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Do, 11:54 Uhr
22.11.2012

Verhaltene Aussichten

In den Firmen der Tourismusbranche herrscht derzeit noch eine recht positive Stimmung. Der Blick auf die kommenden Monate fällt dagegen eher skeptisch aus. Das geht aus der aktuellen Herbstumfrage Tourismus der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt unter 350 Unternehmen des Gastgewerbes und der Reisebranche in Nord- und Mittelthüringen hervor...


„Die Konjunktur in der Tourismusbranche zeigt momentan ein zweigeteiltes Bild. Für Reisebüros und Hoteliers ist der Sommer insgesamt recht positiv verlaufen“, informiert Steffen Schulze, IHK-Abteilungsleiter Existenzgründung und Unternehmensförderung, mit Blick auf die Ergebnisse der Umfrage. Immerhin berichte die Hälfte der Unternehmer von gut gehenden Geschäften. Problematischer gestalte sich dagegen die Situation in der Gastronomie. „Das ist nicht verwunderlich. Bei 44 Prozent der Gastronomen ging der Umsatz mit einheimischen Gästen zurück. Umsatzzuwächse kommen lediglich von Geschäftsreisenden und Urlaubern“, erklärt Schulze.

Zudem würde das Bild im IHK-Bezirk auch von deutlichen regionalen Unterschieden geprägt. Vor allem in den kreisfreien Städten Erfurt, Weimar und Eisenach schätzten sechs von zehn Unternehmern ihre Geschäftslage gut ein, etwa 20 Prozent mehr als in den anderen Regionen des Kammerbezirkes. „Die Betriebe in den Städten profitieren vor allem vom anhaltend positiven Trend im Städtetourismus“, so Schulze.

Die Aussichten des Gastgewerbes auf die Wintersaison seien erfahrungsgemäß etwas verhaltener. Mit Sorge blickten die Unternehmer hauptsächlich auf die anstehenden Preiserhöhungen für Strom und Gas. Aber auch steigende Gebühren von GEMA und GEZ würden die Ertragslage negativ beeinflussen.

„Sicherlich wird ein Teil der Unternehmen die Kosten über Preissteigerungen an die Kunden weitergeben müssen. Zumindest rechnen 26 Prozent der Befragten für die nächsten Monate mit anziehenden Preisen“, sagt der IHK-Abteilungsleiter.

In den Reisebüros lasse der Buchungsansturm nach einem guten Sommer jetzt etwas nach. Die sich abzeichnende Eintrübung der konjunkturellen Lage durch die anhaltende Eurokrise bremse mehr und mehr die Reiselaune der Kunden.

„Zu einer großen Herausforderung hat sich für die Gastronomen die Suche nach geeignetem Personal entwickelt. Vor allem für die Berufe Koch und Restaurantfachmann interessieren sich offenbar immer weniger Jugendliche“, merkt Schulze an. So sei gerade in diesen beiden Berufen der Anteil der Neuverträge in der Ausbildung gegenüber dem Jahr 2009 um 45 Prozent zurückgegangen.

In der Gesamtbetrachtung aller Berufsgruppen sehe es auch nicht besser aus. Laut dem IHK-Fachkräftemonitor seien im Gastgewerbe derzeit 2.030 Arbeitsplätze mehr im Angebot, als nachgefragt werden. Der Mangel an qualifiziertem Personal betrage 25,5 Prozent und werde im Jahr 2017 mit 38 Prozent den Höchstwert erreichen.
Autor: nnz

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