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Do, 11:40 Uhr
20.12.2012

Schneeweißchen und Rosenrot

Es waren einmal zwei Brüder, Jacob und Wilhelm Grimm, die gaben am 20. Dezember 1812, also vor 200 Jahren, den ersten Band ihrer „Kinder -und Hausmärchen“ heraus. Dazu ein Beitrag von nnz-Autorin Heidelore Kneffel...


In der Zeit der Romantik besann man sich auf das Historische eines Volkes und sammelte auch überlieferte Literatur. Volkslieder und Balladen suchten und fanden Achim von Arnim und Clemens Brentano für die Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“, die 1808 erschien. Gottfried Herder nannte seine Volksliedersammlung „Stimmen der Völker in Liedern“.

Die Grimms ließen sich vor allem von älteren Personen mündlich überlieferte Märchen verschiedener Zeiten erzählen, besonders fündig wurden sie bei der Hessin Dorothea Viehmann, die in der Nähe von Kassel lebte. Aber auch Märchen anderer Länder sammelten sie, z. B. aus Frankreich.

Der Verkauf des ersten Märchenbandes der Gebrüder Grimm ließ zu wünschen übrig, er war noch sehr literaturwissenschaftlich aufgefasst. Die Männer bearbeiteten daraufhin die Texte sprachlich und behutsam auch inhaltlich nach den Zeitumständen. Der Erfolg gab ihnen Recht, die Volksmärchen wurden nach und nach zur Weltliteratur und sind bis heute in ca. 160 Sprachen übersetzt worden. Zur großen Popularität trugen und tragen auch die Illustrationen bei. Bereits die zweite Auflage enthielt solche vom Bruder Ludwig Emil Grimm.

Kürzlich ging in Görsbach die gutbesuchte Kunstausstellung Eva Grohs zu Ende. Von ihr wurden auch farbige Illustrationen zu den Märchen der Gebrüder Grimm gezeigt. Ein Blatt von „Schneeweißchen und Rosenrot“ soll als Adventsgruß vorgestellt werden. Wir erinnern uns: „Eine arme Witwe, die lebte einsam in einem Hüttchen und vor dem Hüttchen war ein Garten, darin standen zwei Rosenbäumchen, davon trug das eine weiße und das andere rote Rosen; und sie hatte zwei Kinder, die glichen den beiden Rosenbäumchen ...“ Sie lebten in Ruhe und Frieden miteinander in der Natur.

Zeichnung von Eva Groh (Foto: Archiv Kneffel) Zeichnung von Eva Groh (Foto: Archiv Kneffel) „Eines Abends, als sie so vertraulich beisammensaßen, klopfte jemand an die Türe, als wollte er eingelassen sein. Die Mutter sprach: 'Geschwind, Rosenrot, mach auf, es wird ein Wanderer sein, der Obdach sucht'. Rosenrot ging und schob den Riegel weg und dachte, es wäre ein armer Mann, aber der war es nicht, es war ein Bär, der seinen dicken schwarzen Kopf zur Türe hereinsteckte. Rosenrot schrie laut und sprang zurück; das Lämmchen blökte, das Täubchen flatterte auf und Schneeweißchen versteckte sich hinter der Mutter Bett.“

Diese Szene hat Eva Groh auf einem ihrer Bilder festgehalten. Man erkennt, dass sie Tier und Mensch gleichermaßen überzeugend dargestellt hat. Auf einer weiteren Illustration tollen die beiden Mädchen ausgelassen mit dem Bären herum, denn den Schrecken vor dem großen Tier hatten die beiden Kinder bald verloren.

Wie die spannende Geschichte weitergeht, kann nun jeder dank seines Bandes der „Kinder- und Hausmärchen“ der Gebrüder Grimm zu Ende lesen.
Heidelore Kneffel
Autor: red

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