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Do, 12:38 Uhr
10.01.2013

Schweizer zwischen Luther und Korn

Ein "hochprozentiges Lustspiel" kündigten heute das Nordhäuser Theater und die Traditionsbrennerei auf einer Pressekonferenz im Aufführungsort an. Da, wo einst die Fässer mit dem Hochprozentigen abgelegt wurden, gibt es ab 2. Februar die unmissverständliche Aufforderung "Trinke! Was klar ist!" Das eigens dafür geschriebene Theaterstück rund um das Nordhäuser Markenzeichen entsteht derzeit in der Niederlage der Traditionsbrennerei in der Grimmelallee.

theater (Foto: okn) theater (Foto: okn)

Spaß am Ausgefallenen: Intendant Tietje, Kornkenner Einenckel und Dramaturgin Eisner

Und wer hat's erfunden? Richtig – ein Schweizer! Der Schauspieler, Regisseur und Dozent Achim Lenz schrieb die Vorlage des unterhaltsam-lehrreichen Drei-Personen-Stückchens "Trinke! Was klar ist". Der Eidgenosse ist prädestiniert wie kaum ein anderer für diesen Job, denn er hat in seiner Jugend Geschichte und alte Sprachen studiert – ebenso wie der Held seines Werkes, der trinkfeste Reformator Martin Luther. Ein Wechselspiel aus regionalen Geschichten um den Korn und die Reformation mit vielen Bezügen Luthers zu Nordhausen und dem Trinken, aber auch viel Musik steht zu erwarten, wenn am Freitag, 2. Februar die Premiere in der Niederlage der Traditionsberennerei über die von Roland Winter eingerichtete Bühne geht.

Uta Haase, Thomas Kohl und Kolja Hosemann schlüpfen in verschiedene Rollen und werden uns Luther, seine Frau Katharina, aber auch den Nodhäuser Justus Jonas näherbringen. Und weil besondere Rollen besondere Maßnahmen erfordern hat die beliebte Schauspielerin Uta Haase eigens Sprachunterricht beim Ex-Roland Peter Schwarz und seiner Ex-Hexe Marion Probst genommen – um ein Couplet in echt Nordhäuser Mundart vorzutragen. Der Kapellmeister Kolja Hosemann zeigt sein komödiantisches Talent und Thomas Kohl gibt den lebenslustigen Kirchenerneuerer, der ja ausgerufen haben soll: "Iss, was gar ist, trink, was klar ist, red, was wahr ist!" Nur ob er dem Nordhäuser Korn auch gefrönt hat ist leider nicht überliefert. Aber doch sehr wahrscheinlich.

Mit "Trinke! Was klar ist!" wird die gute Zusammenarbeit zwischen Theater und Brennerei fortgesetzt, die im engagierten Museumsleiter Jochen Einenckel und dem umtriebigen Intendanten Lars Titeje ihre Protagonisten hat. Nach "Prost! Henriette" und dem Einakter "Der Kontrabass" ist es schon die dritte gemeinsame Inszenierung in der Niederlage.

Karten gibt es im Theater und an der Abendkasse, bis zum Mai sind mehrere Vorstellungen meist an den Wochenenden auf dem Spielplan.
Autor: nnz/kn

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