Fr, 12:45 Uhr
14.12.2012
Ungenutzte Potentiale erkennen
36 Prozent der Schulabsolventen nahmen im vergangenen Jahr bundesweit eine Berufsausbildung auf, 25 Prozent strebten die Hochschulreife an und 25 Prozent ein Studium. Die restlichen 14 Prozent verblieben im so genannten Übergangsbereich der noch nicht ausbildungsreifen Bewerber...
Die Erfurter Industrie- und Handelskammer (IHK) will jetzt dabei helfen, mehr Jugendliche in eine ausbildungsnahe Einstiegsqualifizierung zu überführen.
Aktuell sind 9,7 Prozent der Thüringer Schulabgänger ohne die entsprechende Ausbildungsreife. Doch noch zu viele der leer ausgegangenen Bewerber stecken in schulischen Übergangsmaßnahmen fest und stehen den Ausbildungsbetrieben dann nicht zur Verfügung, kritisiert IHK-Haupt-geschäftsführer Gerald Grusser.
Angesichts der angespannten Nachwuchssituation in den Unternehmen fordert er deshalb, so viele Jugendliche wie möglich in eine betriebliche Ausbildung über eine Einstiegsqualifizierung zu bringen. Dieses wichtige Instrument zur Fachkräftesicherung sollte in jedem Fall Vorrang gegenüber schulischen Maßnahmen besitzen 8.448 Thüringer Schüler befanden sich 2011 in einem Berufsvorbereitungsjahr oder vollzeitschulischen Bildungsgängen. Das ist deutlich zu hoch, sagt Grusser mit Blick auf andere Bundesländer.
Das über die IHK unterbreitete Angebot einer Einstiegsqualifizierung sei ein bewährtes Mittel, um bisher nicht ausbildungsfähigen jungen Menschen eine zweite Chance zu geben. Wenn die Jugendlichen keinen Aus-
bildungsplatz gefunden haben, erhalten sie mit der Einstiegsqualifizierung die Möglichkeit, in einem Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten Teile eines Ausbildungsberufes, einen Betrieb und das Berufsleben kennen zu lernen, schildert Grusser den Ablauf der Maßnahme.
Bildungsexperten der Kammer würden die konkrete Vermittlung zwischen dem Unternehmen und dem Jugendlichen übernehmen. Die Kapazitäten in den Betrieben seien jedoch bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Daher wäre es denkbar, schon direkt in den Abgangsklassen der Schulen für die Einstiegsqualifizierung zu werben.
Mit 9,7 Prozent Anteil der Bewerber im Übergangssystem rangiert der Freistaat im deutschen Mittelfeld noch vor Ländern wie Bayern mit 7,5 Prozent oder Sachsen mit 8,1 Prozent. Zum Übergangsbereich gehören die theoretischen berufsvorbereitenden Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit, der Berufsschulen und -fachschulen, das Berufsvorbereitungsjahr, das schulische Berufsgrundbildungsjahr aber auch die praxisbezogene Einstiegsqualifizierung.
Autor: nnzDie Erfurter Industrie- und Handelskammer (IHK) will jetzt dabei helfen, mehr Jugendliche in eine ausbildungsnahe Einstiegsqualifizierung zu überführen.
Aktuell sind 9,7 Prozent der Thüringer Schulabgänger ohne die entsprechende Ausbildungsreife. Doch noch zu viele der leer ausgegangenen Bewerber stecken in schulischen Übergangsmaßnahmen fest und stehen den Ausbildungsbetrieben dann nicht zur Verfügung, kritisiert IHK-Haupt-geschäftsführer Gerald Grusser.
Angesichts der angespannten Nachwuchssituation in den Unternehmen fordert er deshalb, so viele Jugendliche wie möglich in eine betriebliche Ausbildung über eine Einstiegsqualifizierung zu bringen. Dieses wichtige Instrument zur Fachkräftesicherung sollte in jedem Fall Vorrang gegenüber schulischen Maßnahmen besitzen 8.448 Thüringer Schüler befanden sich 2011 in einem Berufsvorbereitungsjahr oder vollzeitschulischen Bildungsgängen. Das ist deutlich zu hoch, sagt Grusser mit Blick auf andere Bundesländer.
Das über die IHK unterbreitete Angebot einer Einstiegsqualifizierung sei ein bewährtes Mittel, um bisher nicht ausbildungsfähigen jungen Menschen eine zweite Chance zu geben. Wenn die Jugendlichen keinen Aus-
bildungsplatz gefunden haben, erhalten sie mit der Einstiegsqualifizierung die Möglichkeit, in einem Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten Teile eines Ausbildungsberufes, einen Betrieb und das Berufsleben kennen zu lernen, schildert Grusser den Ablauf der Maßnahme.
Bildungsexperten der Kammer würden die konkrete Vermittlung zwischen dem Unternehmen und dem Jugendlichen übernehmen. Die Kapazitäten in den Betrieben seien jedoch bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Daher wäre es denkbar, schon direkt in den Abgangsklassen der Schulen für die Einstiegsqualifizierung zu werben.
Mit 9,7 Prozent Anteil der Bewerber im Übergangssystem rangiert der Freistaat im deutschen Mittelfeld noch vor Ländern wie Bayern mit 7,5 Prozent oder Sachsen mit 8,1 Prozent. Zum Übergangsbereich gehören die theoretischen berufsvorbereitenden Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit, der Berufsschulen und -fachschulen, das Berufsvorbereitungsjahr, das schulische Berufsgrundbildungsjahr aber auch die praxisbezogene Einstiegsqualifizierung.
