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Do, 14:45 Uhr
14.02.2013

Bebrabrücke wird neugebaut

Der Hochwasserschutz für die Sondershäuser Altstadt wird verbessert. Dazu muss einiges getan werden. Was, erläuterte heute Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) vor der Presse...

Sondershausen: Bebrabrücke wird neugebaut (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Sondershausen: Bebrabrücke wird neugebaut (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Das ist quasi der berühmte "Stein des Anstoßes", die Brücke über die Bebra in der Gottesackergasse.

Nach dem Thüringentag in Sondershausen wird die Brücke über die Bebra in der Gottesackergasse neu gebaut. Im Rahmen des Hochwasserschutzes für die Sondershäuser Altstadt macht sich diese städtische Baumaßnahme dringend erforderlich. Unter anderem weil die Fördermittel für das Vorhaben nur noch im Jahr 2013 zur Verfügung stehen, ist hier Eile geboten. Noch sind die öffentlichen Ausschreibungen nicht raus, aber mit einem Umfang von mehreren Hunderttausend Euro muss man rechnen, Mittel die hauptsächlich aus dem Sonderprogramm Hochwasserschutz Thüringen kommen.

Sondershausen: Bebrabrücke wird neugebaut (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Sondershausen: Bebrabrücke wird neugebaut (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Im Zuge des Brückenneubaus ist es unabdingbar, neun Bäume im Bereich der Brücke und der Bebra unter strengen Auflagen zu fällen. Dabei handelt es sich um drei Linden, drei Ahorne sowie eine Kastanie und zwei Pappeln. Im Bild schön zu sehen, die Bäume stehen auch teilweise direkt im Vorfluter. Einer der Bäume hätte auch ohne Baumaßnahme gefällt werden müssen, da dessen Standsicherheit nicht gewährleistet werden kann.

Mit den Fällungen soll am 25. Februar begonnen werden, um die Arbeiten noch in den Wintermonaten abschließen zu können. Dies ist dem Umwelt-, Natur- und Artenschutz geschuldet. Fällungen von Bäumen sollen in der Winterzeit durchgeführt werden, was die Zerstörung der Nist- und Brutplätze von Vögeln oder anderen Tieren verhindert. Eine vorherige Sichtkontrolle erfolgt durch die Naturschutzbehörde beim Landratsamt.

Im Falle des Gottesackers ist die Stadt Sondershausen Genehmigungsbehörde für die Fällungen, arbeitet aber einvernehmlich mit dem Amt für Umwelt und Naturschutz zusammen.
Dabei ist auch die Stadt Sondershausen zu Ersatzpflanzungen verpflichtet, die teilweise an den alten Standorten nach Vollendung der Baumaßnahme durchgeführt werden. Als Ersatzpflanzung für die gefällten Bäume werden im Bereich des Gottesackers voraussichtlich Ulmen gesetzt, die sich durch ihr außergewöhnlich stabiles Wurzelgeflecht und ihre hohe Lebenserwartung auszeichnen. Insgesamt werden 38 Bäume neu gepflanzt.

Weiter werden auf speziell dafür vorgesehenen Flächen außerhalb der Stadt Ersatzpflanzungen vorgenommen. Damit kommt die Stadt Sondershausen ihren Verpflichtungen im Zuge der baulichen Veränderungen in der Innenstadt nach. Im April dieses Jahres werden durch die Stadtwerke Gas- und Elektroleitungen verlegt, um Baufreiheit für den Brückenneubau sicherzustellen.

Sondershausen: Bebrabrücke wird neugebaut (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Sondershausen: Bebrabrücke wird neugebaut (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Im Sommer, voraussichtlich Juni 2013, werden dann die Arbeiten an der Brücke im Zuge des Bebraausbaus beginnen. Im April beginnen die öffentlichen Ausschreibungen, im Mai wird Submission sein und am 12.06.2013 wird voraussichtlich Baustart sein. Im April werden aber noch andere Arbeiten in diesem Bereich starten: Die Stadtwerke müssen im Bereich der Brücke einige Rohrleitungen und Kabel verlegen müssen.

Mit Abriss und dem Neubau der Brücke wird ein gefährlicher Engpass im Verlauf der Bebra entfernt. Der jetzige Durchlass ist nur für einen HQ von 10 bis 15 ausgelegt. Notwendig ist aber ein HQ von 100. HQ ist eine statistische Größe. HQ100 beispielsweise bezeichnet ein statistisch gesehen alle 100 Jahre auftretendes Hochwasserereignis. Bei jetzigen HQ10 müsste man damit rechnen, dass in 10 Jahren einmal der Durchlass zu klein ist und die nicht abfließenden Wassermassen sich in die Unterstadt ergießen. Schon eine mittleres Hochwasser könnte in der Stadt zu schweren Schäden führen.

Mit dem Neubau der Brücke wird das Nadelöhr in der Bebra an dieser Stelle beseitigt. Die Bebra selbst ist bereits ausgebaut worden, nur reichten bisher die Mittel nicht, um die Brücke neu zu bauen. Nicht mitgebaut werden kann die Gottesackergasse im unteren Teil. Sie hätte es nötig, aber da reichen für uns die Mittel nicht aus, so Bürgermeister Kreyer.

Mit dem Neubau der Brücke über die Bebra ist es aber noch nicht getan mit dem Hochwasserschutz. Es gibt im Oberlauf der Bebra noch einige Schwachstellen beim Hochwasserschutz, kn berichtete bereits. Wenn alle Maßnahmen mit einem Ruck durchgesetzt werden sollte, müsste man rund 25 Millionen in die Hand nehmen, so Kreyer, das geht nur schrittweise.

Nerven behalten müssen allerdings die Bewohner der Gartenstraße. Ist jetzt schon die Straße eine große Baustelle, wird es nach dem Thüringentag gleich weiter gehen. Auch wird es natürlich Verkehrseinschränkungen geben, wenn es in die Innenstadt gehen soll. Auch der Busverkehr wird betroffen sein.
Sondershausen: Bebrabrücke wird neugebaut (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Sondershausen: Bebrabrücke wird neugebaut (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Sondershausen: Bebrabrücke wird neugebaut (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Sondershausen: Bebrabrücke wird neugebaut (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Sondershausen: Bebrabrücke wird neugebaut (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Sondershausen: Bebrabrücke wird neugebaut (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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