Mo, 12:05 Uhr
25.02.2013
Fantastischer Abend in der Goethe-Gesellschaft
Der Februar-Freitagabend der Ortsvereinigung Sondershausen der Goethe-Gesellschaft (15. Februar) bot eine fantastische Einstimmung in ein kulturell vielseitiges Wochenende der Künste in Sondershausen
Freitag - Literatur im Carl-Corbach-Klub, Sonnabend Nachmittag mit Eröffnung der PARIS-Gemäldeausstellung im Schloss - Bildende Kunst, Sonnabend Abend im "Haus der Kunst" das Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters mit dem Höhepunkt der Symphonie fantastique - Musik und noch einmal ein Konzert am Sonntag Vormittag in der Landes-musikakademie im Marstall.
Der literarische Freitagabend zählt zu den bisher eindrucksvollen Erlebnissen im Jubiläumsjahr der Goethegesellschaft 2013. Als Gast war Prof. Ladislav Šimon (Foto) aus der Slowakei als Gestalter anwesend. Er hat sowohl eine Professur an der Universität Bratislava, an der auch seine Frau lehrt, die er mitgebracht hatte, als auch an der Universität Kožice inne. Beide weilen z. Z. mit einer finanziellen Unterstützung der Internationalen Goethe-Gesellschaft in Weimar.
Prof. Šimon wird im Herbst einen Gedichtband aus Goethes umfangreichem Werk mit eigenen Übersetzungen in die slowakische Sprache herausgeben. Als erfahrener Germanist berichtete er den Anwesenden in fesselnder Weise von seinen Arbeiten. Er schilderte die Probleme bei seiner Übersetzung. Deutlich traten die persönlichen Beziehungen zu den zu bearbeitenden Dichtungen Goethes hervor, die durch die anschließende Diskussion noch verstärkt wurden.
Die Auswahl der übersetzten Gedichte hat er selbst getroffen.
Die Probleme der Unkenntnis der slowakischen Sprache wurde bei den Zuhörern in sehr geschickter Weise umgangen. An Hand von Vortragsbeispielen wurden die Problematik und die Schwierigkeiten bei der Übertragung sichtbar. Behandelt wurde auch die Frage nach eigenen Anteilen, die der Übersetzer in seine Übertragungen mit einbringt. In wie weit ist die Übersetzung stets auch neue Dichtung? Dabei ließ Professor Šimon auch seine Grenzen erkennen.
Zum Schluss des Abends berichtete der Gast ein wenig aus dem Leben in der Slowakei. Vierzehn Jahre nach Weimar ist in diesem Jahr die ostslowakische Stadt Kožice zur Kulturhauptstadt in Europa ausgerufen worden.
In der Zusammenfassung ist festzustellen, dass der Abend des 15. Februars wiederum einen sehr interessanten Verlauf genommen hatte. Die Anwesenden gingen erfüllt nach Hause und freuen sich sicher auf die weiteren Veranstaltungen im Jubiläumsjahr. Hierzu ist jeder Interessierte sehr willkommen.
Helmut Köhler
Autor: khhFreitag - Literatur im Carl-Corbach-Klub, Sonnabend Nachmittag mit Eröffnung der PARIS-Gemäldeausstellung im Schloss - Bildende Kunst, Sonnabend Abend im "Haus der Kunst" das Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters mit dem Höhepunkt der Symphonie fantastique - Musik und noch einmal ein Konzert am Sonntag Vormittag in der Landes-musikakademie im Marstall.
Der literarische Freitagabend zählt zu den bisher eindrucksvollen Erlebnissen im Jubiläumsjahr der Goethegesellschaft 2013. Als Gast war Prof. Ladislav Šimon (Foto) aus der Slowakei als Gestalter anwesend. Er hat sowohl eine Professur an der Universität Bratislava, an der auch seine Frau lehrt, die er mitgebracht hatte, als auch an der Universität Kožice inne. Beide weilen z. Z. mit einer finanziellen Unterstützung der Internationalen Goethe-Gesellschaft in Weimar.
Prof. Šimon wird im Herbst einen Gedichtband aus Goethes umfangreichem Werk mit eigenen Übersetzungen in die slowakische Sprache herausgeben. Als erfahrener Germanist berichtete er den Anwesenden in fesselnder Weise von seinen Arbeiten. Er schilderte die Probleme bei seiner Übersetzung. Deutlich traten die persönlichen Beziehungen zu den zu bearbeitenden Dichtungen Goethes hervor, die durch die anschließende Diskussion noch verstärkt wurden.
Die Auswahl der übersetzten Gedichte hat er selbst getroffen.
Die Probleme der Unkenntnis der slowakischen Sprache wurde bei den Zuhörern in sehr geschickter Weise umgangen. An Hand von Vortragsbeispielen wurden die Problematik und die Schwierigkeiten bei der Übertragung sichtbar. Behandelt wurde auch die Frage nach eigenen Anteilen, die der Übersetzer in seine Übertragungen mit einbringt. In wie weit ist die Übersetzung stets auch neue Dichtung? Dabei ließ Professor Šimon auch seine Grenzen erkennen.
Zum Schluss des Abends berichtete der Gast ein wenig aus dem Leben in der Slowakei. Vierzehn Jahre nach Weimar ist in diesem Jahr die ostslowakische Stadt Kožice zur Kulturhauptstadt in Europa ausgerufen worden.
In der Zusammenfassung ist festzustellen, dass der Abend des 15. Februars wiederum einen sehr interessanten Verlauf genommen hatte. Die Anwesenden gingen erfüllt nach Hause und freuen sich sicher auf die weiteren Veranstaltungen im Jubiläumsjahr. Hierzu ist jeder Interessierte sehr willkommen.
Helmut Köhler

