Mo, 23:24 Uhr
11.02.2013
Vorsorgende Vollmachten"
Hospizdienst bringt jetzt auch Beratung nach Hause, so die Meldung vom Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst
In guten Zeiten an vielleicht spätere nicht so gute Zeiten denken, dazu kann mit Vorsorgenden Vollmachten der ganz persönliche Wille niedergelegt und Sorge dafür getragen werden, wer dann die Belange regeln kann, wenn der Betroffene es selbst nicht mehr kann und Angehörige es nicht automatisch tun dürfen. Mehr als 300 Menschen haben im vergangenen Jahr für diese Überlegungen die Beratung des Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes in Sondershausen, Sömmerda und Artern aufgesucht. Dieser steigenden Nachfrage nach Gespächen in und über Zeiten schwerster Erkrankung oder die mögliche letzte Lebenszeit kommt die Hospizbewegung mit Begleitung im Ehrenamt nach. Elf Hospizler haben sich in Theroie und Praxis befähigen lassen zu diesem Dienst und konnten nun am 6. Februar ihr Zertifikat dazu in den Händen halten.
Foto Gerhard Maget: Ehrenamtliche HospizbegleiterInnen mit der Leiterin des Beraterseminars Susanne List (4. v. l.) haben nach einem reichlichen Jahr in Theorie und Praxis den Kurs an der VHS Artern erfolgreich abgeschlossen und stehen nun für ihre neue Aufgabe bereit.
Geleitet wurde das Beraterseminar an der Volkshochschule Artern von der Koordinatorin und Moderatorin Susanne List, ausgerichtet an den Empfehlungen des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes (DHPV e. V.). Zehn Damen und ein Herr als beratende Ehrenamtliche erweitern nun das Angebot des Hospizdienstes des Novalis Diakonievereins um eine neue kostenfreie Dienstleistung: ab sofort können die fachlich geschulten Ehrenamtlichen im Auftrag von Hospiz auch anfragende Menschen in ihrem ganz persönlichen Umfeld aufsuchen, die ihr Zuhause nur noch schwerlich für eine Bürosprechzeit verlassen können. Der Dienst kommt zu ihnen und bringt so viel Zeit mit, wie es die nicht ganz einfache Thematik erfordert.
In Deutschland sind über 220 verschiedene Formulare zu Vollmachten auf dem Markt mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten. Der Hospizdienst empfiehlt solche Unterlagen, die vom Thüringer Hospiz- und Palliativverband (THPV e. V.) geprüft und in der gängigen Praxis anerkannt sind. Wird es gewünscht, kann am Ende die Vorsorgevollmacht selbst geschrieben und die Patientenverfügung fertig zu Papier gebracht sein. Der Arzt des Vertrauens, die Betreuungsbehörde oder der Notar, sie sind mitunter weitere Partner im Dialog um sorgsam zu treffende Entscheidungen.
Letzte Dinge um das eigene Sterben und Begrabenwerden können ebenso mit den Hospizlern einfühlsam thematisiert werden. Wer den Mut gehabt hat, diese Fragen - am besten auch mit seinen Nahestehenden - zu bedenken, kann dann beruhigt sagen: "Jetzt bin ich aber froh, dass wir darüber geredet haben und dass ich das gemacht habe. Jetzt ist es mir viel leichter ", weiss die Koordinatorin des Hospizdienstes aus über zehn Jahren Erfahrung mit Menschen in ihren Beratungsgesprächen.
Weitere Informationen unter 0172 / 3 58 79 68.
Susanne List
Autor: khhIn guten Zeiten an vielleicht spätere nicht so gute Zeiten denken, dazu kann mit Vorsorgenden Vollmachten der ganz persönliche Wille niedergelegt und Sorge dafür getragen werden, wer dann die Belange regeln kann, wenn der Betroffene es selbst nicht mehr kann und Angehörige es nicht automatisch tun dürfen. Mehr als 300 Menschen haben im vergangenen Jahr für diese Überlegungen die Beratung des Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes in Sondershausen, Sömmerda und Artern aufgesucht. Dieser steigenden Nachfrage nach Gespächen in und über Zeiten schwerster Erkrankung oder die mögliche letzte Lebenszeit kommt die Hospizbewegung mit Begleitung im Ehrenamt nach. Elf Hospizler haben sich in Theroie und Praxis befähigen lassen zu diesem Dienst und konnten nun am 6. Februar ihr Zertifikat dazu in den Händen halten.
Foto Gerhard Maget: Ehrenamtliche HospizbegleiterInnen mit der Leiterin des Beraterseminars Susanne List (4. v. l.) haben nach einem reichlichen Jahr in Theorie und Praxis den Kurs an der VHS Artern erfolgreich abgeschlossen und stehen nun für ihre neue Aufgabe bereit.
Geleitet wurde das Beraterseminar an der Volkshochschule Artern von der Koordinatorin und Moderatorin Susanne List, ausgerichtet an den Empfehlungen des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes (DHPV e. V.). Zehn Damen und ein Herr als beratende Ehrenamtliche erweitern nun das Angebot des Hospizdienstes des Novalis Diakonievereins um eine neue kostenfreie Dienstleistung: ab sofort können die fachlich geschulten Ehrenamtlichen im Auftrag von Hospiz auch anfragende Menschen in ihrem ganz persönlichen Umfeld aufsuchen, die ihr Zuhause nur noch schwerlich für eine Bürosprechzeit verlassen können. Der Dienst kommt zu ihnen und bringt so viel Zeit mit, wie es die nicht ganz einfache Thematik erfordert.
In Deutschland sind über 220 verschiedene Formulare zu Vollmachten auf dem Markt mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten. Der Hospizdienst empfiehlt solche Unterlagen, die vom Thüringer Hospiz- und Palliativverband (THPV e. V.) geprüft und in der gängigen Praxis anerkannt sind. Wird es gewünscht, kann am Ende die Vorsorgevollmacht selbst geschrieben und die Patientenverfügung fertig zu Papier gebracht sein. Der Arzt des Vertrauens, die Betreuungsbehörde oder der Notar, sie sind mitunter weitere Partner im Dialog um sorgsam zu treffende Entscheidungen.
Letzte Dinge um das eigene Sterben und Begrabenwerden können ebenso mit den Hospizlern einfühlsam thematisiert werden. Wer den Mut gehabt hat, diese Fragen - am besten auch mit seinen Nahestehenden - zu bedenken, kann dann beruhigt sagen: "Jetzt bin ich aber froh, dass wir darüber geredet haben und dass ich das gemacht habe. Jetzt ist es mir viel leichter ", weiss die Koordinatorin des Hospizdienstes aus über zehn Jahren Erfahrung mit Menschen in ihren Beratungsgesprächen.
Weitere Informationen unter 0172 / 3 58 79 68.
Susanne List
