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Di, 18:30 Uhr
29.01.2013

Erfolgreiche Zwischenbilanz

Ziel des Projektes „LeA Lernen und Arbeiten in Europa“ ist es, die beruflichen Chancen junger Menschen mit Behinderung zu erhöhen. In den Räumen des BIC Nordthüringen von Sondershausen zog man heute Bilanz.

Eingebettet ist das Prejekt LeA in das Programm IdA: IdA - Integration durch Austausch" Bundesweit wird im Rahmen des Programms mit Partnerorganisationen aus ganz Europa daran gearbeitet, die Ausbildungs- und Beschäftigungschancen von benachteiligten Menschen (IdA l) und von Menschen mit Behinderung (IdA II) durch transnationale Austauschprojekte zu verbessern. Ein Schwerpunkt von IdA besteht dabei darin, Netzwerkstrukturen und Kooperationsbeziehungen im
arbeitsmarktpolitischen Bereich zu den anderen EU-Mitgliedstaaten aufzubauen und zu festigen. IdA wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds
gefördert.


Vertreter der Kooperationspartner des Projekts LeA, Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V., Internationales Bildungs- und Sozialwerk e.V. Bad Frankenhausen, Sondershäuser Bildungsverein e.V., Agentur für Arbeit Nordhausen, Jobcenter Kyffhäuserkreis, Jobcenter Landkreis Nordhausen, Jobcenter Landkreis Eichsfeld kamen heute zur Zwischenbilanz

Im Rahmen des ESF-Bundesprogramms "IdA - Integration durch Austausch" wird seit April 2011 das Kooperationsprojekt "LeA - Lernen und Arbeiten in Europa" im Kyffhäuserkreis umgesetzt. Ziel des Projektes ist es, die Beschäftigungschancen junger Menschen aus der Region bis 28 Jahre mit Behinderungen bzw. multiplen Vermittlungshemmnissen auf dem allgemeinen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu erhöhen.


Nach der Durchführung von vier Projektdurchgängen konnte Projektleiter Marc Weinrich vom Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V. nach den heutigen Berichten (und zweier zuvor durchgeführter Workshops) ein positives Fazit ziehen.
Kernstück der Qualifizierung der Teilnehmer ist ein einmonatiger Auslandsaufenthalt mit Betriebspraktika in Frankreich oder Spanien.

In Vorbereitung auf ein einmonatiges Auslandspraktikum in Spanien oder Frankreich absolvieren die Teilnehmer/-innen Sprach-, Kompetenz- und Bewerbungstrainings sowie Schulungen zur Landeskunde. Eine Begleitperson unterstützt die Teilnehmenden im Verlauf der Vor- und Nachbereitung und während des Auslandsaufenthaltes.

Mit Unterstützung der transnationalen Partnerorganisationen wird bereits im Vorfeld des Auslandsaufenthaltes und unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten und Interessen der Teilnehmenden nach einem geeigneten Praktikumsplatz gesucht. Teilnehmen können junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren, die nach Beendigung der Schulzeit oder der Berufsvorbereitung noch keinen Ausbildungsplatz haben oder die nach Abschluss der Berufsausbildung noch ohne Arbeitsplatz sind.


Und die Ergebnisse sind gut. Wenn beim zweiten Durchgang die zählbaren Erfolge noch nicht ganz so groß sind, wie bei ersten Durchgang, so hängt das mit dem Fakt zusammen, dass der letzte Durchgang erst im November lief, als zum Beispiel die Berufsausbildung in den Betrieben und Einrichtungen schon angelaufen waren und so die Vermittlung in Ausbildungsergebnisse noch nicht starten konnte.

Die angestrebte Integrationsquote von 25 Prozent nach 6 Monaten wurde erreicht. Es zeigt sich jedoch ein enormer Bedarf hinsichtlich der Stabilisierung begonnener Arbeitsverhältnisse, so Weinrich.


Thomas Hopf, vom DRK-Krankenhaus in Bad Frankenhausen berichtete mit Begeisterung von dem Praktikanten Mark Z., der so ein Projekt durchlaufen hatte und jetzt seit 1.9.2012 einen Arbeitsvertrag für das Küchenteam des Krankenhauses erhalten hat.

In der Projektzeit von April 2011 bis Juni 2014 sollen 7 Auslandsaufenthalte für insgesamt 56 Teilnehmende realisiert werden, davon je 28 am Übergang Schule /Ausbildung und am Übergang Ausbildung/Beruf. Die Gruppenstärke beträgt in der Regel acht Teilnehmer.
Die Teilnehmer erhalten dabei vier Wochen Vorbereitung bei Träger, vier Wochen Auslandsaufenthalt und sechs Wochen Nachbereitung beim Träger.

Von den beiden Trägereinrichtungen berichteten Frau Töppe und Frau Wenzel (Sondershäuser Bildungsverein e.V.) und Frau Tauer (Internationales Bildungs- und Sozialwerk e.V. Bad Frankenhausen) von ihren Erfahrungen bei den insgesamt vier bereits gelaufenen Durchgängen.

So informierten sie über die Vorbereitungen, wie Kompetenzfeststellung wer kann was, berufspraktische Vorbereitungen bezogen auf das Auslandspraktikum, Sprachkurse in der jeweiligen Landessprache, interkulturelles Lernen und Landeskunde, weil es ja noch Spanien bzw. Frankreich ging. Und hier lernten sich die Jugendlichen durchzusetzen.


In Vorbereitung auf ein einmonatiges Auslandspraktikum in Spanien oder Frankreich absolvieren die Teilnehmer/-innen Sprach-, Kompetenz- und Bewerbungstrainings sowie Schulungen zur Landeskunde. Eine Begleitperson unterstützt die Teilnehmenden im Verlauf der Vor- und Nachbereitung und während des Auslandsaufenthaltes.

Während des Auslandsaufenthaltes wurden die Teilnehmer (männlich/weiblich) von einem/einer Projektmitarbeiter/in begleitet. So lernten die Jugendlichen auch, wie man gemeinsam die Freizeit organisieren konnte, was in der Heimat einzeln oft nicht so gelang.
Jeder Teilnehmende erhielt eine Praktikumbeurteilung seines ausländischen Arbeitgebers, ein Zertifikat über das Sprachtraining sowie den Europass Mobilität als Nachweise seiner Qualifikationen. Über solche Übergaben berichtete kn bereits, so hier: Mobilität gefragt.

Fast alle Teilnehmenden (die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus dem Kyffhäuserkreis und zwei aus dem Landkreis Nordhausen) fühlten sich während des Auslandsaufenthaltes das erste Mal von ihrer Umwelt aufgenommen und akzeptiert - mit allen individuellen Eigenarten, so gleich laut die Einschätzungen heute der Betreuer.
Die Bereitschaft zur Mobilität im Zusammenhang mit der eigenen beruflichen Weiterentwicklung und die erfolgreiche Orientierung in einem neuen kulturellen Arbeits- und Lebensumfeld sollen helfen, ihre Chancen auf einen Ausbildungs- oder
Arbeitsplatz deutlich zu steigern.

Vom Jobcenter werte Frau Hellmann den durchgeführten Studienaufenthalt in La Coruna aus, wo einer der Praktikumsorte lag (in Frankreich war es Bordeaux). Man informierte sich, wie eine Region damit umgeht, wenn rund 50 Prozent der Jugendlichen arbeitslos sind. Eine Feststellung dabei, die Form unserer Berufsausbildung hat sich bewährt und man sollte das auch entsprechend würdigen.

Wie sehen die nächsten Schritte aus?

Der nächste Auslandsaufenthalt startet in Frankreich vom 23.04.2013 - 22.05.2012 und in Spanien vom 07.09.2013 - 06.10.2013. Einen Expertenaustausch wird es im November 2013 (Arbeitsmarktakteure aus Spanien und Frankreich treffen sich in Deutschland. in einen Fach- und Erfahrungsaustausch mit hiesigen Akteuren) geben.

Im März 2014 wird es erst mal einen vorläufigen Abschluss des Projekts geben. Es gab aber bereits Signale aus Berlin, dass Chancen bestehen, so Weinrich, das Projekt später weiterführen zu können, auch wenn die Bedingungen noch nicht klar sind.
Erfolgreiche Zwischenbilanz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erfolgreiche Zwischenbilanz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erfolgreiche Zwischenbilanz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erfolgreiche Zwischenbilanz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erfolgreiche Zwischenbilanz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erfolgreiche Zwischenbilanz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erfolgreiche Zwischenbilanz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erfolgreiche Zwischenbilanz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erfolgreiche Zwischenbilanz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erfolgreiche Zwischenbilanz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erfolgreiche Zwischenbilanz (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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