schwer pflegebedürftig) und 9 731 Personen bzw. 11,8 Prozent der Pflegestufe III (schwerst pflegebedürftig) zugeordnet. Bei weiteren 93 Männern und Frauen (0,1 Prozent) war die Einstufung noch nicht abgeschlossen.
Ende 2011 wurden 40 135 Pflegebedürftige zu Hause ausschließlich durch Familienangehörige oder Bekannte betreut. Der Anteil an den Pflegebedürftigen insgesamt betrug 48,8 Prozent. Während im Jahr der Einführung der Pflegestatistik 1999 der Anteil dieser Pflegeform noch 56,1 Prozent betrug, ging dieser stetig zurück und erreichte im Jahr 2011 seinen vorläufig tiefsten Stand. Damit ist diese Form der Pflege weiter rückläufig.
Weitere 19 996 Männer und Frauen (24,3 Prozent) wurden von ambulanten Pflegediensten und 23 828 Personen (28,9 Prozent) wurden in Pflegeheimen stationär betreut. Während der Anteil der von Pflegediensten Betreuten gegenüber Ende 2009 unverändert blieb, stieg er bei den in Pflegeheimen stationär Betreuten geringfügig um 0,6 Prozentpunkte.
